„Visionen hier und jetzt” beim Sommerfest des Ministerpräsidenten
„Ich leiste gerne ehrenamtliche Arbeit – das ist für mich nichts Besonderes”, so Robert Strybny von der Niedersächsischen Landjugend, „aber es ist schön, wenn das Engagement bemerkt und gewürdigt wird!” Er war einer der rund 150 Jugendlichen, die stellvertretend für die 50.000 engagierten Jugendleiter auf Einladung von Ministerpräsident David McAllister heute aus ganz Niedersachsen ins Gästehaus der Landesregierung nach Hannover angereist waren.
Der Ministerpräsident dankte den Jugendlichen für ihren „wichtigen Einsatz” und sprach ihnen seine Anerkennung für ihr Engagement aus. Er forderte die Jugendlichen auf, ihre Chance zu nutzen, mit den anwesenden Politikern ihre Anliegen zu besprechen.
Dabei wurden vor allem Bereiche wie die Rahmenbedingungen für Jugendarbeit in Niedersachsen, die Förderung des Ehrenamts, die Studiengebühren und die mögliche Einführung des erweiterten Führungszeugnisses thematisiert, aber auch einige Visionen der Jugendlichen deutlich. „Ich würde gerne mehr Zeit für mein ehrenamtliches Engagement haben. Leider verhindert das mein Studium. Würden ehrenamtliche Leistungen im Studium besser anerkannt werden und gäbe es keine Studiengebühren, hätte ich mehr Zeit, Seminare zu teamen”, meinte Christine Schulz von den Pfadfindern.
Einige dieser „Visionen” konnten bereits während der Veranstaltung sowohl auf „Facebook” als auch auf „Twitter” nachgelesen werden. Die anwesenden Jugendlichen sowie ein Redaktionsteam begleiteten das Sommerfest medial und platzierten direkt Eindrücke aus dem Garten des Gästehauses in den sozialen Netzwerken. Jugendliche aus der eigenen Jugendgruppe, dem Jugendverband konnten diesen Account verfolgen und von außerhalb Fragen an die Gäste und Politiker stellen.
Jens Risse und Susanne Martin, Vorstandsmitglieder des Landesjugendrings Niedersachsen, warben in ihrer Rede dafür, mit beiden Augen in die Zukunft der Jugendarbeit zu sehen und stellten die hohe Bedeutung der Unterstützung und Förderung der Jugendarbeit sowie der Jugendpolitik für die zukünftige Gesellschaft heraus. Ehrenamtliches Engagement in der Jugendarbeit dürfen nicht durch weitere bürokratische Hürden, die z.B. durch die Umsetzung des Bundeskinderschutzgesetzes entstehen könnten, erschwert werden.
Musik und szenische Darstellungen unter dem Motto „Visionen hier & jetzt”, welche im Rahmen von Bildungsseminaren der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung (LKJ) von Absolvent-inn-en des FSJ Kultur und FSJ Politik erarbeitet wurden, umrahmten das Sommerfest.
Die Veranstaltung wurde von der Staatskanzlei und dem Landesjugendring gemeinsam koordiniert und von einem einfallsreichen Moderationsteam, bestehend aus Nele Kießling und Christoph Penning (DLRG-Jugend) lebendig begleitet.
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