Auch “Hallo Niedersachsen” berichtet: Feuerwehr Großeinsatz – 60 Personen evakuiert
Sonntag Nacht um 02:31 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Celle – Hauptwache zu einem Feuer in die Dörnbergstraße alarmiert, Menschen waren in Gefahr. In einem Mehrfamilienhaus mit fünf Stockwerken und ca. 50-70 Bewohnern kam es zu einem Kellerbrand. Genaueres war zunächst nicht bekannt. Anwohner vermuten Brandstiftung. Vor wenigen Tagen brannten Container und ein Haus in der Nachbarschaft (CelleHeute berichtete).
Die Bilder von CelleHeute.TV sehen Sie auch bei “Hallo Niedersachsen” auf N3 (Mediathek. http://www.ndr.de/flash/mediathek/mediathek.html?broadcastid=30)
Die Lage beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war vollkommen unübersichtlich. Das gesamte Gebäude inklusive Haupttreppenhaus war komplett verqualmt. Aus mehreren Fenstern drang dichter Qualm. Genaue Lage, Ausdehnung und Art des Brandherdes war unbekannt. Außerdem war nicht bekannt, ob es Verletzte gibt. Durch den Einsatzleiter wurden sofort mehrere Alarmstufenerhöhungen veranlasst. Im Verlauf des Einsatzes wurde Vollalarm für die Celler Hauptwache inklusive der Außenwachen Vorwerk und Neustadt-Heese gegeben sowie Sirenenalarm ausgelöst. Zusätzlich wurden die Freiwilligen Feuerwehren Celle-Altenhagen und Celle-Altencelle alarmiert.
Der Einsatzleiter veranlasste weiterhin sofort die Evakuierung des Mehrfamilienhauses. Mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz kontrollierten und evakuierten die Stockwerke. Insgesamt mussten ca. 50 Personen das Gebäude verlassen. Zu den Evakuierten gehörten mehrere Kinder und ältere Personen. Auch mehrere Hunde konnte die Feuerwehr retten. Mindestens eine Wohnung musste aufgebrochen werden, hier befand sich zum Glück keine Person. Der Rettungsdienst richtete an der Einsatzstelle eine Betreuungsstelle ein. Durch die Kräfte des DRK wurde ein Schnelleinsatzzelt aufgebaut. Die evakuierten Personen wurden mit Kalt- und Warmgetränken sowie Süßigkeiten versorgt. Außerdem stellte das DRK Decken zur Verfügung.
Mehrere Trupps gingen derweil unter schwerem Atemschutz in das Gebäude vor. Der Zugang erfolgte durch den Haupteingang, die Tiefgarage und einen Nebeneingang. Der Brandherd konnte schließlich im Keller lokalisiert werden. Hier standen den Bewohnern kleine Kellerräume zur Verfügung die mit Holzwänden voneinander getrennt waren. Der Brand hatte sich hier bereits stark ausgedehnt. Die genaue Ausdehnung des Brandes war zunächst unbekannt. Dank Wärmebildkameras konnte eine gezielte Brandbekämpfung vorgenommen werden. Hierbei kamen mehrere C-Rohre und Atemschutzgerätetrupps zum Einsatz. Im späteren Verlauf wurde der Keller teilweise ausgeräumt und der Brandschutt im Freien abgelöscht. Gegen 5.15 Uhr konnte „Feuer aus“ gemeldet werden
Während des gesamten Einsatzes erfolgte eine intensive Belüftung und Entrauchung insbesondere des Wohnbereiches. Hierbei kamen mehrere Drucklüfter zum Einsatz. Das Deutsche Rote Kreuz stellte während des Einsatzes die Versorgung der Einsatzkräfte mit Kalt- und Warmgetränken sowie Essen sicher.
Die Feuerwehr war mit 20 Fahrzeugen und 90 Einsatzkräften vor Ort, der Rettungsdienst mit sieben Fahrzeugen und 25 Einsatzkräfte, dazu Polizei und Energieversorger. Die Brandursache und Schadenshöhe ist noch nicht bekannt.
Text: Florian Persuhn/Peter Fehlhaber
Fotos: Florian Persuhn
Weitere Fotos auch unter www.feuerwehr.persuhn.de und www.ffw-altenhagen.de
Über den Autor
Verwandte Artikel
Schreibe einen neuen Kommentar
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.





