Fast täglich gehen Beschwerden bei der Stadt über mangelnde Räumung von Schnee und spiegelglatten Fußwegen oder ausgefallenen Bussen ein. „Das sind Einschränkungen, die ich bedauere, aber die ich im Moment nicht lösen kann“, so Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende im Gespräch mit CelleHeute.
Aus seiner Sicht läge es auch daran, dass Nachbarn nicht der Räumpflicht nachkämen. Das muss nicht aus Faulheit oder Vorsatz sein, sondern viele „seien berufstätig oder im Urlaub und die Begleiterscheinungen sind unschön“, so Mende. „Von einer alleinstehenden Dame mit 80 Jahren kann man nicht erwarten, dass sie drei mal am Tag Schnee schiebt. Ich bitte die Bevölkerung um Verständnis für diesen außergewöhnlichen Winter, wie wir ihn seit Jahrzehnten nicht gehabt haben.“
Aber, Mende sieht hier auch eine Chance, neu über das soziale Engagement nachzudenken: „Wir sind auf das „soziale Networking“ als Gemeinschaft angewiesen. Vielleicht kehrt man auch mal den Weg des Nachbarn oder sogar zugunsten der Stadt. Ich erlebe dieseHilfsbereitschaft und an diesen Menschen orientiere ich mich.“
Was dieser ungewöhnliche Winter und erheblichen Überstunden seiner Mitarbeiter kosten, kann Mende noch nicht abschätzen. „Ich gehe davon aus, dass sie ganz schön ins Konto schlagen“. Schon heute sind allein 2000 Quadratmeter Fußwege wegen der Kälte zerstört. Für eine genaue Analyse lässt die Witterung noch immer keine Möglichkeit.

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sehr geehrter herr mende,
soziales engagement ist sicherlich positiv, doch was nützt es, wenn wir alle uns gegenseitig unterstützen, jedoch keiner weiß, wohin mit den eis bzw. schneemengen?!
lediglich 1x hat die firma martens einen einzigen auftrag von der stadt celle bekommen, die seitenstrassen grob zu räumen. das war´s. lt. fa. martens gäbe es wohl auch keine weiteren aufträge von der stadt celle.
wir legen uns hier immer mehr auf die nase, salz gibt es lt. OBI – Markt – Aussage vorangig erst , wenn lieferbar, nur für die stadt , dann erst würden die händler bedient.
auch wenn jahrelang nicht so ein winter war, wie 2009/2010, so muss jeder kommune für solche eventualitäten gerüstet sein und nicht erwarten, dass die bürger sich plötzlich sozial verhalten sollen. auch die mitarbeiter der stadt celle sind menschen und dort sollte als drahtziehende stelle doch erstmal begonnen werden,oder?
alle hausbesitzer zahlen jahre um jahre die strassengebühren und dementsprechend die reinigung. ich meinerseits werde die strassenreinigungsgebühren anteilig abziehen, die die stadt celle erhebt, da wir alle hier kein engagement sehen.
des weiteren kommt ein neues problem auf alle zu: überschwemmung.
das ist einen artikel in der zeitung wert inkl. unterschriftenlisten. das werden nicht wenige bürger sein.
sollte das widerum von der zeitung boykottiert werden, so hätten wir bürger wieder einmal die bestätigung, dass hier wieder einmal der kopf in den sand gesteckt wird, so wie wir das in einigen anderen fällen kennen.
celle ist leider nicht so sozial, wie sie herr mende es von den bürgern aber erwarten.
mfg
marion meyer