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Belästigung im Badeland – Polizei widerspricht Darstellung in „offenem Brief“

Belästigung im Badeland – Polizei widerspricht Darstellung in „offenem Brief“
CELLE. Am Samstagnachmittag gegen 17 Uhr ist es im Celler Badeland zu unsittlichen Berührungen von zwei elfjährigen Mädchen gekommen. Ein empörter Vater aus Celle postet daraufhin einen „offenen Brief“ an Frau Merkel. Dort heißt es u.a.:

fb-badeland„Heute um 17.00 Uhr wurde meine elfjährige Tochter mit ihrer elfjährigen Freundin im Celler Badeland von einem Trupp Flüchtlingen im Alter 16 – 22 Jahren sexuell bedrängt […] Es kam keiner zu Hilfe! […] Die Polizei sagte, das ist die Spitze des Eisberges, das sind tägliche Bilder — das kommt nicht an die Öffentlichkeit — das darf nicht an die Öffentlichkeit!! Frau Merkel können Sie sich vorstellen, wie es mir als Vater geht?! Ich bin entäuscht, wütend und machtlos und das in Deutschland, als Deutscher!“

Auf Nachfrage von CELLEHEUTE erklärt ein Polizeisprecher, dass die der Polizei zugeschobenen Aussagen nicht der Wahrheit entsprechen. „In Celle haben wir nichts zu verbergen und machen unsere Hausaufgaben.“ Das bestätigt auch Matthias Gaupp vom Celler Badeland. Bisher stehe lediglich fest, dass eine ca. fünfköpfige Gruppe Flüchtlinge aus Hannover im Celler Badeland war. Einer von ihnen habe aus der Gruppe heraus an der Rutsche ein Mädchen am Oberschenkel und Rücken angefasst. Eine Berührung im Intimbereich kann bisher nicht bestätigt werden.

„Pubertierende Gebalge“ sei nach Angaben von Schwimmmeistern in der Tat Alltag in jedem Schwimmbad und man frage sich, ob es vor einem halben Jahr bei solchen Berührungen auch zur Anzeige gekommen wäre, ohne diesen Vorfall abwerten zu wollen. Wenn Heranwachsende kleine Kinder berühren, sei die Grenze klar überschritten. In der vergangenen Woche gab es zwei Polizeieinsätze im Badeland wegen „schlechten Benehmens“ deutscher Bürger – das habe öffentlich niemanden interessiert. Dennoch nimmt das Badeland auch diesen Vorfall ernst, aber die Auswertung sei Sache der Polizei.

Im offiziellen Polizeitext heißt es:

„Am Samstagnachmittag gegen 17:00 Uhr ist es im Celler Badeland zu unsittlichen Berührungen von zwei elfjährigen Mädchen gekommen. Hierzu hatte eine Gruppe von fünf jugendlichen Flüchtlingen, die mit ihrem Betreuer aus der Region Hannover das Celler Badeland besucht hatten, in der Wasserrutsche eine Art menschliche Sperre errichtet, durch die im Anschluss daran die beiden Mädchen gerutscht waren. Hierbei war es zu oberflächlichen Berührungen an den Oberschenkeln, dem Rücken und dem Gesäß der Opfer gekommen. Die beiden Mädchen hatten sich daraufhin unter Tränen beim Bademeister gemeldet, der daraufhin die Polizei und die Eltern informiert hatte. Nach Personalienfeststellung ist ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung eingeleitet worden.“

Nach CELLEHEUTE-Informationen sei der Schwimmmeister auf die Mädchen zugegangen, da diese verstört wirkten. Erst auf mehrmaliges Nachfragen hätten sie erzählt, was passiert sei.

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Kommentare (6)

  • Dirk Weißenborn

    „Hierzu hatte eine Gruppe von fünf jugendlichen Flüchtlingen, die mit ihrem Betreuer aus der Region Hannover das Celler Badeland besucht hatten, in der Wasserrutsche eine Art menschliche Sperre errichtet, durch die im Anschluss daran die beiden Mädchen gerutscht waren.“

    Wo war der Betreuer zum Zeitpunkt des Vorfalls? Hielt er sich womöglich an an einer Tasse Kaffee fest und hatte keine Ahnung, was vor sich ging?

    Solche „Betreuer“ gehören umgehend gefeuert!

    • Peter Fehlhaber

      Er hatte bestimmt alle zu Betreuenden an eine Kette gebunden, die offenbar zu lang war. Man sollte den Kettenhersteller verklagen. „Es hat niemand geholfen“, schreibt der Vater außerdem. Niemand. Alle feuern und abschieben – auch Deutsche, wie es derzeit die NPD auf einem Wahlplakat fordert.

      • Dirk Weißenborn

        Sehr geehrter Herr Fehlhaber,

        gerade von Ihnen hätte ich mehr Lesekompetenz erwartet.

        Weisen Sie mal nach, an welcher Stelle meines obigen Kommentars von „abschieben“ die Rede war.

        Ein Betreuer, der seiner Verantwortung – nämlich auch auf seine Schützlinge insofern einzuwirken, dass von denen keine rechtwidrigen Handlungen ausgehen – nicht gerecht wird, kann tatsächlich entlassen werden. In diesem Fall geht es schließlich noch um die Aufsicht gegenüber Minderjährigen!

        In zahlreichen Rechtsbereichen und Lebenssituationen kann ein Bürger auch für Handlungen sanktioniert werden, die er gar nicht selbst begangen hat. Es wurden schon Verantwortliche für weniger Nachlässigkeit hinausbefördert.

        • Peter Fehlhaber

          Unter Lesekompetenz verstehe ich, dass man zwischen zitieren und eigener Meinung unterscheiden kann – wo genau unterstelle ich Ihnen, Sie hätten etwas von Abschieben geschrieben? Eine rechtliche Bewertung überlasse ich den dafür zuständigen Behörden. Wenn ich richtig lese, wird derzeit ermittelt – Sie wissen offenbar mehr. Es sei denn, meine Lesekompetenz lässt mich wieder im Stich.

  • Dirk Weißenborn

    „…wo genau unterstelle ich Ihnen, Sie hätten etwas von Abschieben geschrieben?“

    Sehr geehrter Herr Fehlhaber,

    Wir sind uns also einig, dass „Abschieben“ im benannten Kontext kein Thema ist.

    Es geht einzig und allein um die Verantwortlichkeit des Betreuers. Eine strafrechtliche Dimension ist für diese Person zur Zeit nicht gegeben. Eine Sanktionierung seines eventuellen Fehlverhaltens, z.B. durch Entlassung, ist dennoch möglich.

    Sie werden sicher an dem weiteren Fortgang der Ermittlungen in diesem Fall interessiert sein und Ihre Leser entsprechend informieren.

    MfG

    • Peter Fehlhaber

      Ob wir uns einig sind, weiß ich nicht, lieber Herr Weißenborn, da ich davon ausgehen muss, dass Sie die Botschaft meiner Antwort nicht verstanden haben. Sei’s drum, wir werden weiterhin wie gewohnt unserer Arbeit nachgehen, unzensiert und unkommentiert – mein Interesse spielt bei der Berichterstattung wie immer keine Rolle. Von uns aus wird es daher wie gewohnt keine boulevardeske Nachfragen geben.

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