Arbeitslosenzahl steigt durch strengen Winter und schwache Konjunktur in Niedersachsen weiter an
• Niedersächsischer Arbeitmarkt trotzdem noch vergleichsweise stabil
• Kurzarbeit wirkt als Schutzschirm
• Männer und unter 25-Jährige überdurchschnittlich oft von Arbeitslosigkeit betroffen
Das eisige Winterwetter und die weiterhin schwache Konjunktur haben die Arbeitslosenzahl in Niedersachsen im Januar ansteigen lassen. Gegenüber dem Vormonat fiel der Anstieg der Arbeitslosenzahl durch diese beiden Einflussfaktoren zwar deutlich stärker aus als in Jahren mit günstigeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, aber im gleichen Ausmaß wie vor einem Jahr, als die Auswirkungen der Krise bereits auf dem Arbeitsmarkt sichtbar waren.
Im Winter steigen die Arbeitslosenzahlen üblicherweise in
witterungsabhängigen Branchen wie dem Bau und der Landwirtschaft an, da bei Frost nicht gearbeitet werden kann. Zu diesem saisonal üblichen Effekt kommt in diesem Jahr der konjunkturell bedingte hinzu: Die Wirtschaftskrise verschärft die Lage in vielen Branchen. Klaus Stietenroth, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen erklärt: „Der niedersächsische Arbeitsmarkt steht angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen trotzdem bislang noch vergleichsweise gut da, denn es gibt in Niedersachsen auch viele Unternehmen aus Branchen, die von der
Krise weniger stark betroffen sind und dadurch stabilisierend wirken. Ein Blick auf die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bis November zeigt, dass Niedersachsen sogar leicht zugelegt hat, während die westdeutschen Bundesländer im Schnitt einen Rückgang verzeichneten. Einen Schutzschirm spannt weiterhin die Kurzarbeit über viele Arbeitsplätze, da viele Unternehmen sie nutzen, um ihre Arbeitskräfte so lange wie möglich im Betrieb zu halten.”
Die steigende Arbeitslosigkeit macht sich vor allem bei unter 25-Jährigen bemerkbar, die durch die Sozialauswahl häufig als erste ihre Arbeitsplätze verlieren sowie bei Männern, die besonders oft in saisonabhängigen Berufen
oder im derzeit konjunkturschwachen verarbeitenden Gewerbe tätig sind.
Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen

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