Kirchenkreistag Celle beschließt Ausstieg aus Atomstrom
Durch einen von 12 Mitgliedern des Kirchenkreistages unterzeichneten Antrag wurde die Tagesordnung des gestrigen Celler Kirchenkreistages aus aktuellem Anlass um den Punkt „Weg vom Atomstrom – hin zum grünen Strom“ erweitert. Am Ende einer sachlichen und letztlich einmütigen Diskussion votierte die eindeutige Mehrheit für einen Anfang des Ausstiegs aus dem Bezug von Atomstrom.
Pastor Karsten Willemer aus der Paulusgemeinde Celle stellte im Plenum des Celler Kirchenkreistages den Antrag, die Einrichtungen des Kirchenkreises sollten künftig bevorzugt Strom nutzen, der aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Hintergrund seines kurzfristig eingereichten Antrages ist die Atomkatastrophe in Japan.
Die wenigen Gegenstimmen im Kirchenkreistag, die sich zu Wort meldeten, lehnten nicht den grundsätzlichen Anfang des Ausstiegs aus dem Bezug von Atomstrom ab, sondern plädierten dafür, erst in den Herbstsitzung des Kirchenkreistages auf dem Hintergrund von harten Fakten über mögliche Anbieter des Naturstroms und den Folgekosten diesen Beschluss zu fällen.
Superintendent Dr. Hans-Georg Sundermann machte sich für den von Pastor Willemer vorgetragenen Antrag stark und betonte wie eine Reihe von anderen Mitgliedern des KKT, dass jetzt ein „klares Zeichen“ notwendig sei, zumal die Einrichtungen des Kirchenkreises ein großer Stromkunde sei und Vorbildcharakter auch für die Kirchengemeinden habe. Diese, so der Antrag, werden aufgefordert, in nächster Zukunft dem Vorbild des Kirchenkreistages zu folgen und ebenfalls auf Naturstrom umzulenken.
Neben Gesprächen mit überregionalen Anbietern von Naturstrom sollen auch Gespräche mit dem örtlichen Stromanbieter SVO geführt werden, inwiefern und zu welchen Konditionen auch über diesen Anbieter der Bezug von Naturstrom möglich ist für den Großkunden Kirche.
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