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CelleHeute.TV: “Die Stadt braucht Macher” – Auf ein Wort mit IHK-Chef Michael Wilkens

Celle, Wirtschaft und Fortschritt – Begriffe, die auf dem ersten Blick wenig miteinander zu tun haben. Und doch tut sich was, zumindest sei reichlich Potential vorhanden. Das glaubt jedenfalls Michael Wilkens, seit gut einem halben Jahr Leiter der Celler Industrie- und Handelskammer. Obwohl die Stadt immer wieder gute Ideen zerredet oder mit bald flächendeckenden Tempo 30 – Zonen im wahrsten Wortsinn ausbremst, gibt der studierte Stadtplaner die Hoffnung nicht auf. Auf ein Wort mit Michael Wilkens.

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Kommentare (2)

  • ggkiessel

    Ein Kompliment an Herr Wilkens, wie schnell und präzise er die Situation in Celle analysiert hat. Vor allem hat er die Hilfsloigkeit der Politik und der Verwaltung erkannt, die Herausforderungen, die sich Celle stellen muss, zu lösen und dass in vielen Bereichen auch “zu kurz gesprungen” wird. Dass Celle auch viele Potentiale hat, die nicht genutzt werden, mit denen u.a. nachlässig umgegangen wird.
    Die einzelen Themen wie z.B. Allerinsel, Innenstadt, Rathsmühle, Nordwall können nicht für sich alleine gelöst werden. Sie sind alle so miteinander verbunden, dass es nur eine Gesamtlösung geben kann. Eine Gesamtlösung wird auch wirtschaftlicher sein. Das Gleiche gilt für das Thema Energie. Der übergeordnete Begriff könnte sein “Celle als innovativer Standort für erneuerbare Energien”.
    Die Chance für Celle, Celle entwickelt sich zu einem Innovationsstandort in Bezug auf erneuerbare Energien. Das bedeutet, dass Geothermie und weitere erneuerbare Energien, nicht nur in Celle und seiner Umgebung angewandt werden, sondern dass die gesamte Technologie, sprich die gesamte Wertschöpfungskette in Celle entwickelt und weltweit exportiert wird. Das hat zur Folge, dass Unternehmen – Produzenten, Zulieferer und Investoren in den Standort Celle investieren. Celle muss gar nicht selbst investieren, sondern nur eine entsprechende Infrastruktur zur Verfügung stellen. Celle entwickelt sich dadurch zu einem zukunftsorientierten Wirtschaftsstandort, der in der Lage ist, attraktive Arbeitsplätze zu entwickeln und zur Verfügung zu stellen. Kaufkraft entsteht. Um dem Anspruch gerecht zu werden, muss eng mit Universitäten und Forschungseinrichtungen zusammengearbeitet werden. Daraus ergibt sich die Chance, weil sich vor allem auch die notwendige kritische Masse entwickelt, hochwertige Studien-, Aus- und Weiterbildungsplätze in Celle zur Verfügung zu stellen. In Zusammenarbeit mit einer Universität oder Fachhochschule einen “Bildungstandort Energie” in Celle aufzubauen
    Durch die attraktiven Arbeits- und Bildungsplätze und dazu noch einer attraktiven Altstadt zieht Celle “junge Menschen” an.
    Das heisst, man muss lokal wie überregional in Netzwerken zusammenarbeiten. Viele Netzwerke sind aber daran gescheitert, dass die Form der Zusammenarbeit nicht geklärt und abgestimmt war.
    Celle braucht eine Persönlichkeit, die in der Lage ist, diesen Netzwerkgedanken parteiübergreifend, strategisch wie praktisch, in die die Praxis umzusetzen. Eine Persönlichkeit, die für Celle eine Vision hat und sich auch mit Celle identifiziert. Diese Persönlichkeit sehe ich weder in der politischen Landschaft noch in der Verwaltung.
    Herrn Wikens würde ich diese Rolle zutrauen. Vielleicht können sich die politischen Parteien bei der nächsten OB-Wahl auf ihn, als gemeinsamen Kandidaten einigen.
    So wie ich es für mich wahrnehme ist OB-Mende mental in Celle noch nicht angekommen und sieht sich vermutlich schon in Hannover.
    Celle und seine Bürger hätten einen OB wie Michael Wilkens verdient.

    Gerd-Georg Kießel, Celle

  • ggkiessel

    Als Ergänzung zu den Aussagen von Herrn Wilkens und meinem Kommentar, ein Artikel, den ich von einem Freund zugeschickt bekam.

    Wirtschaftsstandorte: Magdeburg und Oldenburg machen die größten Fortschritte

    Magdeburg und Oldenburg sind nach dem neuesten Städtevergleich der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und der “Wirtschaftswoche” die Standorte mit der größten Wirtschaftsdynamik in den vergangenen fünf Jahren. Gemessen wurde, wie stark sich diverse sozioökonomische Indikatoren zwischen 2006 und 2011 verbessert haben. So ist in Magdeburg die Arbeitslosenquote in diesem Zeitraum um 7,2 Prozentpunkte gesunken und die Einkommenssteuerkraft um 41,8 % gestiegen. Gründe hierfür sind der Maschinenbau und der Ausbau der Neurowissenschaften. In Oldenburg wuchs die Zahl der Arbeitsplätze um 16,2 %, wozu die Ausrichtung der Stadt als Kompetenzzentrum für Erneuerbare Energien beitrug. Absolut betrachtet ist aber weiterhin München die Stadt mit dem höchsten Wohlstand und der besten Arbeitsmarktlage in Deutschland, mit einigem Abstand gefolgt von Stuttgart und Münster.

    Warum ist in Celle die Politik nicht in der Lage in diesen Dimensionen zu denken.
    Obwohl die zukunftsträchtigen Potentiale vorhanden sind, ist niemand in der Lage, die notwendigen Visionen und Voraussetzungen für eine solche Entwicklung zu schaffen. Man verzettelt sich lieber in kleinlichen Scharmützeln, zeredet alles, streicht hilflos am Haushalt herum,, anstatt ihn unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten dynamisch zu gestalten und entwickeln.
    Es fehlt an klarer Führung
    Es fehlt vor allem das Gesamtkonzept.
    Gerd-Georg Kießel, Celle

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