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Hambühren hat einen parteilosen Bürgermeister

Thomas Herbst

Am Ende war dieser Vorsprung für viele Wahlbeobachter überraschend: Thomas Herbst ist neuer Bürgermeister Hambührens. Er setzte sich gegen den von der CDU unterstütztden Dirk Seidler mit 55,1 zu 44,9 Prozent aller abgegeben Stimmen durch.

Zur Wahlurne gingen nach bisherigen Rechnungen 40 Prozent der Bürger. Ein letztes Mal in Niedersachsen zeigte die Stichwahl, dass die Bürger bei einer anderen “Auswahl” differenziert entscheiden und das neue umstrittene Wahlrecht nicht unbedingt dem Bürgerwillen entspricht. Ab der kommenden Kommunalwahl am 11.9.2011 gewinnt derjenige im ersten Durchgang mit den meisten Stimmen. Die konnte Seidler vor 14 Tagen für sich verbuchen (CelleHeute berichtete).

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Kommentare (18)

  • Manfred

    Dann wünsche ich der Gemeinde Hambühren das es ein guter “Herbst” wird,
    nach parteiloser “Sommerpause”….

  • Hofnarr2011

    Oh je, mein bereits vor rund zwei Wochen befürchtetes Szenario (siehe Stichwahl in Winsen/Aller) hat sich nun leider, aber glücklicherweise ein letztes Mal bei Kommunalwahlen, bewahrheitet !

    >>>Ein letztes Mal in Niedersachsen zeigte die Stichwahl, dass die Bürger bei einer anderen “Auswahl” differenziert entscheiden und das neue umstrittene Wahlrecht nicht unbedingt dem Bürgerwillen entspricht. Ab der kommenden Kommunalwahl am 11.9.2011 gewinnt derjenige im ersten Durchgang mit den meisten Stimmen.<<<

    Diesem Satz kann ich allerdings nicht ganz folgen oder will der Autor dieses Textes allen Ernstes so lange wählen lassen, bis es die "richtige" Entscheidung gibt ?

    Fazit:
    im Nachhinein schadete dem parteilosen Kandidaten Dirk Seidler der Stallgeruch zur im Dauer-Abwärtstrend befindlichen CDU und die Stimmungsmache aus der BI-Ostlandstraße !

    Man darf schon jetzt auf die weitere Zusammenarbeit, nun allerdings auf anderer Ebene, zwischen Herrn Herbst und Herrn Seidler gespannt sein …

  • Manfred

    >>>”Zur Wahlurne gingen nach bisherigen Rechnungen 40 Prozent der Bürger…..”<<<

    ist es nicht aberwitzig, das eine solche Wahl bei dieser Wahlbeteiligung überhaupt gültig ist..?

    Zur Überlegung für künftige Wahlen:
    jeder Bürger der seine Stimme abgibt, erhält z.B. 5 €uro.
    Wer nicht wählt muß 5 €uro bezahlen, als Strafgeld für Mißachtung der demogratischen Wahlfreiheit….

    meint Manfred Leibrecht

  • Peter Fehlhaber

    Peter Fehlhaber

    Ist es nicht aberwitzig, welche AusWAHL manche demokratische Systeme ihren Bürgern zumuten? Eine nicht wahrgenommene Wahlpflicht könnte man bestrafen, nicht aber eine Freiheit, die hart erarbeitet wurde. Nicht zu wählen ist ein Recht und ebenso in gewisser Weise eine Wahl. Darüber sollten sich Politiker mehr Gedanken machen als hinterher auf die Nichtwähler zu schimpfen (ich rede dabei nicht von dem geringen Anteil an tatsächlichen Ignoranten – aber auch die muss ein demokratisches System ertragen).

  • Hofnarr2011

    Lieber Herr Leibrecht,

    demokratische Wahlfreiheit bedeutet eben auch nicht zu wählen, weil gegebenenfalls nicht die richtigen Gruppierungen oder Kandidaten vorhanden sind !

    Oder soll man mangels adäquater Auswahl einfach das ”kleinere Übel” wählen ?

    Die schon inflationär genannte Politikverdrossenheit lässt halt grüßen…

  • Manfred

    Hallo Herr Hofnarr,

    dann bleibt halt als Wähler noch die alternative:
    den Wahlzettel abgeben und ungültig zu machen.
    Ob das das Ergebnis beeinflussen würde, bzw. zum nachdenken führt…?
    meint Manfred Leibrecht

  • Hofnarr2011

    Lieber Herr Leibrecht,

    selbst wenn 60% der Wähler ihre Wahlzettel ungültig machen, würden sich die Politiker darauf berufen, ordnungsgemäß gewählt worden zu sein. Auch bei 99,99 % wäre das so, leider…

    Der Wähler ist nur bis zur Wahl wichtig und ”Gold wert”, eben als ”Wahlvieh”.

    Was dann folgt liegt in den Händen gewählter Minderheiten und der Einfluss des Wählers ist gleich NULL.

    Es sei denn, das Wahlvolk sollte irgendwann aufbegehren (Revolution).

  • AOMeyer

    Das Recht nicht zu wählen gilt natürlich auch, und ich sehe auch nicht, dass man daran etwas ändern sollte. Es sind letztlich die Parteien, die an der politischen Willensbildung des Volkes mitwirken sollten. Und man muss ganz klar sagen, dass sie diesem Auftrag schlichtweg nicht mehr nachkommen.

    Die Parteienfinanzierung ist nun dahingehend geändert, dass Parteien pro Stimme einen Obulus erhalten. Das ist grundsätzlich richtig und wichtig, weil das sicherlich die Motivation fördert, näher am Bürger zu arbeiten, doch im Umkehrschluss fördert es meines Erachtens nur noch mehr den Lobbyismus, denn wenn man das Geld nicht durch die dummen Wähler bekommt, dann müssen halt einfach mehr Spenden her.

    Ich habe seit Jahren keinen guten Wahlkampf mehr gesehen.

    Zu dieser Wahl in Hambühren: Stichwahlen sind ein demokratischer Skandal, und das sage ich, obwohl mir der Wahlausgang in Hambühren wirklich völlig egal ist!!!!

  • per aspera ad astra

    Hallo, „Hofnarr“ und andere Teilnehmer dieses blogs,
    wie bekannt ist, hatte ich mich dezidiert für eine Wahl des besser geeigneten Kandidaten, nämlich Dirk Seidler, ausgesprochen. Gerade weil wir bei der Wahl unsere Einflussmöglichkeit auf eine von uns gewählte Minderheit abtreten, ist eine kluge Wahl unabdingbar. Im Falle einer falschen Wahl werden wir Bürger Folgen „unkluger“ Entscheidungen, egal ob aus Inkompetenz oder anderen Gründen gefällt, des gewählten Vertreters bezahlen!
    Die geringe Wahlbeteiligung führe ich darauf zurück, dass es in der Bevölkerung ein Desinteresse an allgemeinen Belangen gibt, nach dem Motto: „ Ich gehe nicht zur Wahl, aber ich meckere über die Beschlüsse des Rates!“ Herrn Seidler hat bei der Wahl sicher geschadet, dass ihm ein ungeklärtes Verhältnis zur CDU, die sich auf Bundesebene nun gerade mal wieder nicht mit Ruhm bekleckert hat, anhing – die Differenzierung von Bundes- und Kommunalpolitik fällt vielen Bürgern schwer. Ebenso das Faktum, welches mir bei meinen vielen persönlichen Gesprächen fast ausnahmslos genannt wurde: „Ich kenne ja keinen von beiden Kandidaten!“ Oder: „Den Herbst kenne ich vom Ansehen, den hab´ ich schon da (im Rathaus) rumlaufen sehen!“ Nun kann die Gemeindeverwaltung die Bürger nicht vorladen, um die Kandidaten vorzustellen – es hat auch vor dieser Wahl das „Schnupper Angebot“ einer Podiumsdiskussion gegeben! Vielleicht hat aber dieses kleine Quäntchen mehr an persönlichem Kennen diese Bürger zur Stimmabgabe für Herrn Herbst bewogen. Wie dem auch sei: Wir alle, soweit wir Hambührener Bürger sind, werden nun mit dem gewählten Kandidaten Thomas Herbst und seinen Leistungen im Bürgermeisteramt leben müssen. Ich wünsche Thomas Herbst, schon aus eigenem Interesse, eine gute Hand bei seinen Verhandlungen und dass er die viel beschworene „Unabhängigkeit“ auch während seiner Amtszeit umsetzen wird. Wie es so schön heißt: Die Hoffnung stirbt zuletzt ….. Persönlich wünsche ich Herrn Herbst aus ehrlichem Herzen, dass er seine Zeit als Hambührener Bürgermeister gesundheitlich unbeschadet übersteht! Und dem unterlegenen Kandidaten Dirk Seidler sei ins Stammbuch geschrieben: „Qualität setzt sich durch! Es ist noch nicht aller Tage Abend!“

  • Peter Fehlhaber

    Peter Fehlhaber

    Lieber per aspera ad astra – bekleckert sich die CDU auf lokaler Ebene denn mit Ruhm? Wollen Sie Frau Merkel & Co. tatsächlich auch für Hambühren “verantwortlich machen”?

  • Manfred

    Na ja,l

    Napoleon hat auch nicht alles selber gemacht……
    er hatte seine “Leutchen” die seine Ideen umgesetzt haben.
    Heute lernen die Schüler im Geschichtsunterricht über unsere ehemaligen “politischen Führer”…..
    Warum sollte Herr Herbst nicht die richtig fähigen Leute & Macher motivieren können..??
    meint Manfred Leibrecht

  • Hofnarr2011

    Ach, ist es nicht egal, wer den Bürgermeister mimt ?

    Hauptsache seine Mitarbeiter machen einen guten Job !

    Dirk Seidler ist kann ich trösten. Denn so fällt er nicht dem Haifisch-Becken Politik zum Opfer und bleibt hoffentlich ein vernünftiger und nicht käuflicher Zeitgeist, so wie ich ihn seit rund 25 Jahren kenne !

    Außerdem kann sich seine Familie über weniger Auswärts-Termine freuen und hat erheblich mehr von ihm.

    Alles Gute Dirk, Sonja und Familie…

  • Manfred

    Kann mir gut vorstellen, daß die Familie froh ist,
    daß Familienvater Seidler nicht diesen Job übernehmen muß…
    meint Manfred Leibrecht

  • per aspera ad astra

    Hallo, Herr Leibrecht,
    dass Sie Herrn Herbst mit Napoleon und anderen „politischen Führern“ in eine Reihe stellen, empfinde ich als bizarr! Wie wir aus dem Geschichtsunterricht wissen, hat Napoleon neben einigen positiven Neuerungen (u. a. den Code Napoléon) Elend und Verzweiflung über sein eigenes Land und Europa gebracht! Ebenso wie einer der anderen „politischen Führer“, dessen Namen ich hier nicht nenne, ist er verantwortlich für Millionen von Toten und grausame soziale Folgen.
    Auch ich hoffe, dass Herr Herbst die kompetenten Mitarbeiter motivieren kann! Aber wäre es nicht schön gewesen, wenn DER KOMPETENTE MITARBEITER auch der MAßGEBENDE MANN geworden wäre?
    Und, verehrter Herr Leibrecht, sollte ich Ihren Beitrag vom 03.06.11 richtig als Häme deuten: So wie ich den angehenden Bürgermeister in den letzten Tagen erlebt habe, könnte man den Eindruck haben, dieser wäre froh, wenn der Kelch an ihm vorübergegangen wäre! Und vergessen wir nicht: Herr Herbst hat ebenfalls zwei Kinder, die ihn sicherlich qua Alter noch mehr brauchen werden als die doch schon recht erwachsenen Kinder von Herrn Seidler…..

  • Manfred

    Hallo Herr ….??, ach ja, per aspera ad astra,

    das hoffe ich natürlich auch nicht, dass nun aus Hambühren weltbewegende Umstürze oder politische Revolution erfolgen….

    Mit meiner Namensnennung,
    …. Napoleon oder ehemaligen politischen ….. (Führern = einer der den Weg kennt, vorangeht und zeigt ) ,
    geht es mir darum, dass Personen aus einfachsten Elternhäusern, die Möglichkeit haben, Menschen mit mehr Intelligenz zu motivieren, Dinge auszuführen, zu welchen sie selbst nie in der Lage wären…

    Es gab in Deutschland einige Bürgermeister von denen noch immer + / – gesprochen wird:
    z.B. Konrad Adenauer, Willy Brandt, …… Helmuth-Hörstmann, um nur einige zu nennen.

    Jedenfalls wünsche ich der Gemeinde Hambühren eine gute gemeindefördernde Führung durch ihren neuen Bürgermeister,
    meint Individuum Manfred Leibrecht
    wenn Sie möchten, können Sie mir auch persönlich schreiben, unter: Leben-ueber-60@web.de

    P.S. noch hat Herr Herbst ja die Möglichkeit zu sagen: “lasst diesen Kelch an mir vorübergehen…”

  • per aspera ad astra

    Hallo, Herr Leibrecht,
    Danke für Ihr Angebot zu einem persönlichen Mail-Wechsel! Für mich ist zu der Bürgermeisterwahl mit meinem Beitrag vom 02.06.11 alles gesagt – nun werden wir sehen. Bitte erlauben Sie mir noch diese Anmerkung zu Ihrer Aufzählung von Bürgermeistern, deren man sich als Bürger nicht zu schämen braucht: Bei Konrad Adenauer und Willi Brandt unterstütze ich Ihre Einschätzung. Ich würde noch Ernst Reuter hinzufügen. Herrn Helmuth Hörstmann, den ich noch persönlich kennen gelernt habe, kann ich nach den durch den Historiker Dr. Bernhard Strebel bekannt gewordenen Fakten aus den Zeiten des Hitler-Regimes nicht dazu zählen. Dr. Hörstmann war zwar scheinbar nicht auf so widerliche Weise mit dem NS-Regime verstrickt wie Ernst Meyer, aber leider hatte auch er Schuld auf sich geladen. Hoffen wir, dass dieses Herrn Herbst in jeder Form im Amt erspart bleiben wird!
    Mit diesem Beitrag verabschiede ich mich bis zum nächsten aktuellen Anlass, der die Mühe lohnt, aus diesem blog. Ihnen alles Gute!

  • Ronald15101943

    Hallo Peter F., mit Deinem Kommentar ist alles gesagt und wer darüber noch Gegenteiliges diskutieren will, hat nichts vestanden.

    Gruß vom Bodensee, Ronald H.

  • Peter Fehlhaber

    Peter Fehlhaber

    Offenbar will das niemand – auf die Frage geantwortet hat er jedenfalls nicht;)

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