Erstes “Milchfest” in Celle
Stadtteilmanagement startet neues Gesundheitsprojekt für Schulen auf dem Heese-Platz
Noch sieht es leer aus auf dem Heese-Marktplatz. Doch am 05.06.2012 wird es spannend, dann startet zum ersten Mal das „Heese-Milchfest“. Der Marktplatz soll in einen großen Bauernhof verwandelt werden. Vor Ort werden die Kinder den Weg der Milch und den Alltag von Bauer Hubert erleben. Das „Milchfest“ wird am Vormittag für alle Schulen angeboten.
Ab 14 Uhr sind alle Bürger eingeladen. “Es wird viel Spiel, Spaß und das ein oder andere Wissenswerte für Groß und Klein geben”, verspricht Jessica Manske vom
Stadtteilmanagement Neustadt/Heese, u.a. Trecker-Foto, Milchkannen-Slalom, Holzkuh melken u.v.m.
Ziel des Stationslaufs ist das “Milchbauerabitur” und einen Milchdrink oder Kakao aus der übergroßen Milchkanne zu bekommen.
Die Jugendwerkstatt Café Frau Amboss, die Landfrauen Celle, die Berufsfachschule Sozialassistent Lobetal sowie die Fachschule für Sozialpädagogik Lobetal e.V. stellen die Stationsbetreuer und begleiten die Kids durch die Welt von Bauer Hubert und seiner Kuh Marta. Das Soziale Kaufhaus „Neufundland“ wird einen Kuh-Marta-Souvenirstand aufbauen und den Verkaufserlös für den guten Zweck spenden.
Das Fest wird von der Nds. Landesvereinigung der Milchwitschaft, Großmilchbetrieb Hemme Milch und Großmilchbetrieb Omira für laktosefreie Produkte gesponsert. Das Stadtteilcafé Capito, Café KräuThaer, VSE-Alte Schmiede, das Landvolk sowie die Landfrauen Celle werden das Fest tatkräftig mit Helfern unterstützen.
Veranstaltet wird das Milchfest vom Stadtteilmanagement Neustadt-Heese unter der Leitung von Jessica Manske Tel. 05141-42083
Über den Autor
Verwandte Artikel
Kommentare (2)
Schreibe einen neuen Kommentar
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.


Fienchen
Ob den Besuchern auch beigebracht wird, dass Marta erst einmal 9 Monate lang ein Kälbchen tragen muss, bevor sie Milch gibt. Und dass ihr ihr Kind im Regelfall nach kürzester Zeit schon weggenommen wird, damit Bauer Hubert überhaupt die Milch nehmen kann, die ja eigentlich für Marta-Junior bestimmt ist. Und dass auch Kühe zu ihren Kälbern eine große Bindung haben und leiden, wenn ihnen ihre Kälber weggenommen werden? Und das Marta geschlachtet wird, wenn sie nicht mehr genug Milch liefert um damit Geld verdienen zu können?
So spaßig wie das Fest über die Milchherstellung beschrieben ist, ist die Realität in der Regel nicht. Milchproduktion ist an vielen Stellen mit viel Leid verbunden – sowohl für die Kuh als auch für ihre Kälber. Eine klassische Bauernhof-Idylle, in der es Marta, Frida und wie sie alle heißen gut geht, ist leider eine Ausnahme, denn wenn Bauer Hubert davon leben soll, funktioniert es nun mal leider nicht, wenn er sich Martas Milch mit ihrem Kälbchen teilt. Auch nicht, wenn sie nach dem fünften oder sechsten Kälbchen einfach nicht mehr kann und erschöpft ist, aber dennoch gerne weiter leben möchte. Denn so blockiert sie den Platz für eine leistungsfähigere Kuh.
Milchfest gut und schön. Aber ich würde mir wünschen, dass es realistisch bleibt. Die Milchindustrie ist ein Wirtschaftszweig. Es geht um Geld, nicht um die Tiere. Auch das kann Schülern und anderen Besuchern rübergebracht werden. Eine realistische Darstellung von dem, wie die weiße Füllung ihrer millionenfach produzierten Milchschnitte entsteht.
Darauf, dass für ein Produkt Werbung gemacht wird, welches von circa 15-20 % der Deutschen gar nicht vertragen wird, möchte ich gar nicht weiter eingehen.
Mit freundlichen Grüßen
Kim Andrea Fischer
Oliver Mengershausen
Es ist zum verzweifeln:
Milch soll ich nicht Trinken, weil das Kälbchen leidet.
Fleisch soll ich nicht essen, weil Rind, Schwein und Geflügel leiden.
Fisch soll ich nicht essen weil die Meere leergefischt werden und Aquakultur der Umwelt schadet.
Soja soll ich aber auch nicht essen, weil gentechnisch verändert und weil der Regenwald dafür abgeholzt wird.
Getreide soll’s aber auch nicht sein, wegen Pestizid- und Fungizid-Einsatz.
Wasser darf ich nicht trinken, weil der Grundwasserspiegel sinkt.