Heute startete der “Wissenschaftliche Beirat” seine erste Sitzung zur Umgestaltung des Bomann-Museums. Mit der größten Umgestaltung seit Gründung 1907 soll nach dem Kunst- und Residenzmuseum nun das dritte Museum am Schlossplatz „zukunftsfähig“ gemacht werden, so Susanne McDowell von der Stadt Celle. Sie ist überzeugt: “Das Bomann-Museum gehört zum Flaggschiff der deutschen Museen.”
Museumsdirektor Dr. Jochen Meiners zu den Gründen dieser intensiven Maßnahme an Niedersachsens drittgrößtem Muesum: „Wir zeigen bis auf wenige Bereiche kaum historische Zusammenhänge, aber bedeutende Exponate. Das soll sich ändern. Wir wollen dahin, die Werke in Inszenierungen zu sehen, um den Besuchern die Zusammenhänge erfahrbar zu machen – denn das Bomann-Museum erfüllt auch einen Bildungsauftrag.”
Im Großen und Ganzen bleibt “nichts mehr, wie es ist”, von einigen Ausnahmen abgesehen, wie z.B. das Bauernhaus oder die unter Denkmalschutz stehende Ehrenhalle.
Auf 3000 Quadratmetern werden neue Bereiche mit folgenden Arbeitstiteln gegründet: Mensch und Arbeit, Mensch und Mobiltität, Mensch und Siedlung. Die Themen sollen die verschiedenen Epochen bis hin zur Gegenwart aufzeigen – die künftig auch mit Einsatz moderner Medien aktuell gehalten werden sollen und möglichst auch mit Blick in die Zukunft ausgerichtet sind. Die Stadt- und Regionalgeschichte Celles wird erstmals chronologisch dargestellt. “Wir werden uns dabei an den Sammlungen orientieren, die Wilhelm Bomann “vom Harz bis zur Elbe” zusammengetragen hat.”, bestätigt der Beirat.
In der jetzigen Phase werden die Grundlinien festgelegt. “Wie die Inszenierungen aussehen werden, wissen wir derzeit noch nicht.”, so Meiners. “Im nächsten Frühjahr wollen wir mit den Umgestaltungsmaßnahmen beginnen und im Frühsommer 2013 fertiggestellt haben. Wir versuchen dabei längere Schließungsphasen zu vermeiden.” Wegen neuer Elektroarbeiten und Sicherheitstechnik seien aber kurzfristige Schließung von ein bis zwei Wochen unvermeidbar. Das Kunstmuseum sei davon nicht betroffen.
Das Investitionsvolumen beträgt 3,156 Mio. Euro. An den Kosten beteiligen sich u.a. das Land Niedersachsen, die NBank, Stiftungen und der Landkreis. Eine genaue Aufstellung wird kurz vor Baubeginn bekannt gegeben.



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