Der Verein – ein männliches Privileg! Museums-Melange gibt Einblicke in das Vereinsleben des 19. Jahrhunderts.

alte-liedertafel-schirmmutze-1Am Donnerstag, dem 5. August, um 15.30 Uhr findet wieder eine Museums-Melange im Bomann-Museum statt. Juliane Schikade M.A. entführt die Besucher in das 19. Jahrhundert und wird am Beispiel des Gesangvereins „Alte Liedertafel“ das Vereinsleben darstellen und so neue Blickwinkel auf die Celler Stadtgeschichte ermöglichen.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts dienten die Vereine dem Bürgertum als Ort des Austausches, der durchaus nur bestimmten Kreisen vorbehalten war. Hier sprach man über Politik, Kultur und Geschäftsbelange, denn nicht allein die Ausübung einer Tätigkeit, wie Sport oder Musik, war Zweck der Organisationsgründung. Alle Vereine verband der Sinn der gemütlichen Geselligkeit unter Männern. Die ersten Damenvereine waren, entsprechend der gesellschaftlichen Stellung der Frau, daher vom Wohlwollen des Mannes abhängig.

Die Geselligkeit des öffentlichen bürgerlichen Lebens im 19. Jahrhundert wurde zu einem großen Teil durch den Verein getragen. Die Alte Liedertafel reiste z.B. zu Sängerfesten, die in verschiedenen Städten veranstaltet wurden und organisierte in Celle 1883 und 1905 selbst ein solches Treffen. Welche Bedeutung und Wertschätzung diese Festlichkeiten im Bewusstsein der Celler Bevölkerung hatten, zeigt dass Celle 1883 anlässlich des Sängerfestes das erste Mal elektrisches Licht erlebte.

Ob es Parallelen zum heutigen Vereinsleben gibt – darüber können die Gäste in geselliger Runde bei Kaffee und Kuchen anschließend an die Führung diskutieren.

Die Veranstaltung inklusive Kaffee und Kuchen kostet 6,50 Euro.

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt, es wird eine Anmeldung unter der Telefonnummer  05141 – 12544 empfohlen.


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