Mai-Minus bremst Pkw-Markt
Ein Minus von 2,1 Prozent auf 33.447 (Vorjahr: 34.165) Pkw-Neuzulassungen hat im niedersächsischen Automarkt leichte Bremsspuren hinterlassen. Obgleich der Rückgang deutlich geringer als im Bundesdurchschnitt mit 4,8 Prozent sei, könnten erste Vorboten einer instabilen Entwicklung nicht übersehen werden.
„Noch liegen wir im Rahmen unserer Prognose“, sagte Karl-Heinz Bley, Präsident des Landesverbandes Niedersachsen-Bremen im Deutschen Kfz-Gewerbe, mit Hinweis auf das positive kumulative Ergebnis. 149.050 (Vorjahr: 146.809) Pkw-Neuzulassungen seien ein Wachstum von 1,5 Prozent.
Die Struktur des Monatsergebnisses zeige aber, dass die Nachfrage nach Benzinern überdurchschnittlich gesunken sei. 17.625 (Vorjahr: 18.587) neue Benzin-Pkw seien ein Rückgang um 5,2 Prozent. Hingegen sei der Diesel erneut gewachsen, im Mai um 1,2 Prozent auf 15.423 (Vorjahr: 15.237) Neuzulassungen. Enttäuschend sei auch im Mai die geringe Nachfrage nach Elektro-Pkw, die im Jahresvergleich von 53 auf 15 gesunken sei. 102 (Vorjahr: 97) Hybrid-Pkw und 282 (Vorjahr: 191) gasbetriebene Fahrzeuge stünden in der Monatsstatistik.
Bley sieht in der aktuellen Marktentwicklung kein pessimistisches Szenario, denn der Verband gehe unverändert in seiner Jahresprognose von rund 320.000 Pkw-Verkäufen aus. Dieses Volumen sei aber schon heute ein ambitioniertes Ziel, denn der Auftragseingang im Privatgeschäft bleibe vorerst negativ und im gewerblichen Verkauf gebe es unverändert zu viele „taktische Zulassungen“.
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