„Wir haben es satt“ – BUND und BI-Wietze demonstrieren in Berlin

Die „Bürgerinitiative Wietze für den Erhalt unseres Aller-Leine-Tals e.V. hat auch in diesem Jahr an der Großdemo in Berlin teilgenommen. Gemeinsam mit 23.000 Menschen demonstrierte sie gegen Lebensmittelskandale, Gentechnik im Essen und Tierquälerei in Megaställen und für eine bäuerliche ökologische Zukunftslandwirtschaft. Eine weitere Forderung an Bundeskanzlerin Merkel sei auch die Neuausrichtung der Agrarpolitik insgesamt.

Die Veranstalter und auch die BI-Wietze werfen der Bundesregierung vor, bei der Reform der EU-Agrarpolitik bislang Unterstützer für die Agrarindustrie zu sein, statt die Forderungen weiter Teile der Bevölkerung durchzusetzen. Eine unserer Forderung lautet, dass Agrarzahlungen an ökologische, soziale und Tierschutzkriterien gekoppelt sein müssen. Auch Subventionen für den Agrarexport sind zu stoppen, fördern sie doch die Armut auch in afrikanischen Ländern.

Die Nigerianerin Mariann Bassey, Sprecherin von “Friends of the Earth”, mahnte: “Die Politik hat schrankenlose Spekulationen auf Lebensmittel erst möglich gemacht. Gleichzeitig ist sie für den Landraub für Futtermittel und Agrosprit in den Ländern des Südens verantwortlich. Das alles treibt die Lebensmittelpreise hoch und schließt Hungernde vom Zugang zu fruchtbarem Land und zu Lebensmitteln aus. Für das Menschenrecht auf Nahrung müssen Spekulation und der Agrospritboom ausgebremst werden. Die Europäische Agrarpolitik braucht eine Kehrtwende weg von Überproduktion und Fleischexporten.”

Der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, sagte: ”Es geht um die Systemfrage: Lassen wir es weiter zu, Tiere in Haltungssysteme zu zwingen, die ihnen Schmerzen und Leid zufügen? Denn das ist heute der Alltag für Millionen von Tieren.”

Auch Vertreter der BUND Kreisgruppe Celle waren trotz Wind und Regen nach Berlin gefahren. Bilder finden Sie beim BUND KG Celle hier http://celle.bund.net/

Foto: Peter Verwey
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