Erschwerter Alltag für Rollstuhlfahrer: Problematische Terassentüren

“Die Industrie kann derzeit offensichtlich noch keine Terrassentüren liefern, die ohne Schwelle auskommen”, erfuhren Karl Finke, der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen und die Mitglieder des Landesbehindertenbeirats (LBBR) in ihrer Tagung am 16.2.2012.

Als Referentin war die Architektin und baufachliche Expertin Dipl. Ing. Trabandt aus Dresden eingeladen. Sie trug die mit der neuen DIN 18040 einhergehenden Änderungen zur Barrierefreiheit im Baubereich vor. „Leider gibt es noch keine einheitliche Beschreibung zur Barrierefreiheit im baufachlichen Sinn, und es bedarf daneben einer intensiven Schulung von Planern und Entscheidern, also Architekten und Baubehörden“, stellte der Landesbeauftragte Finke fest.

Was Stellungnahmen von Verbänden und deren Fachleuten im Rahmen einer Verbandsanhörung vor Gesetzesverabschiedung bewirken können, erfuhren die LBBR-Mitglieder in einem Zwischenbericht des niedersächsischem Kultusministerium zum Stand des Inklusionsgesetzes. Es sind demnach offensichtlich etliche Änderungen, bewirkt durch Stellungnahmen von Verbandsmitgliedern, zu erwarten.

Daraufhin entschieden sich die LBBR-Mitglieder spontan zu einer Sondersitzung, um noch rechtzeitig eine gemeinsame Stellungnahme zum Entwurf des niedersächsischen Aktionsplans zur UN-Behindertenrechtskonvention zu erarbeiten.

„Es geht hier um das Wohl der behinderten Menschen. Die Barriere ‚Zeitfaktor’ blenden wir hier als eigenen Beitrag aus und setzen ein gemeinsames Zeichen des guten Willens“, sagte Finke in Übereinstimmung mit den LBBR-Mitgliedern.

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