“Erst checken – dann Gas geben!” – Minister Bode prüft bei Dekra in Celle
Der DEKRA SafetyCheck für junge Autofahrer geht 2011 in eine neue Runde. Seit dem 9. Mai bis 25. Juni sind alle jungen Autofahrer/innen zu einem kostenlosen Sicherheitscheck ihrer Fahrzeuge an allen Prüfstationen der DEKRA Automobil im Gebiet Niedersachsen und in den teilnehmenden Betrieben der Kfz-Innungen in Niedersachsen eingeladen. Am Nachmittag gab Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode als Schirmherr der Aktion im Autohaus Dürkop Celle (ehemals Maussner) den Startschuss für Niedersachsen und prüfte gleich selbst den Opel Corsa von Henner Thiele.
Sie sind jung und risikobereit, sie haben wenig Erfahrung und schätzen Gefahren oft falsch ein: Junge Autofahrer im Alter bis 24 Jahren. Diese Zielgruppe nehmen in Niedersachsen jetzt erstmals gemeinsam die Sachverständigenorganisation DEKRA und das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe Niedersachen-Bremen mit der seit Jahren erfolgreichen Aktion SafetyCheck unter dem Motto “Erst checken – dann Gas geben!” ins Visier. Mit dem Check der Fahrzeuge, der in den DEKRA-Niederlassungen im Aktionszeitraum kostenfrei ist, und der Empfehlung einer Reparatur möglicher Schäden in einem Meisterbetrieb der Kfz-Innungen wollen beide Partner ihr Engagement für die Verkehrssicherheit ausbauen.
Der SafetyCheck für Niedersachsen steht unter der Schirmherrschaft von Verkehrsminister Jörg Bode. Unter großem Medieninteresse (RTL drehte für die Sendung “Guten Abend RTL”) untersuchte er am Nachmittag gemeinsam mit DEKRA-Experten den Opel Corsa, Baujahr 1996, von Henner Thiele aus Celle, Baujahr 1992. Licht und Reifen soweit ok, aber ein Bremsbelag sah da schon sehr kritisch aus. Entsprechend dankbar war Thiele über diese kostenlose Möglichkeit des Checks: “Gerade in Vorbereitung auf dem TÜV, der mir im September bevorsteht, ist das eine gute Sache. Jetzt kann ich mich besser darauf vorbereiten. Und dass mein Wagen auch noch vom Minister geprüft wurde, macht die ganze Sache charmant.”
Jörg Bode hat die Schirmherrschaft gern übernommen: “Es ist mir wichtig, dass wir die Zahl der Verkehrstoten reduzieren. Bei Jugendliche haben fast das doppelte Risiko an tödlichen Verkehrsunfällen als ältere Teilnehmer, darum ist es mir wichtig, dass auch das Auto ok ist und Jugendliche dieses kostenlose Angebot annehmen. Jugendlichen fehlt ja die Erfahrung als Fahranfänger – sie kennen noch nicht alle Fahrsituationen bei unterschiedlichen Wetterlagen. Auch das eigene Auto kennt man noch nicht, wenn man z.B. gerade erst den Führerschein gemacht hat. Außerdem, ich erinnere mich selbst daran, hat man nicht das nötige Geld – die Autos sind also in der Regel etwas älter.”
Nico Werner, Geschäftsführer vom Autohaus Dürkop, ergänzt zur Zusammenarbeit: “Wir unterstützen das Projekt, weil wir die Wichtigkeit erkennen. Das ist auch keine Konkurrenz zum TÜV, sondern wir wollen in erster Linie die jungen Leute motivieren und sie in ihrem eigenen Sinne hellhörig auf das Thema Sicherheit und Gesundheit machen.”
Bundesweit ist der SafetyCheck bereits seit dem 9. Mai am Start. Um den jugendlichen Autofahrern zusätzliche Anreize zur Teilnahme zu geben, haben DEKRA und Kfz-Gewerbe attraktive Preise zur Verfügung gestellt. So gibt es zum einen zehn Teilnahmen an einem Rennwochenende der DTM-Serie, zum anderen zehn Gutscheine für Sicherheitstrainings. Servicegutscheine für Wartungs- und Reparaturarbeiten sind ebenso zu gewinnen.
Karl-Heinz Bley, Präsident des Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, rief im Rahmen der Mitgliederversammlung seines Verbandes Anfang Mai in Aurich die Kfz-Meisterbetriebe auf, sich aktiv an der Aktion zu beteiligen. Bley sagte, das langjährige und erfolgreiche Engagement des Kfz-Gewerbes für die Sicherheit auf unseren Straßen, zum Beispiel durch den Licht-Test im Oktober oder die saisonalen Informationskampagnen, werde jetzt mit der neuen Zielgruppe “sinnvoll und effizient ergänzt”. Die Kfz-Meisterbetriebe sollten im direkten Kontakt mit den DEKRA-Niederlassungen die Aktion vereinbaren und lokale Events starten.
“Ich wünsche mir, dass der SafetyCheck noch bekannter wird und man regelmäßig sein Auto untersuchen lässt. Die geamte Prüfung hat heute nicht länger als eine Viertelstunde gedauert – nur ich habe das Verfahren eher verlangsamt”, scherzt Bode.
Weitere Informationen zu der Verkehrssicherheitsaktion der Sachverständigenorganisation DEKRA gibt es im Internet unter www.dekra-safetycheck.com.
Das Statement von Karl-Heinz Bley im Original-Wortlaut:
Statement Bley_08.06.2011
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Kommentare (3)
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Manfred
DEKRA SafetyCheck für junge Autofahrer……
finde ich klasse, dass so etwas gemacht wird.
Wünschte mir so einen DEKRA SafetyCheck auch für junge Fahrradfahrer, mit 2-jähriger TÜV-Plakette am Fahrrad.
Auch mit Fahrrad-Nummernschild, damit sichergestellt wäre, es ist eine Haftpflichtversicherung für das Fahrrad vorhanden.
In der Schweiz ist das seit Jahren Pflicht.
Kann mir gut vorstellen, dass es hilft durch TÜV- geprüfte Fahrräder, Schadensfälle zu reduzieren & die Schadensverursacher besser zur Rechenschaft ziehen zu können….
Fahrradnummernschilder würden auch helfen, für Fußgänger- oder Verkehr behindernde abgestellte Fahrräder die Fahrradbesitzer ausfindig zu machen,
meint Manfred Leibrecht
Hofnarr2011
Aha, Herr Leibrecht,
eine Plakette für Fahrräder und eine zusätzliche Haftpflicht gleich noch obendrauf (?)
Bislang habe ich Sie etwas anders eingeschätzt…(oder ist es nur ein Scherz ?)
Wenn ja, dann habe ich gleich ein paar weitere Ideen:
-TÜV-Plakette für Politiker, weil die meistens nur Müll produzieren und den Steuerzahler schwer belasten
-TÜV-Plakette für Menschen, die umweltbelastende Winde (menschlische Abgase) ausstoßen
-und so weiter…
Wenn Sie es allerdings Ernst meinen, dann wollen Sie die Fahrradfahrer demnächst wohl auf den Schützenplatz verbannen, damit die Autofahrer die Fußgängerzonen und die City noch besser einnehmen können, was ?
Aber Sie haben natürlich auch Recht, dass es einige Fahrrad-Raudis gibt und die sollte man für ihre Verstöße zur Rechenschaft ziehen…
Manfred
Hallo Herr Hofnarr2011,
die meisten Menschen in Deutschland haben eine Privathaftpflichtversicherung.
Brauchen diese also nicht zusätzlich abschließen, sondern nur zum Erhalt eines Fahrrad-Nummerschildes vorlegen.
Wenn Sie z.B. am Bahnhof die “herrenlosen” Fahrräder herum liegen sehen, also die Gehwege versperren, dann könnte man durch das Kennzeichen den Halter ermitteln.
Die richtig abgestellten Fahrräder blockieren & gefährten ja niemanden.
Die Falschfahrer, davon gibt es leider recht viele, können dann ermittelt werden.
Ich selbst bin schon 2x durch Falschfahrer zum Sturz, vom Fahrradweg auf die Fuhrberger Str. gelandet, in der H a u p t verkehrszeit, gekommen…
Durch das Kennzeichen hätte ich eine größere Chance gehabt den Halter zu ermitteln..
Das ist also kein Scherz, es war aber sehr schmerzhaft & lebensbedrohlich..
für Manfred Leibrecht