60 Jahre Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik

Für Frieden, Freiheit und Sicherheit
60 Jahre sicherheitspolitische Informations- und Bildungsarbeit
der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik e.V.

Ulrike Merten

Die seit April 2010 von der ehemaligen Verteidigungsausschussvorsitzenden des Deutschen Bundestages Ulrike Merten geführte Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik e.V. (GfW) kann in diesen Tagen auf ihr 60-jähriges Bestehen zurückblicken. Am 5. Januar 1952 in München als Gesellschaft für Wehrkunde gegründet, ist sie die älteste sicherheitspolitische Bildungsinstitution in der Bundesrepublik. Seit sechs Jahrzehnten begleitet sie die Sicherheitspolitik Deutschlands mit ihrer Informationsarbeit zur sicherheitspolitischen Bewusstseinsbildung der Bevölkerung und leistet damit einen konstruktiven Beitrag zur Sicherheitsvorsorge unseres Landes.

Den Gründervätern der GfW – unter ihnen übrigens Ewald-Heinrich von Kleist-Schmenzin, einer der wenigen Überlebenden des Widerstandes gegen Hitler aus dem direkten Umfeld von Stauffenberg, auch bekannt als Initiator der Internationalen Münchner Wehrkundetagung, der heutigen Münchner Sicherheitskonferenz – ging es vor allem darum, den Gedanken der Wehrbereitschaft in der Gesellschaft zu verbreiten und damit den Weg der Bundesrepublik in die westliche Staaten- und Wertegemeinschaft unter Führung der Vereinigten Staaten zu unterstützen.

60 Jahre nach Gründung ist angesichts andauernder Krisen und Konflikte in der Welt der Bedarf an sicherheitspolitischer Informations- und Bildungsarbeit zur Aufklärung und Meinungsbildung der Bevölkerung ungebrochen. Inhaltlich konzentriert sich die GfW heute vorrangig darauf, die tief greifenden Veränderungen des internationalen Sicherheitsumfeldes zu vermitteln, die neuen Risiken und Bedrohungen in einer sich zunehmend globalisierenden Welt zu benennen sowie deren Zusammenhänge und Hintergründe zu erhellen. Angesichts eines latenten „freundlichen Desinteresses“ der Bevölkerung an sicherheitspolitischen Themen, verfolgt sie dabei weiterhin das Ziel, die öffentliche Debatte über die notwendige Sicherheits- und Verteidigungspolitik unseres Landes zu fördern sowie Bürgern und Öffentlichkeit die Notwendigkeit und den Wert von Sicherheitsvorsorge zur Wahrung unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung heute wie in Zukunft bewusst zu machen. Diese gesellschaftliche Aufgabe erfüllt die GfW in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit der Bundeswehr sowie ihren Kooperationspartnern, dem Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr, dem Deutschen Bundeswehrverband, der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik und der Clausewitz-Gesellschaft.

Die GfW verfügt deutschlandweit über eine Basisorganisation von rund 100 Sektionen. Diese führen auf rein ehrenamtlicher Basis pro Jahr über 2.000 öffentliche Veranstaltungen durch, gefördert und unterstützt von rund 7.000 Mitgliedern, die zugleich als sicherheitspolitische Multiplikatoren in die Öffentlichkeit hineinwirken.

Auch in Celle ist die GfW mit einer Sektion vertreten, die seit vielen Jahren, vor allem aber seit 2008 unter der Leitung von Oberst a.D. Norbert Sprenger, allen sicherheitspolitisch interessierten Bürgern in jährlich 5 bis 6 öffentlichen und kostenfreien Vortragsveranstaltungen sowie Bildungs- und Informationsfahrten aktuelle sicherheitspolitische Themen kompetent, anschaulich und nachvollziehbar vermittelt. So wird in der ersten 2012-er Celler GfW – Vortragsveranstaltung am 6. März um 19.00 Uhr im Celler Beckmann – Saal der südkoreanische Verteidigungsattaché in Berlin, Oberst i.G. Kim Tae Sik, zusammen mit dem ehemaligen deutschen Verteidigungsattaché in Seoul, Oberst a.D. Bernd Giebner, im Celler Beckmann – Saal ein aktuelles Lagebild beider koreanischen Staaten geben und über die Chancen einer Wiedervereinigung referieren.

Bei einem repräsentativen Festakt in den Räumen der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin wird die GfW am 27. März 2012 mit ihren Funktionsträgern sowie Gästen aus Politik, Wirtschaft, Streitkräften und öffentlichem Leben auf 60 Jahre erfolgreiche sicherheitspolitische Öffentlichkeitsarbeit zurückblicken. Die Festansprache hält Verteidigungsminister Dr. Thomas de Maizière.

Foto: Susanna Harancourt
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