1111 LEGO-Modelle – Die gesamte Geschichte im Bomann-Museum
Heute um 19 Uhr eröffnet das Bomann-Museum Celle eine Ausstellung der Superlative: 1111 LEGO® – Modelle des Sammlers Christian Lange auf 600 Quadratmetern lassen dann nicht nur Kinderherzen höher schlagen.
Seit über 50 Jahren inspirieren die bunten Kunststoffsteine mit den charakteristischen acht Noppen Kinder und Erwachsene zum Bau von Eisenbahnen, Autos und Tankstellen, Raketen, Raumschiffen, Häusern und Figuren. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die Ausstellung im Bomann-Museum Celle lässt Kinderalltag und Spielzeuggeschichte von den 1950er Jahren bis heute lebendig werden.
1958 startet der Siegeszug der bunten Klötzchen in Billund, Dänemark. Bereits 1932 hat Tischlermeister Ole Kirk Christiansen das Unternehmen gegründet. Anfangs stellt er Holzspielzeug her, 1934 erfindet er den Namen LEGO® als Abkürzung für leg godt (dänisch: spiel gut). Von 1949 an werden die Vorläufer der heutigen Steine aus Kunststoff gefertigt. Seit 1958 weisen die farbigen Steine auf ihrer Unterseite die charakteristischen Röhrchen auf, zwischen denen und dem Rand sich die Noppen fest einfügen. Nun ist durch das bis heute charakteristische Kupplungssystem für die notwendige Stabilität der entstehenden Bauwerke gesorgt.
Anfangs ist der Grundstock des neuen Baukastensystems auf Haus- und Straßenbau ausgerichtet. Doch schon 1962 werden mit der Erfindung des LEGO® Rades die Themengebiete erweitert, 1966 gibt es den ersten Motor und seit 1974 erste Figurenteile. Ab 1978 bevölkern dann die beweglichen Minifiguren die LEGO® Welt. Für die verschiedenen LEGO® Serien werden die Figuren entsprechend „gekleidet“ und mit Accessoires ausgestattet. Später verwandeln sich die Figuren auch in bekannte Charaktere aus Film und Fernsehen.
1111 LEGO® Modelle aus über fünf Jahrzehnten haben Andrea und Christian Lange aus ihrer Sammlung für die Ausstellung zur Verfügung gestellt: Große und kleine Besucher erwarten bemerkenswerte LEGO® Welten. Besondere Ausstellungssequenzen sind den Themen Star Wars und Ferrari gewidmet. In einer Spielecke darf nach Herzenslust gebaut werden.
Außerdem ist das Kino wieder geöffnet. Auch hier dreht sich alles um LEGO® Steine. Zu sehen ist beispielsweise der Film von Mirko Horstmann „Vom Fischer und seiner Frau”, frei nach den Gebrüdern Grimm in einer leicht modernisierten Fassung. Der Film ist ein Beitrag zum Brickfilm-Festival Steinerei 2006 mit dem Thema “Literaturverfilmung” gewesen und hat den Preis der Jury und den Publikumspreis gewonnen.
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