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Kleine Erntekrone ganz groß – Zum Herbstanfang im Landkreis

Pünktlich zum Herbstanfang und bei herrlich sonnigem Wetter konnte Landrat Klaus Wiswe vom Kreislandfrauenverband Celle die Erntekrone 2011 im Foyer des Kreistagssaales in Empfang nehmen. Gebunden wurde die Erntekrone in diesem Jahr von den Landfrauen aus Wienhausen mit den Getreidearten Weizen und Hafer.

“Der ist aber ganz schön mickrig” – das sagte beim morgendlichen Empfang im Landkreis zwar niemand, aber auch Landrat Klaus Wiswe konnte seine gewisse zweifelnden Blicke nicht verbergen und fragte sich wohl, ob die Ernte bei diesem verregneten Sommer tatsächlich so miserabel ausgefallen sei. Im Gegensatz zu den vergangenen wahrscheinlich 30 Jahren des Brauches, so genau konnte das niemand sagen, war das kleine Krönchen zumindest “außergewöhnlich”. “Ich mache das halt zum ersten Mal, das ist ganz schön harte Arbeit”, versuchte Hanna Funke zu entschuldigen. Am Ende der Begrüßungsrede Wiswes, der durchaus auch das Kleine diplomatisch zu schätzen wusste, löste die Landfrau die Spannung auf, als sie dann doch die eigentliche Krone unter einem Tuch versteckt ihrer Bestimmung übergab. Ganz nach dem Motto “Verstehen Sie Spaß?” hatten die Landfrauen viel zu lachen und trotz des “Sommers” auch über Gewinner zu berichten, dem Mais zum Beispiel.

Von Hand bestickte herbstliche Schleifen verzieren das schöne Gebinde. “Ihr jährlicher Besuch hier im Kreishaus ist eine besonders schöne Tradition und wir achten darauf, dass diese Tradition bewahrt bleibt”, hob Landrat Klaus Wiswe in seiner Dankesrede hervor.

Der Vorsitzende des Landvolkes Celle, Jürgen Mente, dankte den Landfrauen für die schöne Erntekrone und blickte auf die vergangene landwirtschaftliche Periode zurück. Herr Mente führte aus: “In diesem sehr trockenen Frühjahr fehlte der Niederschlag, so dass stark beregnet werden musste. Ab Ende Juni führte der viele Regen zu schwierigen Bedingungen bei der Getreide- und Rapsernte. Die angelaufene Kartoffel- und Zuckerrübenernte lasse gute Ergebnisse erwarten. Gewinner sind die energieerzeugenden Landwirte; für den Mais war das Wetter ideal. Zurzeit gibt es im Landkreis Celle 64 Biogasanlagen.” Ferner teilte Herr Mente mit, dass es ihn freue, dass in diesem Jahr viele Landwirte dem Aufruf des Landvolks gefolgt seien und blühende Felder und Feldstreifen angelegt haben.”

Für den Kreislandfrauenverband Celle bedankte sich die 1. Vorsitzende Ilsedore Heidmann. Sie berichtete in einem kurzen Überblick über die vielfältigen Aufgabenbereiche der Landfrauenvereine, u. a. sprach sie das Projekt “Kochen mit Kindern” an. “Die Kinder zeigen immer sehr viel Interesse und sind mit Eifer dabei”, führte Frau Heidmann aus. Ein bevorstehender Höhepunkt dieses Jahres ist der 17. Herbstmarkt der Landfrauenvereine im Kreis Celle am 1.Oktober 2011 hinter der Stadtkirche Celle. “Mit den Erlösen des Marktes wird in diesem Jahr das Onkologische Forum Celle sowie das Mehrgenerationenhaus in der Fritzenwiese unterstützt.

Das Aufhängen der Erntekrone unterstützten tatkräftig Ilsedore Heidmann, 1. Vorsitzende und Anette Icken, 2. Vorsitzende, Kreislandfrauenverband Celle, Jürgen Mente, Vorsitzender Landvolk Celle, Martin Albers, Geschäftsführer Landvolk Celle, Gerald Höhl, Kreisrat Landkreis Celle sowie Sabine Stutzke, Christa Marwedel und Hanna Funke vom Landfrauenverein Wienhausen.

Silomais: Jetzt beginnt das große Häckseln

Silomais: Die ersten Häcksler sind im Einsatz

Der Startschuss für die diesjährige Silomaisernte ist bereits gefallen. Die Häcksler ernten in der Region südliches Emsland/Grafschaft Bentheim bereits seit einer Woche. Insgesamt können sich die niedersächsischen Landwirte auf eine gute Ernte freuen, denn Ertrag und Qualität stimmen in diesem Jahr.Dabei war der Start alles andere als vielversprechend. Trockenheit kurz nach der Saat sorgte besonders auf sandigen Böden für Probleme. Diese Schwierigkeiten konnte der Mais aber im weiteren Vegetationsverlauf kompensieren. Regelmäßige Niederschläge und eher kühle Temperaturen, die Raps- und Getreideanbauern vielerorts zur Verzweifelung brachten, setzte der Mais in Wachstum um. Die meisten Bestände präsentieren sich heute prächtig. An sattgrünen Pflanzen reifen große Kolben heran, die den Energiegehalt der Silage maßgeblich bestimmen.

Der optimale Erntezeitpunkt ist erreicht, wenn der Mais mit einem Trockenmassegehalt von 30 bis 35 Prozent gehäckselt wird. Bei zu niedrigen Werten tritt Sickersaft aus dem Silagehaufen, oberhalb von 35 Prozent Trockenmasse wird die Pflanze holzig. Das erschwert die Konservierung und schmeckt den Rindern nicht. Um den Bauern bei der Wahl des besten Erntetermins zu helfen, führt die Landwirtschaftkammer Niedersachsen seit vielen Jahren sogenannte Maisreifeprüfungen durch, deren Ergebnisse regelmäßig veröffentlicht werden.

In diesem Jahr stehen gut 500.000 Hektar Silomais in Niedersachsen. Das entspricht einem Anteil von 19 Prozent an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche. Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr beträgt knapp zwölf Prozent. Über die Hälfte des Silomaises wird einsiliert und dient als Viehfutter, der Rest wird als Gärsubstrat für Biogasanlagen zur Gas-, Strom- und Wärmeerzeugung genutzt.

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Peter Fehlhaber

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