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Kunstausstellung in Martin-Luther-Kirche: „mensch.macht.mut.“

Für vier Monate, vom 20. Mai bis 23. September, wird in Ehlershausen Kunst Teil des gottesdienstlichen und gemeindlichen Lebens. Zum Jahresthema des Ev.-luth. Kirchenkreises Burgdorf „mensch.macht.mut. Natur und Technik in Gottes Welt“ veranstaltet die Kirchengemeinde Ehlershausen-Ramlingen-Otze eine Kunstausstellung in der Martin-Luther-Kirche, Ramlinger Str. 25.

Die Ausstellung beginnt am Sonntag, dem 20. Mai um 17.00 Uhr mit der Vernissage in der Kirche und ist dann jeweils mittwochs, 16.30 – 18.00 Uhr, samstags 17.00 – 18.00 Uhr und sonntags nach dem Gottesdienst von 11.30 – 12.30 Uhr geöffnet. Weiterhin werden Führungen für Gruppen aus dem Kirchenkreis und darüber hinaus auch außerhalb der Öffnungszeiten nach Voranmeldung angeboten.

Die vier ausstellenden Künstler, Ruth Bubel-Bickhardt (Radierungen) und Doris Kissel (Gemälde) aus Ehlershausen, Barbara Lorenz Höfer (Installation) aus Buxtehude und Wolfgang Mehl (Skulptur) aus Hannover, repräsentieren in ihren Arbeiten die Komplexität des Mottos.

Auf sehr unterschiedliche Weise nähern sich die vier Künstler dem vielschichtigen Thema:

“Ein Handwagen steht unvermittelt zwischen Kirchenbänken, so als habe ein Flüchtling hier kurz Rast gemacht – war sein Heim eines dieser Häuser mit langen Beinen? Ein Zwiegespräch zwischen Vogel und Mensch verläuft hier nicht ganz freundlich – müssen wir uns gar vom Vogel die Leviten lesen lassen? Die aufs Nötigste reduzierten Darstellungen von Wald, Erde und Wasser verweisen jedenfalls darauf, dass unser Umgang mit diesen und anderen kostbaren Ressourcen der Erde gefährlich verschwenderisch ist und auch anders stattfinden könnte. Unser Koffer voll blauer Träume vom Utopia einer besseren Welt ist gespickt mit scharfen Spießen, die alles zerplatzen lassen, wenn wir unbedacht den Koffer schließen und jetzt schon auf Reisen gehen. Vor der Kirche begegnen sich drei Personen mit bedenklich quadratischen Köpfen – aber mit diesen die Denkrichtung zu ändern, mag wohl schwierig werden…”

Die Kuratorin der Ausstellung, Dietrun Otten, sagt: “Wir erhoffen uns für alle Beteiligten durch die Begegnung mit den Kunstwerken eine fruchtbare Auseinandersetzung mit dem Thema.”

Ein Rahmenprogramm mit drei Vorträgen zu den Themen Wachstum, Klimaschutz und Organspende, ein Künstlergespräch mit Doris Kissel und der Kuratorin Dietrun Otten sowie ein Konzert mit Andor Iszak und dem Norddeutschen Synagogalchor zur Finissage runden dieses kulturelle Angebot ab.

Gefördert wird die Ausstellung von der Hanns-Lilje-Stiftung Hannover.

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