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„Bildung ist unser Gold“ – VHS bildet neuen Vorstand

Es tut sich was bei der Volkshochschule Celle. Während bereits am neuen Programm gearbeitet wird, gibt es personelle Veränderungen. Liliane Steinke, Leiterin der VHS Celle ist Sprecherin der VHS-Region Lüneburg sowie neu in den Vorstand des Landesverbandes der Volkshochschulen Niedersachsens e.V. gewählt worden. Unter ihrer Leitung tagte die VHS Region Lüneburg in Celle. Dabei wurde auch bekannt, dass der VHS-Vorsitzende Harald Range sein Ehrenamt zeitlich bedingt nicht mehr wahrnehmen kann. Der Celler Generalstaatsanwalt wird künftig in Karlsruhe als Generalbundesanwalt tätig sein, CelleHeute.de berichtete mehrfach.

In Celle trafen sich Thomas Otte (VHS Heidekreis), Almke Matzker-Steinert (KVHS Harburg) und Beate Middendorf-Höltmann (KVHS Uelzen-Lüchow-Dannenberg) zu einem ersten Erfahrungsaustausch. Dabei wurde deutlich, dass Volkshochschulen nicht nur im Landkreis tätig sind, sondern sich in den Regionen vernetzen. „Wir haben unterschiedliche Profile, aber es geht immer darum, uns als kommunalen Bildungsträger zu positionierten“, so Steinke. Dass die VHS in Celle ein eingetragener Verein ist, sei eine Besonderheit – die manch andere VHS gegen ihre GmbH gern eintauschen würde.

Einmütig kritisiert werden vereinzelte Doppelstrukturen in den Kommunen. „Anstelle zu schauen, wer bereits gute Arbeit macht, werden oft neue Dinge angestoßen, beispielsweise in den Bereichen Zweiter Bildungsweg oder Bildungsbüros“, bemängelt Beate Middendorf-Höltmann. Die Mehrkosten könnten sich Kommunen sparen oder effizienter investieren.

Bis 2013 wollen sich die Volkshochschulen neu aufstellen, dann wenn auch das Niedersächsisches Erwachsenenbildungsgesetz (NEBG) novelliert wird. Dabei kommen auch der Umgang mit Facebook und Social Media auf den Prüfstand. „Welche Kunden können wir neu erreichen, welche schließen wir aus?“ ist eine Frage der Leiter. Auch der eigene Internetauftritt soll überarbeitet werden. Die Frage der Dozentengewinnung bleibe ein Thema, um den der eigenen Qualitätsanspruch zu bewahren.

Harald Range

Harald Range ergänzt: „Mir wird beim Blick in die Zukunft nicht bange, sondern ich sehe eine Herausforderung, an der wir arbeiten müssen. Bei immer mehr Qualifikationen müssen wir das Angebot entsprechend aufstellen, damit wir den Auftrag, den wir haben, auch erfüllen können. Dabei geht es nicht nur um den demografischen Wandel, sondern auch um die Entwicklung im Internet. Kommen die Teilnehmer künftig noch hierher in die Trift oder wollen sie Dozenten am Computer? Wir müssen uns mit E-learning auseinandersetzen – das wird auch in den Berufsbezeichnungen deutlich: Früher war es der Schlösser, heute der Mechatroniker.“

Die Erfahrung mit den so genannten Sprachlabors habe sich nicht durchgesetzt. „In „real life“ lernen und sich kennenlernen wird auch in Zukunft unersetzlich bleiben“, ist Range überzeugt.

Thomas Otte gibt zu, dass auch die Dozenten selbst lernen. „Wir kommen aus der Pädagogik und sind nicht mit dem Internet groß geworden – wir lernen auch selber.“

Am 22. November wird nun ein/e Nachfolger/in für Harald Range gesucht, vorstellbar sei auch eine Interimslösung. Mut machen 20 neue Mitglieder auf einem Schlag bei der vergangenen außerordentlichen Mitgliederversammlung. „Ich wäre gern geblieben. Aber die Benennung kam ziemlich überraschend“, versichert der Noch-Vorsitzende und blickt dankbar zurück und nach vorn: „Wir haben immer die Zukunft im Blick gehabt, sie war der Kern unserer Tätigkeit. Das Beobachten der gesellschaftlichen Entwicklung, und welchen Stellenwert die Bildung hat. Bildung ist unser Gold – nicht einer Gesellschaft, sondern jedes einzelnen. Wir konnten dank des Konjunkturpaketes ausreichend investieren und haben z.B. Programme wie das „Collegium Cellense“ entwickelt.“

Range selbst hatte in der gesamten Zeit allerdings keinen Kurs besucht. Neben dem Willen zum Fortbilden braucht man eben doch noch etwas, das auch das teuerste VHS-Angebot nicht bieten kann: Zeit.

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Peter Fehlhaber

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