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Briten verlassen Celle – Mende: „Bedauere rasche Entwicklung“

Der Abzug der britischen Streitkräfte aus der Residenzstadt ist besiegelt (CelleHeute.de berichtete mehrfach). Das hat Brigadier Jonathan Forbes Watson, Kommandeur der Unterstützungsgruppe Deutschland, Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende heute im persönlichen Gespräch im Neuen Rathaus mitgeteilt. Demnach wird das derzeit in der Hohen Wende stationierte Regiment der Fusiliers im August 2012 nach Zypern verlegt. Damit wird der Standort Celle endgültig aufgegeben. Ein Nachzug anderer Einsatztruppen kommt nicht in Frage.

Es ist damit zu rechnen, dass die Kasernenanlage ab Frühjahr 2013 freigezogen und wieder übergeben werden kann. Mit dem stellvertretenden Kommandeur der Garnison Bergen-Hohne, Colonel Paul Eaton, wurde vereinbart, eine gemeinsame Unterarbeitsgruppe einzurichten. Diese wird die sich aus dem Abzug ergebenden Fragestellungen zwischen der Stadt Celle und ihren britischen Freunden erörtern. Vor dem Hintergrund dieser Zeitschiene wird die Stadtverwaltung einen Katalog mit Schlüsselfragen erstellen, aus deren Beantwortung sich die nächsten Schritte ableiten.

Oberbürgermeister Mende ist von dieser deutlich rascheren Entwicklung überrascht worden und bedauert diese zutiefst. „Mehr als 60 Jahre weilten die britischen Truppen in unserer Stadt, weit über 300 Jahre reicht unsere enge historische Beziehung zu England. Wir werden alles dafür tun müssen, dass die kulturelle Verbundenheit aufrecht erhalten bleibt. Die Cellerinnen und Celler haben sie stets als Bereicherung empfunden.“

Mit der konkreten Ausgestaltung des Zeitfensters habe die Stadt es jetzt allerdings auch in der Hand, eigenständige Planungen auf den Weg zu bringen. „Vom harten Schlag des Truppenabzugs hat uns Premierminister David Cameron schon vor geraumer Zeit unterrichtet“, so Mende. Deshalb hätten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung bereits seit Wochen und Monaten mit dem Thema beschäftigt. „Wir sind also nicht unvorbereitet.“

Mit Celle wird der Anfang des Truppenabzugs eingeleitet. „Für eine Übergangszeit ist die Residenzstadt noch kultureller Mittelpunkt der englischen Armee“, versicherte Brigadier Watson. OB Mende hat derweil Ministerpräsident David McAllister sowie Innenminister Uwe Schünemann über die Veränderungen informiert.

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Kommentare (2)

  • MeteoCell

    Hoffentlich wird die Stadt es schaffen, diese Lücke durch etwas anderes aufzufüllen. Der Landkreis und die Stadt Celle haben momentan sowieso wirtschaftliche Probleme und dann kommt auch noch Pech hinzu. Wahrscheinlich wird man jetzt versuchen, das irgendwie gewerblich zu nutzen.

  • Hofnarr2011

    Liebe Celler/innen, sehr geehrte Entscheidungsträger/innen dieser schönen Stadt,

    der “Verlust” der Briten ist zugleich auch eine “Chance” etwas nachhaltiges für Celle zu schaffen.

    Hoffentlich nutzen unsere Volksvertreter diese “Chance” sinnvoll und versenken dort nicht Millionen, die ohnehin nicht vorhanden sind !

    Vorschläge zur Folgenutzung gibt es reichlich:
    Universität
    Bauhof der Stadt Celle
    Feuerwehr
    Jugendherberge

    Und nun liebe Entscheidungsträger, schaut mal, ob ihr parteiübergreifend etwas für die Allgemeinheit und zum Wohle der Celler Bürger/innen auf den Weg bekommt…

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