Landes-CDU: “Eingriffe in Natur finanziell ausgleichen”

„Wir brauchen im Naturschutz Klasse statt Masse.“ Mit diesen Worten hat der umweltpolitische Sprecher der niedersächsischen CDU-Landtagsfraktion, Martin Bäumer, den heute im Landtag verabschiedeten Antrag der CDU-FDP-Fraktionen kommentiert, nach dem künftig etwa infrastrukturelle Eingriffe in die Natur nicht mehr allein durch Flächen, sondern auch durch ein so genanntes Ersatzgeld kompensiert werden können.

„Investoren können ihren Verpflichtungen jetzt finanziell nachkommen. Das ist echter Naturschutz: Statt die 85. Obstbaumwiese anzulegen, kann gezielt die Qualität eines bestehenden Naturschutzprojektes erhöht werden“, erklärte Bäumer und stellte klar: „Das Ersatzgeld, das auf diesem Weg gewonnen wird, wird auch wieder für Naturschutzmaßnahmen verwendet.“

Die Regelung ermögliche zudem eine echte Zeitersparnis, sagte Bäumer: „Die aufwändige Suche von Ausgleichsflächen fällt weg, Infrastrukturprojekte können daher schneller realisiert werden.“ Dem Wunsch der Landwirtschaft werde auch entsprochen, wie der Umweltpolitiker erklärte: „Der häufig beklagten Flächenverknappung wird mit unserem Antrag kein weiterer Vorschub geleistet.“

Schließlich könnten die Naturschutzbehörden mit den Geldern gezielt nachhaltigen Naturschutz durchführen. „Auf diese Weise kann für die Verbesserung des Zustandes von Natur und Landschaft mehr erreicht werden, als durch die Flickenteppiche einzelner Kompensationsmaßnahmen“, sagte Bäumer.

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