Zu den Plänen von Verteidigungsminister Lothar de Mazière zur Bundeswehrstrukturreform erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert:
“Unsere Region kommt mit einem blauen Auge davon. Zwar müssen unter anderem Lüneburg, Munster und Celle schmerzliche Einschnitte verkraften, doch die Standorte als solche bleiben erhalten. Celle und Lüneburg haben das Potenzial, die Lücke der Truppenreduzierung schnell zu schließen. In Munster wird dieses eine größere Herausforderung sein, und auch der drastische Stellenabbau in Visselhövede trifft indirekt den Heidekreis, der zusätzlich noch durch den Truppenabzug der Briten belastet wird. Man muss aber zugeben, dass es schlimmer hätte kommen können. Das intensive Werben vieler Beteiligter in Politik und Verwaltung, aber auch unserer IHK Lüneburg-Wolfsburg hat sich gelohnt.”
Die Vollversammlung der IHK Lüneburg-Wolfsburg hatte sich im September in einer Resolution für den Erhalt der Bundeswehrstandorte in der Region stark gemacht. Vorausgegangen war eine Untersuchung der IHK, mit der die erhebliche wirtschaftliche Bedeutung der Bundeswehr für die Region verdeutlicht wurde.
“An betroffenen Standorten bedeutet die Schließung oder die Reduzierung einen gravierenden Kaufkraftverlust für die ortsansässigen Unternehmen”, so Zeinert weiter. Die IHK fordert, diese Probleme durch effektive Umstrukturierungshilfen abzufedern. Ausscheidende Bundeswehrangehörige müssten zügig für zivile Arbeitsplätze qualifiziert werden.

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