Vom 16. September 2011 bis 18. März 2012 zeigt das Bomann-Museum eine in Zusammenarbeit mit dem Oberlandesgericht Celle entstandene Sonderausstellung zur Justizgeschichte. Am 14. Oktober 1711 vollzog im Namen des Kurfürsten Georg Ludwig der Minister Andreas Gottlieb von Bernstorff im Celler Kanzleigebäude die feierliche Eröffnung des kurhannoverschen Oberappellationsgerichts. Dieses Gericht besteht seither ununterbrochen über einen Zeitraum von 300 Jahren, seit dem 1. Oktober 1879 unter dem Namen Oberlandesgericht Celle.
Der Großteil der gezeigten Objekte stammt aus dem Sammlungsbestand des Bomann-Museums. Die meisten Exponate wurden seit vielen Jahren nicht gezeigt, einige konnten speziell für diese Ausstellung restauriert werden. Ein besonderer Höhepunkt ist die Präsentation einer Reihe von prächtigen Staatsuniformen der Richter aus königlich hannoverscher und preußischer Zeit. Ferner sind mehrere originale Einrichtungsgegenstände aus dem 1840/42 neu errichteten Gerichtsgebäude zu sehen, darunter ein großer Kronleuchter, der früher den Plenarsaal erhellte. Aber auch kleine Alltagsgegenstände, zum Beispiel ehemals im Gericht verwendete Streusandbüchsen, haben ihren Platz in der Ausstellung. Zahlreiche eindrucksvolle Porträts rufen die Erinnerung wach an bedeutende Persönlichkeiten, die ehemals am Celler Oberappellations- bzw. Oberlandesgericht tätig waren. Einige außergewöhnliche Objekte, so beispielsweise ein repräsentativer Sessel, den das Gericht im Jahr 1911 anlässlich seines 200jährigen Jubiläums von dem damals in Celle stationierten Infanterie-Regiment Nr. 77 als Geschenk erhielt, sind Leihgaben aus dem heutigen Oberlandesgericht. Auf besondere Weise abgerundet wird die Ausstellung von einer Präsentation wertvoller Bücher aus der Bibliothek der Grupen‘schen Stiftung im Oberlandesgericht Celle.
Die Ausstellungsbesucher erwartet eine Zeitreise durch 300 Jahre mit vielen überraschenden Einblicken in die Celler Justizgeschichte. Der eindrucksvolle Ausstellungsort, die historische Ehrenhalle im Bomann-Museum, umrahmt die Schau in einzigartiger Weise.
Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 10.00–17.00 Uhr. Freitags Eintritt frei!

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