LeserMeinung: “Gratulation Herr Mende, Gratulation Herr Biermann!”

Gratulation Herr Mende, Gratulation Herr Biermann! Mit ihren politischen Ränken haben Sie es endlich geschafft, dass der Helmuth-Hörstmann-Weg umbenannt wird. Entgegen Ihren Erwartungen wird dies jedoch nicht dazu führen, dass Sie aus dem Schatten Ihres längst verstorbenen Vorgängers heraustreten werden.

Denn die Bürger der Stadt Celle haben sehr wohl Sie, Herr Biermann, als Strippenzieher im Hintergrund gesehen und haben sehr wohl mitbekommen, dass Sie, Herr Mende, sich argumentativ hinter einem offensichtlich unvollständigen und daher verfälschenden Gutachten und einer darauf aufbauenden zwangsläufig fehlerhaften Kommissionempfehlung verstecken mussten. Ihre schon ins Lächerliche gehende kurzzeitige Amnesie während der gestrigen Ratssitzung bezüglich des Rasters der Bewertungskommission ist nur deswegen nicht amüsant, weil Sie einen Ihrer Mitarbeiter vorgeschoben haben, der diesen „Protokollfehler“ angeblich verursacht haben sollte.

Das ist schlechter Stil! Dass Sie, Herr Mende, in Ihrer gestrigen Ansprache im Rat aber verschiedentlich unter dem Deckmantel des Stadtfriedens und unter Verkehrung des actio-reactio-Prinzips Herrn Dr. Udo Hörstmann für sein vorbildliches Bemühen um die Richtigstellung bezüglich der vita seines verstorbenen Vaters öffentlich persönlich angriffen, geht über schlechten Stil hinaus. Es zeigt aber, dass die Verantwortlichen für diese unrühmliche Umbenennung in keiner Weise den von Ihnen selbst aufgestellten Kriterien hinsichtlich einer Vorbildfunktion genügen.

Wahrer Vorbilder wie Dr. Helmuth Hörstmann wird man dagegen noch gedenken, wenn man seine Nachfolger längst vergessen hat – ob mit oder ohne Straßennamen!

Henrik Amthor, Celle
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Ein Kommentar

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  1. Ronald15101943 sagt:

    Sehr geehrter Herr Amthor, danke Ihnen für diesen Kommentar. Die Reden zu diesem Thema, die erfreulicherweise von Celleheute öffentlich gemacht wurden, waren wirklich nicht brauschend und
    ensprechen genau meinem Kommentar “Ich bin der Diener meines Staates (vom Alten Fritz)”. Jetzt werden anscheinend wieder die gleichen Fehler gemacht. Personennamen sollten nicht in Straßenbezeichnungen.
    Im übrigen: vor dem Bahnhof heißt meistens die Straße: Bahnhofstraße und vor einem Rathaus meistens:
    Rathausstraße. So lassen sich auch über eine Navigation diese Häuser finden. Celle sollte sich einmal schlau machen. Es gibt bestimmt Städte als Vorbilder und einschlägige Literatur. Celle ist “geschichtsträchtig” genug um Straßennamen zu finden. Als ehemaliger Bonner ist mir bekannt, welche Parteien die beste Organisation haben und welche nur anderer Leute Geld verschleudern. Was spätere änderungen im Straßenverzeichnis so alles nach sich zieht, sollte man von vornherein vermeiden.
    Personenkult gehört nicht auf ein Staßenschild, allenfalls mit einer Erklärung unter dem Straßenschild. So haben auch spätere Generationen etwas davon, die diese Person nicht kannten.

    Ronald Hörstmann, Kressbronn am Bodensee

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