Grüne und WG bewerten GEDO-Verkehrskonzept unterschiedlich

Quelle: SHP-GutachtenNach SPD und FDP äußeren sich auch die Grünen und die Wählergemeinschaft zum neuen Verkehrskonzept zur geplanten GEDO-Altstadt-Galerie.

Bernd Zobel, Fraktionsvorsitzender der Celler Grünen, erklärt: “Das vorliegende Verkehrsgutachten der SHP Ingenieure zur Altstadtgalerie geht von einer Erzeugung zusätzlicher Verkehre im Bereich der Innenstadt aus. Die zusätzliche Belastung wird mit 3450 Fahrzeugen pro Tag angegeben. Grüne Verkehrs-und Mobilitätspolitik strebt hingegen eine Reduzierung des Verkehrsaufkommens im Bereich der Kern- Innenstadt an. Modernes Stadtleben verträgt sich nicht mehr mit zusätzlichem PKW-Verkehr.”

Nicht akzeptabel sei die zusätzliche Belastung des Südwalls, über den 60% des Zielverkehrs zur Altsstadtgalerie ablaufen soll. „Die Anwohner werden sich über den stark steigendenLKW- und PKW-Verkehr bedanken“, so Zobel. “Auch ist zu fragen, ob die Hehlentorstraße und die Westcellertorstraße, abgesehen von der zusätzlichen Belastung, die Zunahme baulich vertragen.

Auch hinsichtlich des Knotenpunkts Nordwall/Wehlstraße/Bergstraße reiche es nicht aus, „von mindestens ausreichenden Verkehrsqualitäten“ zu sprechen. Die Situation würde sich hier, auch nach Ausbau zum gegenläufigen Nordwallverkehr, verschärfen. Verkehrspolitisch war die ursprüngliche GEDO-Konzeption mit einer Verkehrsspangeaus aus Sicht der Grünen tragfähiger – “Allerdings war sie dem Betreiber wohl zu kostspielig.”, glaubt Zobel. „Hat uns das Betreiberkonzept der Altstadtgalerie bis heute nicht überzeugt, so gilt das auch für das Verkehrskonzept Altstadtgalerie“, so Zobel abschließend.

Die Wählergemeinschaft Celle bewertet das Konzept hingegen positiv. Ihr Vorsitzender Torsten Schoeps erklärt:

“Mit diesem Bebauungsplan ist unsere Innenstadt auf einem guten Weg, auch falls sich die Altstadtgalerie nicht realisieren ließe. Für diesen Fall gibt es nämlich, und das finde ich besonders gut ist, neben dem “Plan A” mit Altstadtgalerie auch einen “Plan B” ohne Altstadtgalerie. Auch bei Nichtrealisierung der Galerie würde dieser Bereich planungsrechtlich fortentwickelt, in dem die Flächen für die Galerie dem ausgewiesenen “Kerngebiet” zugeschlagen werden würde. Denn ein mögliches Scheiteren von Gedo darf keinesfalls Stillstand für die Entwicklung unserer Innenstadt bedeuten – denn Junge Mode, Elektronik und Sport von Anbietern mit Magnetwirkung sowie ein Lebensmittelmarkt müssen unbedingt schnellstmöglichst in die Celler Innenstadt kommen.

CelleHeute berichtete in den vergangenen Tagen ausführlich über das geplante Verkehrskonzept. Neben GEDO haben sich mit Ausnahme der CDU alle Parteien dazu geäußert – Suchworte: “GEDO + Verkehr”.

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2 Kommentare

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  1. ich warte ja auf den Tag an dem die ganzen “offiziellen” Befürworter des Standortes für
    “junge Mode” mal das Klientel für diese Warengruppe zu Worte kommen lassen.
    Gutachten in Auftrag geben läuft ja hier ganz gut, aber habt Ihr mal diese “junge-Mode-Kaufschicht”
    befragt? ich fürchte die meisten kennen auch dieses Schlagwort nur aus Gutachten
    und haben gar keinen Bezug zu der anvisierten Zielgruppe….
    oder will sich die Ratsmehrheit im gesetzen Alter endlich mit “junger Mode” einen jugendlichen
    Anstrich geben…? Das wäre allerdings dann eine echte Chance für Celle, wenn sich
    etabliert das wir Senioren mit trendigen Klamotten das Stadtbild ein wenig auffrischen.

    ich führe seit Wochen fast täglich Gespräche mit dieser vermeintlichen Käuferschicht.
    Meine, zugegebenermassen unrepräsentativen, Erhebungen ergeben allerdings das für die
    Jugend das Pfand eines (noch) einmaligen Stadtbildes, gerade mit einigermassen geringem
    Verkehrsaufkommen, wichtiger ist als noch ein paar Schuh & Klamottenläden mehr in
    einer abstossenden , und wie viele meinen, Celle nicht zu Gesicht stehenden Form eines
    anonymen, austauschbaren , ja beliebigen Centers.

    An der Migration unserer Jugend, meist direkt nach dem Schulabschluss, ist gewiss nicht
    ein fehlender Textilmarkt Schuld, die Tristesse dieser Stadt stelt sich für sie kulturell
    und sozial dar. Dies zu lösen setzt gewiss eine erheblich grössere Geistesleistung voraus
    als einem Bauantrag statt zu geben.
    Aber all die Energie (& all das Geld) was hier für diese vermeintliche Rettung unserer
    schönen Stadt investiert wird geht nun genau für die wirklichen Lösungswege verloren.

  2. philip sagt:

    Wie wärs mit einer Maut?

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