GRÜNE fordern Weiterentwicklung von Kindertagesstätten zu Familienzentren
Die Landtagsgrünen haben die Landesregierung aufgefordert, den Ausbau von Kindertagesstätten zu Familienzentren zu unterstützen.
“Viele Kinder wachsen heute in schwierigen familiären Verhältnissen auf. Eltern, die selbst mit großen sozialen Problemen zu kämpfen haben, sind oftmals mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert”, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Miriam Staudte heute (Donnerstag) in Hannover. Kindertagesstätten sollten deshalb zu Familienzentren weiterentwickelt werden, in denen auch den Eltern Beratungs- und Unterstützungsangebote gemacht werden. “Nirgendwo können die Eltern so unkompliziert erreicht werden wie in der Kita ihrer Kinder”.
Staudte begrüßte, dass viele Kommunen bereits mit der Einrichtung von Familienzentren begonnen hätten. Die Grünen-Politikerin forderte, dass alle Kindertagesstätten, die ein Konzept für die Arbeit als Familienzentrum entwickeln, einen Personalkostenzuschuss aus Landesmitteln für zusätzliche 7,5 Wochenstunden Verfügungszeit pro Kita-Gruppe für die Erzieherinnen und zusätzliche 5 Wochenstunden Leitungszeit für die Kita-Leiterinnen erhalten. Auch das Angebot von Fortbildungen und eine Fachberatung durch das Land müsse gewährleistet werden.
Staudte: “Das Ziel ist, dass mit diesem Angebot insbesondere in sozial benachteiligten Wohnvierteln möglichst viele Kindertagesstätten zu Familienzentren ausgebaut werden”. Die Grünen haben einen entsprechenden Antrag zur Beratung vorgelegt.
Den Antrag zum Thema finden Sie unter:
http://www.fraktion.gruene-niedersachsen.de/cms/default/dok/351/351611.html
GRÜNE: Schulfrieden muss Elternwillen garantieren
Grundlage für innere Reform der Schulen schaffen
Die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ina Korter hat als wichtigste Voraussetzung für einen Schulfrieden in Niedersachsen die Garantie des Elternwillens bezeichnet. “Die Wünsche und Bedürfnisse aller Eltern und ihrer Kinder müssen der Maßstab werden”, sagte die Grünen-Politikerin. Damit könne die Grundlage für die notwendige Weiterentwicklung der Schulen geschaffen werden.
Korter nannte drei Kriterien für einen tragfähigen Kompromiss. Für alle Eltern, die dies wünschten, müsse wohnortnah eine gemeinsame Schule angeboten werden, die auch zum Abitur führe. “Die Hürden für die Errichtung von Gesamtschulen müssen fallen. Auch kleine Gesamtschulen können pädagogisch gute Arbeit leisten. Dafür gibt es genügend Beispiele”, sagte die Grünen-Politikerin. Die gemeinsamen Schulen müssten große Freiräume für die Entwicklung guter pädagogischer Konzepte erhalten. Auch der Zwang zur Fachleistungsdifferenzierung und zum Turbo-Abitur müsse fallen.
Die Inklusion müsse zur Aufgabe für alle Schulen werden, da sich keine Schule und keine Schulform dem Auftrag der UN-Behindertenrechtskonvention entziehen könne.
Schließlich müssten auch die Gymnasien mehr Verantwortung für den Bildungserfolg ihrer Schülerinnen und Schüler übernehmen. Korter: “Auch hier sind pädagogische Konzepte gefordert, die der zunehmenden Heterogenität der Schülerschaft gerecht werden. Nur Gymnasien, die es schaffen, alle ihre Schülerinnen und Schüler mitzunehmen, sind starke Gymnasien”.

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