„Celler Höfe“ – Beitrag zur Fachwerktriennale 2012
Am Sonntag, 9. September, dreht sich in der Residenzstadt alles um das Thema „Celler Höfe“. Die Belebung und Nutzung der Celler Altstadt-Innenhöfe ist dabei nicht nur ein Beitrag zum alljährlichen Tag des offenen Denkmals. Vielmehr präsentiert sich Celle mit diesem Projekt im Rahmen der Fachwerktriennale 2012.
Die in der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Fachwerkstädte zusammengeschlossenen Städte sehen sich deutlich mit den Folgen des demographischen Wandels konfrontiert. Die Arbeitsgemeinschaft veranstaltet auch deshalb im Turnus von jeweils drei Jahren die Fachwerktriennale mit Strategien, Konzepten und Projekten zum Umbau von Fachwerkstädten. Integrative architektonische, städtebauliche, wirtschaftliche und soziale Ansätze zur Stadtentwicklung sind zum Erhalt und zur wirtschaftlichen Revitalisierung von Fachwerkstädten von zentraler Bedeutung. Das Celler Projekt ist dabei eines von insgesamt 24 deutschlandweiten Projekten, das Aufnahme in die Triennale gefunden hat. „Der Beitrag zur Fachwerktriennale 2012 ergänzt unsere Gesamtstrategie. Wir möchten damit einen weiteren Impuls zur Erhaltung und vor allem auch positiven Weiterentwicklung der Celler Altstadt setzen“, so Stadtbaurat Dr. Matthias Hardinghaus.
In 2009 fand eine vorbereitende Untersuchung nach Paragraph 141 des Baugesetzbuches statt. Hierbei sind erhebliche Mängel und Missstände, insbesondere im Hinblick auf Funktion und Substanz der historischen Blockinnenbereiche und Höfe der Celler Altstadt, festgestellt worden. Im Jahr 2010 gelang der Stadt Celle die Aufnahme in das von Bund und Ländern getragene Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“. Der Zustand und die Nichtnutzung vieler Innenhöfe stellen städtebauliche Potenziale dar, die Anlass geben sich mit den Celler Altstadt-Innenhöfen nochmals zu näher beschäftigen.
„Die Aufnahme in das Städtebauförderprogramm war von zentraler Bedeutung, kann aber idealerweise auch durch weitere Aktivitäten, wie die Fachwerktriennale, ergänzt werden“, erklärt Hardinghaus. „Ziel des Celler Beitrages zur Triennale 2012 ist, die für die Altstadtstruktur bedeutsamen, reizvollen und leider oft unter- oder ungenutzten historischen Innenhöfe bekannter zu machen und damit mittel- und langfristig sinnvolle Nutzungen anzuregen.“
Der Celler Beitrag zum Thema „Celler Höfe“ wird zwei Projektbausteine beinhalten. Zum einen sollen die Innenhöfe bekannter gemacht, zum anderen neue Nutzungen vorgeschlagen werden.
Projektbaustein 1:
Entdecken und Bekanntmachen der Innenhöfe
- Verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und Kooperation mit lokalen Partnern
- Schwerpunktpräsentation zum „Celler Tag des offenen Denkmals“ am 9. September 2012
Projektbaustein 2:
Entwicklung von Nutzungsideen für die Innenhöfe
- Präsentation positiver Innenhofnutzungen in Celle und auswärtiger Beispiele
- Temporäres Bespielen der Innenhöfe mit Kulturprojekten. Geplant ist die Einbeziehung erfolgreicher Veranstaltungsreihen in Celle.
- Celler Förderziel des Programms Städtebaulicher Denkmalschutz: „Schaffung und Gestaltung von Wohnhöfen“. Vorstellung der Ideen aus dem städtebaulichen Wettbewerb 2011.
„Die Umsetzung der geplanten Projektbausteine soll zur positiven Imagebildung und Inwertsetzung der Celler Altstadtinnenhöfe beitragen“, betont der Stadtbaurat abschließend.
Wer am 9. September an den Veranstaltungen der Fachwerktriennale teilnehmen möchte, findet den entsprechenden Flyer mit allen Infos und Anmeldeformalitäten im Internet auf der Startseite der städtischen Homepage www.celle.de.
Über den Autor
Verwandte Artikel
Schreibe einen neuen Kommentar
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.

