„Hier tankt die Zukunft“. Unter diesem Motto geben die Stadtwerke Celle, die Celler Parkbetriebe und die SVO Energie den Startschuss für die erste Celler Ökostromtankstelle im Parkhaus Südwall, einem Gemeinschaftsprojekt der drei Unternehmen.
SVO überreicht EcoCarrier an Celler Oberbürgermeister
Während der Eröffnungsveranstaltung überreichte Dr. Finke einen EcoCarrier, einen elektrischen Kleintransporter, an den Celler Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende. „Eine Vielzahl von Institutionen setzt den EcoCarrier bereits ein. Für uns ist es wichtig, welche Erfahrungen die Stadt Celle mit der Alltagstauglichkeit dieses Fahrzeug im Stadtbereich sammelt“, so Dr. Ullrich Finke während der Übergabe. Rund vier Wochen wird das Elektrofahrzeug auf den Celler Straßen zu sehen sein und bei der Stadt Celle im Grünflächenamt eingesetzt. Das Fahrzeug stammt von der Firma EcoCraft aus Wunstorf und hat eine Nutzlast von 370 Kilogramm. Die Reichweite beträgt 80 Kilometer, die „Betankung“ erfolgt über die normale Steckdose. Die Stromkosten pro 100 Kilometer liegen bei 2,50 Euro. Ein vergleichbarer Dieseltransporter würde Kosten von rund 14 Euro pro 100 Kilometer verursachen.
„Elektromobilität ist für uns keine Modeerscheinung, sondern eine Entwicklung mit großer Zukunftsperspektive. Auch wenn die Technologie noch nicht vollständig ausgereift ist, bietet sie im Hinblick auf Klima- und Umweltschutz langfristig viele positive Aspekte. Unser Ziel ist es aktiv zu dieser Entwicklung beizusteuern. Die jetzige Ökostrom-Tankstelle ist ein erster Beitrag dazu“, so Dr. Ullrich Finke, technischer Geschäftsführer der SVO Energie bei der Eröffnungsveranstaltung. In seiner Begrüßung hebt Peter Lührs, Geschäftsführer der Stadtwerke Celle und der Celler Parkbetriebe hervor: „Wir sehen Elektromobilität als einen viel versprechenden Weg, Kohlendioxid und die lokale Luftverschmutzung in Städten zu reduzieren. Nur wenn alle Beteiligten erfolgreich miteinander kooperieren, kann sich das Elektromobil als innovatives Stadtauto bei der Bevölkerung etablieren“.
Im Beisein von Vertretern aus Politik wurde besonders auf die Bedeutung dieser Zukunftsinvestition eingegangen. Die Bundesregierung will Deutschland international zum Leitmarkt für Elektromobilität machen. Bereits 2020 sollen rund eine Million Elektro- und Hybridfahrzeuge auf den Straßen fahren. Hintergrund: der Elektromobilität wird eine entscheidende Rolle im Klima- und Umweltschutz zugestanden. Denn Elektrofahrzeuge haben einen deutlich geringeren Ausstoß an CO2 und wenn sie mit Ökostrom betrieben werden, fallen keinerlei Umweltbelastungen an. Hinzu kommen dieäußerst niedrigen Tankkosten von zwei bis drei Euro pro hundert Kilometer.
Die Verbesserungen, an denen die Autoindustrie momentan verstärkt arbeitet liegen insbesondere in der Batterietechnologie: hier sollen höhere Energiedichten erreicht und die Ladezeit verkürzt werden. Eine Vielzahl von namhaften Herstellern wird ab 2011 mit serienreifen Modellen auf den Markt kommen.
Im Parkhaus Südwall können zwei Elektrofahrzeuge ihre Akkus an einer Zapfsäule gleichzeitig aufladen. Besonders klimafreundlich: Es kommt NaturWatt–Strom, der Ökostrom der SVO, aus der Zapfsäule. Damit entstünden keine Umweltbelastungen. Der besondere Service für die Stromtanker: bis zum 30. September 2010 müssen sie keine Energiekosten zahlen. Die Celler Parkbetriebe stellen ebenfalls für das Auftanken an den beiden Stellplätzen bis zu diesem Termin keine Parkgebühren in Rechnung.


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Beim Lesen dieser Meldung kommt mir – mal wieder – folgender Gedanke:
Die SVO hatte im Jahr 2009 einen Energiemix von x% Atomstrom, y% Kohle etc. und z% Strom aus regenerativen Quellen.
Wird nun für Neukunden des Ökostrom-Tarifs der entsprechende Bedarf an Strom *zusätzlicher* Ökostrom (und dafür weniger Atom- und Kohlestrom) eingekauft oder bleibt der Energiemix weitestgehend stabil und die Bezieher der anderen Tarife erhalten (zumindest rechnerisch) einfach nur einen höheren Anteil an Strom aus fossilen Energieträgen und nuklearer Stromerzeugung? (Leider habe ich auf die Schnelle im Internet keine Informationen dazu gefunden.)
Wäre nämlich letzteres der Fall, könnte man -auch bei dieser neuen Tankstelle- erst dann von einem Umweltnutzen sprechen, wenn der Strombedarf aller Ökostromkunden der SVO den ohnehin im Energiemix der SVO enthaltenen Ökostromanteile überschreitet, oder?
Viele Grüße
Matthias