Mit einer kleinen Delegation bestehend aus Ratsfrau Juliane Schrader, Ludmilla Henning vom OECN, der ersten Stadträtin Dr. Susanne Schmitt und Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende nahm die Stadt Celle auf Einladung an der 425-Jahrfeier zum Bestehen der Stadt Tjumen teil. Neben den Festlichkeiten, die mit einer Bootstour und einem nächtlichen Feuerwerkswettbewerb endeten, führte die Delegation eine Reihe von Gesprächen.
OB Mende war zum ersten Mal in der östlichsten Partnerstadt Celles und zeigte sich beeindruckt von der rasanten Entwicklung der sibirischen Erdöl- und Erdgas-Hauptstadt. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Einwohner von 500.000 auf 600.000 angestiegen, was eine große Herausforderung für die dortige Verwaltung darstellt.
Perspektiven für eine noch engere Zusammenarbeit zwischen den Partnerstädten gibt es insbesondere auf wirtschaftlichem Gebiet. Auch in Tjumen besteht erhebliches Interesse an den hier entwickelten Produkten. Derzeit werden Gespräche mit einem der ganz großen in Celle ansässigen Bohrunternehmen zu deren Ansiedlungsplänen in Tjumen geführt. Mende freute sich, dass das Thema Geothermie in den Gesprächen auf großes Interesse stieß.
„Wir gehen davon aus, dass bereits zum Geothermiekongress am 12. September eine Delegation nach Celle kommen wird”.
Dies unterstreiche, so Mende, dass die wirtschaftlichen Aspekte der Reise hohe Priorität hatten.
Neben einem Besuch im Rathaus, wo die Delegation vom Vorsitzenden der Stadt-Duma, Sergej Medwedew, empfangen wurde, stand der Besuch des mit Celler Mitteln geförderten Kulturzentrums auf dem Programm. Dort traf man den Leiter der Russisch-Deutschen-Gesellschaft, Artur Christel.
Der Besuch im Haus der Freundschaft machte deutlich, dass das Gebäude nicht wie ursprünglich angedacht ausschließlich vom deutsch-russischen Kulturzentrum genutzt werden kann. Die räumliche Situation ist nicht zufriedenstellend und OB Mende versprach, sich gemeinsam mit seinem Amtskollegen Alexander Moor für eine Verbesserung einzusetzen. “Dies ist angesichts der damals für die Restaurierung aufgebrachten finanziellen Mittel ein berechtigtes Anliegen der Stadt Celle “, sagte Mende.
“Insgesamt war es eine spannende Reise, die deutlich macht, dass die Partnerschaft richtig ist und noch immer lebt. Bereits in drei Jahren werden wir das 20-jährige Bestehen feiern. Bis dahin würde ich mich freuen, wenn über die offiziellen Kontakte hinaus die individuellen Begegnungen von Mensch zu Mensch noch deutlicher und stärker zunehmen würden.”

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