Kunstmuseum – „Dirnen und Damen“ in Erich Wegners Zeichnungen

Pailletten Posen Puderdosen auch im Kunstmuseum Celle –
Zwischen Caféhaus und Bordsteinkante: Vortrag über „Dirnen und Damen“ in Erich Wegners Zeichnungen der 20er Jahre

Ein unterhaltsamer Streifzug durch die kritisch-grotesken Milieuskizzen des Künstlers Erich Wegner erwartet die Besucher am Sonntag, dem 5. Februar 2012 um 11:30 Uhr im Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon. In dem Lichtbildvortrag „Zwischen Caféhaus und Bordsteinkante“ führt Kunsthistorikerin Daphne Mattner in die pulsierenden Jahre der Weimarer Republik. Anlässlich der aktuellen Sonderausstellung „Pailletten, Posen, Puderdosen“ im Bomann Museum Celle wirft sie einen genauen Blick auf die Dirnen und Damen, die Erich Wegner in kleinformatigen Zeichnungen im Hannover der zwanziger Jahre festgehalten hat.

Für Erich Wegner (1899 – 1980), der als 20-jähriger Kunststudent nach Hannover kommt, ist das spannungsgeladene Großstadtleben dieser Zeit Antrieb zu enormer zeichnerischer Produktivität. Mit schonungsloser Detailversessenheit seziert er mit dem Zeichenstift das soziale Elend, die Trinker, Huren und Halsabschneider der Hinterhöfe. Insbesondere anhand des facettenreichen Bildmotivs der „Frau“ entwickelt Wegner eine Handschrift voll Witz und spontaner Erzählkraft, die bis heute prägnant und lebhaft erscheint.

Erich Wegner, der unter anderem im Sprengel Museum Hannover mit bedeutenden Arbeiten vertreten ist, zählt zu den Schwerpunkten der Sammlung Robert Simon im Kunstmuseum Celle. Sein zeichnerisches Frühwerk wurde 2006 erstmals umfangreich in der Ausstellung „Zwischen Gosse und Geometrie“ im Kunstmuseum präsentiert und in dem Buch „Erich Wegner – Zeichnungen der 20er Jahre“ veröffentlicht.

Die Teilnahme an dem Vortrag im Kunstmuseum Celle am Sonntag, dem 5. Februar um 11:30 Uhr ist kostenlos.

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