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CelleHeutePODCAST – Abi-”Trauer”umzug ohne Zwischenfälle – Große Bildergalerie

„Die Schülerinnen und Schüler haben sich an die Abmachungen gehalten und keinen Stopp auf dem Großen Plan eingelegt und damit auch Vertrauen gerechtfertigt”, so Stadtrat Stephan Kassels Fazit zum heutigen Abi-Umzug – der eher ein in drei Teile zerissener “Durchzug” war. Verwaltung und Politik haben im Vorfeld trotz Kritik der Schüler mit Unterstützung aus breiten Teilen der Bevölkerung und vielen Gesprächen ihren Willen durchgesetzt: Aus Sicherheitsgründen, wie es heißt, ist der Abiumzug nicht mehr das, was er mal war.

Wird die Jugend aus Celle vertrieben?

Auf den Wagen selbst schien die Stimmung ungebrochen. Mit Transparenten brachten die Schüler allerdings ihr Unverständnis über diese umstrittene Entscheidung zum Ausdruck. Auch vor unserem Mikrofon gab es niemanden, der für die Entscheidung der Stadt Verständnis zeigte (siehe unten). Das wurde auch in vielen Diskussionen z.B. auf unserer Facebook-Seite deutlich. Kassel selbst ist anderer Ansicht:

“Die Schülerinnen und Schüler haben zwar im Vorfeld bedauert, dass sie keinen Party-Halt auf halber Strecke einlegen können, letztlich haben die Organisatoren aber doch unsere Bedenken verstanden. Wir mussten abwägen zwischen maximalem Feier-Spaß und einem Höchstmaß an Sicherheit. Unsere Entscheidung fiel zugunsten der Sicherheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Diese konnten in Folge leider nicht, wie in den Vorjahren, mit ihren Angehörigen auf dem Großen Plan feiern.

Einen Wermutstropfen gab es allerdings gleich zu Beginn: Eine Zugmaschine musste vor Fahrtantritt aus dem Verkehr gezogen werden, da der entsprechende Versicherungsschutz fehlte. Abiturienten wurden auf die anderen Gefährte aufgeteilt.”

Die Sicherheitsbedenken halten sämtliche von uns Befragten für vorgeschoben. Schon im vergangenen Jahr war der Umzug auf der Kippe, weil “jemand unter den Trecker geraten könnte”. Trotz des Doppeljahrganges waren die offiziellen Stellen voll des Lobes – mit den für Feste in diesen Dimensionen üblichen Randerscheinungen. Dass tatsächlich ein Mädchen “beinahe unter einen Trecker gekommen sein soll”, erfahren die Medien erst vor wenigen Monaten. “Da ist doch was faul”, so eine erboste Mutter, die in Celle selbst Abi gemacht hat. “Seit Jahr und Tag steigen Abiturienten auf den Trecker und zurück – wo ist das Problem?” Würden die Sicherheitsbedenken der tatsächliche Grund sein, müssten konsequenterweise auch Feste wie Public Viewing und erst recht der Schützenumzug verboten werden – so der einhellige Tenor, aber “Celle und Jugend – das passe einfach nicht zusammen.”

Immerhin, auf dem Schützenplatz feierten die meisten, darunter natürlich viele Nicht-Abiturienten, ausgelassen bis in den Abend. Man muss kein Pessimist sein um zu ahnen, dass es wohl auch nur eine Frage der Zeit ist, bis auch das aus “Lärmschutzgründen” untersagt wird – siehe das Jahr um Jahr reduzierte Schützenfest.

CelleHeute PODCAST (bitte auf die rote “PLAY”-Taste drücken
Umfrage unter Schülern und Eltern:

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Interview Stadtrat Kassel:

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Peter Fehlhaber

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