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Celler Radsportler in heißer Vorbereitung auf weltgrößtes Amateur-Radrennen in Schweden

Nach langem Hoffen seit letztem Herbst sind doch noch zeitgerecht die begehrten Startplätze zur Vätternrundan in Schweden (Vätternseerundfahrt) beim MTV Müden und SV Altencelle eingegangen. Insgesamt rechnet der Veranstalter des größten Amateurrennens der Welt mit 23.000 Teilnehmern aus 35 Nationen.

v.links: Jürgen Thuß. Heinz Siekmann, Ulli Clasing, Hans-Joachim Strehlau, Benjamin Thuß, Rüdiger Heinrich, Detlef Zimmermann. Es fehlt Kay Heinrich

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Jürgen Thuß. Heinz Siekmann, Ulli Clasing, Hans-Joachim Strehlau, Benjamin Thuß, Rüdiger Heinrich, Detlef Zimmermann. Es fehlt Kay Heinrich

v.links: Rosi Klug, Andreas Ull, Thomas Springwald, Ralf Müller und Friederike Koch

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Rosi Klug, Andreas Ull, Thomas Springwald, Ralf Müller und Friederike Koch

Mit Friederike Koch, Rosi Klug, Ralf Müller, Thomas Springwald und Andreas Ull nutzen fünf Radsportler aus der jungen Fitness- und Ausdauersparte des MTV Müden seit März jede Gelegenheit um sich auf die 301km lange Radrundfahrt um den zweitgrößten See Schwedens vorzubereiten. Ebenfalls dabei sind mit Jürgen Thuß. Heinz Siekmann, Ulli Clasing, Hans-Joachim Strehlau, Benjamin Thuß, Rüdiger Heinrich, Detlef Zimmermann und Kay Heinrich auch acht Starter aus der Triathlonabteilung des SV Altencelle, die dieses fast 50 Jahre alte Kultrennen angehen wollen. Die Altenceller hatten schon im April im Trainingslager auf Mallorca über 700 Kilometer „abgerissen“.

Einige Müdener und auch Altenceller sind „Wiederholungstäter“, das heißt sie sind dieses Rennen schon zwei oder dreimal gefahren und haben entsprechende Langstreckenerfahrung. Das liegt allerdings schon ein paar Jahre zurück. Ob sie an alte Zeiten anknüpfen können, hängt von vielen Faktoren ab. Mehr als 300 Kilometer am Stück zu fahren und nebenbei noch 1500 Höhenmeter überwinden zu müssen ist kein „Pappenstiel“ und erfordert enorme körperliche und mentale Fitness. „Kälte, Dauerregen, Pannen oder Stürze. Man muss auf alles vorbereitet sein und damit umgehen können“, sagt Hans-Joachim Strehlau, der als mehrfacher Ironman-Finisher wohl die größte Langstreckenerfahrung mitbringt.

Hierzu ist es nicht nur wichtig die Fitness und Ausdauer zu trainieren, auch das lange Sitzen auf dem Hightech-Sattel will geübt sein, wie einst beim legendären Pfahlsitzen, weiß Andreas Ull, Müdens Leichtathletik- und Marathontrainer, denn mit 11 bis 14 Stunden Fahr- bzw. Sitzzeit ist zu rechnen. Das Event startet am 14.Juni in der beschaulichen Stadt Motala, etwa 200km vor Stockholm. Die Startzeit der Müdener ist voraussichtlich gegen 22:26 Uhr, und dann geht es in mittelgroßen Radgruppen durch die nächtlichen aber zu der Jahreszeit nicht wirklich dunklen Straßen rund um den See. Beleuchtungseinrichtungen sind im Halbdunkeln der Mittsommernacht dennoch vorgeschrieben, um sich die vielen anderen Mitfahrer im Peloton der insgesamt über 23000 Starter vom Leib zu halten. Die Altenceller starten in den frühen Morgenstunden gegen 2:26 Uhr. Alle 40 bis 50 Kilometer dann eine kleine Erfrischung bzw. Stärkung und dann geht’s weiter, erst in den neuen Tag, dann in die Morgenstunden und dann in den Vormittag hinein. Schlafen, nicht eingeplant. Kurz nach Mittag dann die hoffentlich unfall- und verletzungsfreie Zieleinfahrt durch die jubelnden Menschenmengen.

„Schon meine Oma pflegte bei solchen Vorhaben immer zu sagen: „Dat givt kein schlimmer Leid, as wat de Mensch sick süms andeit“. Insofern gab es wohl immer schon Menschen die sich besonderen Herausforderungen stellten, ohne zu wissen, wie es ausgeht. Aber natürlich sind wir optimistisch, dass alles gut geht und alle wohlbehalten das Ziel erreichen“, so Rüdiger Heinrich.

 

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