Du bist hier: Home » Bildung & Gesellschaft » Die UNABHÄNGIGEN: “Abzug der Briten bietet neue Chancen”

Die UNABHÄNGIGEN: “Abzug der Briten bietet neue Chancen”

“Der Abzug der britischen Truppen Mitte 2012 (CelleHeute.de berichtete) steht in einer Reihe von Herausforderungen die symbolisch sind für die Veränderung Celles. Nicht unerwartet, aber überraschend schnell wird die Stadt mit einer neuen Situation konfrontiert”, so Urs Müller von der Fraktion “Die Unabhängigen – Bürger für Celle”. Die weitere Stellungnahme der Fraktion ungekürzt und unkommentiert:

Zunächst bedeutet der Abzug der englischen Truppen einen Verlust von Wirtschaftskraft. Die ca. 600 stationierten Soldaten, ihre Familien und der Standort stellen einen erheblichen lokalen Wirtschaftsfaktor da. Eine schnelle Kompensation wäre für Celle erfreulich.

Das Grundstück mit Gebäuden und Infrastruktur ist speziell auf militärische Nutzung ausgelegt. Dies macht eine Nachnutzung nicht leichter, wobei Celle aber nicht als einzige Stadt vor der Herausforderung steht. So bedauerlich der Abzug ist, er bietet
auch Chancen für Gestaltung.

Die UNABHÄNGIGEN stehen für eine offene, ehrliche Politik. Die Grundlage für anstehende Entscheidungen sollte aus einem Wettbewerb von Ideen und Konzepten resultieren. Die UNABHÄNGIGEN werden sich für ein Gremium einsetzen, dass eine
ganzheitliche und nachhaltige Entscheidungsfindung ermöglicht. Hier werden Rat, Verwaltung und Bürger aber auch Wirtschaft und Investoren den Raum haben sich einzubringen.

Die Entscheidung des Abzuges selbst ist natürlich bedauernswert. Dies zumal sich in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg die zunächst als Besatzer empfundenen britischen Soldaten in Laufe der Jahre zu echten Freunden entwickelt haben, die sich am gemeinsamen Leben in dieser Stadt tatkräftig mit beteiligt haben. Die Zuneigung zueinander ist soweit gegangen, dass die Briten spezielle Previlegien erhielten.

Nachhaltig wird für uns alle auch die Städtepartnerschaft mit Tavistock sein. Die großen geschichtlichen Beziehungen zu England aus der Vergangenheit finden so auf anderer Ebene dennoch ihre Fortsetzung. Hier handelt es sich um ein lebendiges Zeichen für praktizierte Völkerverständigung, wie es sich die führenden Politiker der Nachkriegszeit gewünscht haben.

Uns bleibt die Erinnerung an gute Freunde, schöne gemeinsame Zeiten und die Hoffnung, dass Celle sich bei den Briten ebenso verankert, wie es umgekehrt der Fall ist. Die Beziehungen müssen jetzt auf andere Weise gepflegt werden. Hier ist die Kreativität der Bevölkerung und der Verwaltung gefragt.

Print Friendly

Über den Autor

Wir berichten direkt vom Ort des Geschehens. Seien Sie schneller, besser und unzensiert informiert über Celle und die Region.

Anzahl der Artikel : 16458

Kommentare (2)

  • na und

    Eine Lösung die die Stadt Celle finanzieren muss, wird nicht funktionieren, die Kassen von Celle sind mehr oder weniger leer. Auch eine singuläre Lösung, wie z.B. nur Universität wird auch nicht funktionieren.
    Ein ganzheitliches Konzept hat aber Chancen verwirklicht zu werden. Das Schlüsselthema könnte hier Energie sein. Interessant wäre in Celle ein Zentrum für erneuerbare Energien zu installieren. In Zusammenarbeit von Wirtschaft, Universitäten, Entwicklungs- und Forschungszentren, etc. kann ein ganzheitliches Konzept entwickelt werden, wie Wertschöpfung hier in Celle entstehen kann, die weltweit zur Verfügung gestellt wird. Das heisst Firmen, Entwicklungs- und Forschungszentren, die weltweit führend sind, werden sich in Celle ansiedeln, attraktive Arbeitsplätze entstehen. Gleichzeit kann eine Universität oder Fachhochschule gegründet werden, die weltweit führend ist. Ein ganzheitliches Bildungskonzept zwischen Schule, Wirtschaft und Universität kann installiert werden. Und so weiter, und so weiter. So ein Konzept könnte funktionieren, weil es aus unterschiedlichsten Quellen finanziert werden kann. Dies setzt aber voraus, dass die Celler Politik aus ihrer kleinkarierten Denke herauskommt und endlich bereit ist in anderen Dimensionen zu denken und zu handeln. Vor allem muss sie bereit sein einem offenen Dialog mit den Bürgern zu stellen. Zünden wir eine Kerze an, dass es gunktioniert.

  • Manfred

    >> “….Vor allem muss sie bereit sein einem offenen Dialog mit den Bürgern zu stellen. Zünden wir eine Kerze an, dass es funktioniert.” << schreibt, bzw. sagt na und

    Am Samstag, 25.06.2011, ist doch Tag der offenen Türe im Rathaus…
    Da können die neuen Verwertungsideen für die Kaserne ja eingesammelt werden.
    Von Enkel bis Opa ( = Kleinkind bis 100 jährige ) werden wohl kommen.
    Vielleicht stellt ja der OB eine neue Stadtwette dafür vor,

    wünscht sich Manfred Leibrecht

Schreibe einen neuen Kommentar

Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.

© 2013 fehlhaber.medien. Alle Rechte vorbehalten.

Scrolle zum Anfang