JU Celle besucht Rothkötter – Betrieb verspricht mindestens 250 Arbeitsplätze in Wietze

Aus Anlass der zum Teil hitzigen Debatte um den geplanten Schlachthof in Wietze besuchten Mitglieder der Jungen Union Celle das Stammhaus von Rothkötter in Haren (Ems). Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer Wilfried Fleming erläuterte dieser den JU’lern das Konzept und die Arbeitsweise des Rothkötter Konzerns.

Im Besonderen ging er auf die Planungen in Wietze ein. „Wir wollten uns ein Bild von Rothkötter und der Situation im Emsland machen. Viele argumentieren ohne Sach- und Ortskenntnis und werfen mit populistischer Kritik um sich, um Aufmerksamkeit zu bekommen,“ kritisierte der JU Kreisvorsitzende Jörn Schepelmann. „Es ist schlichtweg eine Frechheit, wie einige wenige, deren Bedenken natürlich gehört und beachtet werden, mit allen Mitteln versuchen, ein großes Unternehmen aus dem Kreis Celle fernzuhalten.“

Während des Vortrages wurden durch Fleming und dem künftigen Betriebsleiter für Wietze Borker viele Fragen rund um die gesamte Produktion beantwortet. So sei es Fakt, dass die Mastbetriebe in einem Umkreis von 150km gesucht werden. „Bei gleichmäßiger Aufteilung entspräche dies fünf Ställe im gesamten Kreis Celle. Es werden also nicht 100 Ställe in Celle gebaut und diejenigen, die gebaut werden, kommen auch nicht in die Ortszentren“, bezieht sich Schepelmann auf eine von der Wietzer Bürgerinitiative mehrfach geäußerte Kritik.

Im Anschluss an den Vortrag wurden die jungen Nachwuchspolitiker durch den gesamten Betrieb geführt. Auf zwei Produktionslinien werden dort pro Tag ca, 400.000 Hähnchen verarbeitet. „Entgegen der Anschuldigungen seitens der Bürgerinitiative arbeiten bei Rothkötter keine billigen, osteuropäischen Arbeitskräfte, sondern mittlerweile weit über 1000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte aus der Region. In Wietze werden zunächst 250 Arbeitsplätze entstehen, bessere Sozialpolitik gibt es nicht“, sagt JU-Kreistagsmitglied Steffen Weiss.

„Es hätte Herrn Juretzko gut getan, sich über die genauen Umstände bei Rothkötter zu informieren und nicht verallgemeinerte Kritik auf dieses Unternehmen zu projizieren. Ich bin fest davon überzeugt, dass die schweigende Mehrheit die Ansiedlung von Rothkötter in Wietze befürwortet,“ resümiert Schepelmann.

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8 Kommentare

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  1. Kerry aus Peine sagt:

    Vom Hühnerbaron eingefangen worden?

    Es ist schon sehr erstaunlich, mit welcher Arroganz sich junge Leute propagandieren, welche zuvor eine Gehirnwäsche in der Höhle des Löwen à la Rothkötter erfahren haben und nennen es eine Frechheit, wenn sich erwachsene Leute mit Lebenserfahrung für Mensch, Natur, Umwelt und gequälte Masthühner einsetzen.
    Die JU sollten vielleicht erst einmal die andere Seite zur Kenntnis nehmen und den Versuch machen zu verstehen. Mit ein wenig Verstand könnte ein klares Bild auf der Kommunikationsebene entstehen, anstatt mit fliegenden Fahnen drastische Einseitigkeit zu publizieren. Das war ein Eigentor!
    Herr Schepelmann, haben Sie schon zu viel von diesem billigen Ekel-Hormon-Antibiotika-Gen-Turbomast-Hühnerfleisch genossen?
    Klar, jeder Stadt, jedem Landkreis ist ein wirtschaftlicher Aufschwung zu wünschen, aber nicht so !!!

  2. Schepel sagt:

    Sehr geehrter [Name auf Wunsch nachträglich entfernt],
    ihr 1. Satz ist bezeichnend. Wenn sich jemand mit einer anderen Meinung positioniert ist es natürlich ein “Nachwuchskarrierist der CDU”. Aus Ihrer Sicht selbstverständlich, dass sowas nur der “Förderung” der eigenen Karriere dient. Vermutlich glauben Sie auch, dass ich bereits einen Beratervertrag mit der Fa. Celler Land Frischgeflügel GmbH geschlossen habe…

    Zu Ihrer 1. Frage: JA

    Ihre Thesen über Mitglieder der JU sind lächerlich. Sie behaupten etwas ohne Grundlage und versuchen wiederholt die JU’ler als selbstbezogene “Karrieristen” zu betiteln. Mitglieder der JU kommen aus allen gesellschaftlichen Bereichen und haben in erster Linie Interesse daran in den Gemeinden mit zu gestalten.
    Anscheinend können Sie nicht glauben, dass andere Menschen auch andere Meinungen haben oder?

    Zu der inhaltlichen Aussage der Mastställe. Es ist richtig, dass zumindest auf der Homepage der BI nicht von 100 Ställen im Landkreis die Rede ist. Dort wird “nur” von ca. 420 im nahen Umfeld geschrieben. Was genau soll denn “nahes Umfeld” bedeuten?
    Übrigens: Auch ohne “Ortskernerlass” aus Hannover bin ich mir ziemlich sicher, dass ein Stall nicht mitten im Dorf (z.B. neben dem örtlichen EInkaufsladen) entstehen wird.

    Zu Herrn oder Frau Kerry’s Aussagen kann ich leider nicht viel sagen, denn es fehlt mir in meinen jungen Jahren offensichtlich an Lebenserfahrung.
    Leider kann ich mich auf dieses hohe Niveau nicht begeben….

    Viele Grüße übersendet Ihnen

    Jörn Schepelmann

  3. Kerry aus Peine sagt:

    Hallo Herr Schepelmann,

    “Sagen” Sie Kerry, schlicht und einfach….
    Gerade die Befürworter / Intitiatoren dieser entsetzlichen Massentierhaltungen und grausamen Schlachtmethoden sind in „christlichen“ Parteien organisiert. Verrückt, was? Damit meine ich jetzt nicht Sie persönlich, eher generell.
    Was ist daran christlich, wenn von der Seite auch noch forciert wird, das Tiere ein kurzes, zusätzlich ein qualvolles Leben haben? Pfui sage ich dazu. Bitte googlen Sie, das Internet ist voll davon.
    Gerade die jungen Leute sollten etwas für die Würde und Ethik tun, die bei der industriellen Fleischproduktion gänzlich verloren gegangen sind.
    Und dabei wünsche ich Ihnen viel Erfolg.
    Das, was sich unter der dicken Nugget-Panade verbirgt, hat einmal gelebt – es konnte riechen, hören, sehen, etc., hatte auch Angst – und wollte garantiert nicht nach 34 Tagen in der Gaskammer ermordet werden!
    Guten Appetit

  4. steffenweiss sagt:

    Lieber [Name auf Wunsch nachträglich entfernt],

    es ist wohl Ihr Stil des Miesmachens und Schlechtredens, der uns in beinahe jeder politischen Diskussion unserer Zeit das wohlige Gefühl des Vertrauten beschert. Die Anrede “Nachwuchskarrieristen” alleine bereitet wenig Freude und ist nicht gerade von großer Offenheit geprägt sondern zeugt von Schubladendenken und schwarz-weiß-Sehen. Tatsächlich ist die Welt, in der wir leben, aber herrlich bunt.

    In der Tat habe ich beim Besuch in Haren kein Bewerbungsschreiben für eine Stelle im Wietzer Betrieb abgegeben, da ich das Glück habe, mich derzeit in einem Angestelltenverhältnis zu befinden.
    Gleichwohl ist es nicht zuletzt meinem christlichen Glauben geschuldet, dass politisches Handeln für mich immer die Menschen, die ich vertrete, in ihrer gesamten Vielfalt im Mittelpunkt sieht.
    Darunter gibt es diejenigen, die man verurteilen mag als Privilegierte, Karrieristen oder wie auch immer, die vielleicht an der einen oder anderen Stelle in ihrem Lebenslauf mehr Glück hatten als andere. Darunter gibt es aber auch diejenigen, die dieses Glück nicht hatten und zu niedrigeren Löhnen arbeiten müssen oder derzeit auf der Suche nach Arbeit sind.

    Ich nehme nicht für mich in Anspruch, die Interna des Betriebes in Haren/Ems nun in allen Belangen durchleuchten zu können, aber wenn die Vertreter der Firma Rothkötter versichern, dass kein Arbeitnehmer unter 9,50 EUR pro Stunde erhält, dann ist dass für einfache Tätigkeiten ein Gehalt, dass den Vergleich mit anderen Arbeitgebern oder Branchen mit einfachen Tätigkeiten nicht scheuen muss. Da hilft es dann auch wenig, hier wieder die übliche Leiharbeiter Diskussion anzufangen. Meines Wissens gilt dieser betriebliche Mindestlohn auch für sämtliche Leiharbeiter. Vielleicht muss ein Kritiker wie Sie, lieber [Name auf Wunsch nachträglich entfernt], an dieser Stelle auch einmal akzeptieren, dass es unter manchen schwarzen Schafen eben auch diejenigen Unternehmen gibt, die anständig und fair mit ihren Angestellten umgehen. Wenn dem nicht so ist, belege jemand das Gegenteil. Hohle Phrasen wie auf der Internetseite der Bürgerinitiative zu lesen “Die Billigstlohnarbeitskräfte auf fast allen Schlachthöfen sind Osteuropäer!” helfen in dieser Diskussion kein Stück weiter, denn in Wietze geht es nicht im Schlachtbetriebe im Allgemeinen, sondern um einen ganz konkreten Betrieb, der in den vergangenen Jahren solide und anständige Arbeit geleistet hat.

    Der Bericht der Jungen Union ist in dieser Sache in der Tat gekürzt gegenüber den Berichten der Firma Rothkötter, die im Schlachtbetrieb in Haren etwa 1300 Mitarbeiter direkt angestellt hat. Die Zahlen zu Leiharbeitern sind mir zu meinem bedauern nicht mehr präsent, liegen aber deutlich darunter.

    In einer Zeit, in der linke Gruppierungen nichts besseres zu tun haben, als Mindestlöhne als Allheilmittel der Sozialpolitik zu verkünden, erwarte ich von allen Interessensgruppen mehr Offenheit, wenn es darum geht, einen Betrieb anzusiedeln, der in Fragen des Lohnniveaus zu Recht als Vorbild gelten darf. Ich wünsche jedem Mitbürger, dass er/sie die Chance erhält, aus eigener Arbeit einen Lohn zu erzielen, der den eigenen Lebensunterhalt zu sichert.

    Ich werde mich ebenfalls nicht zu den Äußerungen des “Kerry” einlassen. Vorwürfe, wir hätten keinen Verstand, sind sicherlich nicht das Niveau, auf dem jemand in einer derart bedeutenden Frage ernst genommen werden kann.

    Es grüßt Sie
    Steffen Weiss

  5. Kerry aus Peine sagt:

    Tippfehler, sorry…wir “sehen”…., statt wie.

  6. Kerry aus Peine sagt:

    Sehr geehrter [Name auf Wunsch nachträglich entfernt],

    vielen Dank für Ihren Lesehinweis. Den Krimi vergleiche ich mit einer bekannten italienischen Organisation. Dazu fiele mir noch ein Name ein, der ganz gut in diese Szenerie passt, wahrscheinlich dort auch, wie in anderen Betrieben, prozentuale Anteile hegt, aber im Bericht nicht erwähnt wurde.

    So manch ein Schlachhofbefürworter wird anschließend einsehen, dass das keine gute Idee war, sollte dieses Köpfungs-Zentrum (KZ) in Betrieb gehen. Die gewonnenen Arbeitsplätze werden durch die „Wegzieher“ aus z.B. Gastronomie und Fremdenverkehr kompensiert.
    Es wird nur EINER gewinnen und der ist kein abhängiger Vertragsmäster. Müntefering hatte damals für solche Leute das richtige Wort gefunden: Heuschrecke (abräumen und zerstörte Landschaften hinterlassen).
    Wenn das Vorhaben floppt, dann haben die „Christlichen“ ein Problem.

    Einen schönen Abend, wie “sehen” uns

  7. Claus Schlaberg sagt:

    “und wollte garantiert nicht nach 34 Tagen in der Gaskammer ermordet werden!”
    Könnten die Kommentatoren mit mehr Sinn für die Angemessenheit von Vergleichen schreiben? Das jedenfalls wäre mir lieb, da die hier gebotene Möglichkeit zu kommentieren andernfalls nicht lange bestehen bleiben oder auf Adressaten stoßen wird – und sei es auch nur insofern, als Leser die Kommentare und schlimmstenfalls auch CelleHeute nicht mehr für lesenswert halten.

    • Danke Herr Schlaberg, dass Sie uns die Arbeit abnehmen. Wir werden ab sofort im Interesse aller Beteiligten und zum Schutz unseres Anspruches keine Kommentare zu diesem Thema mehr zulassen. Es ist, das ist meine persönliche Meinung, alles gesagt, und zwar: nichts Neues! Beleidigungen, Unterstellungen, Vorurteile und unbedachte Formulierungen, um das mal nett auszudrücken, haben nach meinem “reichen Erfahrungschatz” bisher kein Thema vorangebracht. Schade, dass durch dieses Verhalten auch CelleHeute zur “Zensur” gezwungen wird. Danke für Ihr Verständnis.

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