Erst langsam wärmte die durch den Nebel scheinende Sonne die Habighorster Teiche. Mitten im November wurde vom NABU ein Teich abgelassen, um den Fischbesatz zu kontrollieren.
Seit mehr als acht Jahren betreuen Ehrenamtliche der NABU Gruppe Stadt Celle die im Landesbesitz befindlichen Teiche. 2003 wurde das zwischen Habighorster Höhe und Höfer gelegene Teichgebiet baulich umgestaltet. Die vielen kleineren Teiche wurden zu fünf größeren zusammengefasst. Der NABU übernahm im gleichen Jahr die Betreuung der Teichanlage.
„Bereits in den ersten Jahren siedelten sich Rothalstaucher und Knoblauchkröte an,“ so Dr. Rainer Brüsewitz, Vorstandsmitglied der NABU Gruppe. In einem Betreuungsvertrag zwischen dem Land Niedersachsen und der NABU Gruppe wurde unter anderem das Ziel formuliert, seltenen Tier- und Pflanzenarten eine Heimat zu bieten. „Heute sind acht ehrenamtliche Mitglieder in ihrer Freizeit damit beschäftigt, die Teiche funktionstüchtig zu halten und durch schonende Pflegemaßnahmen einige Zielarten wie den Fischotter zu fördern,“ so der NABU. „Ohne den ehrenamtlichen Einsatz wären wir nicht so weit, wie jetzt: So muss der Baumwuchs an den Dämmen kontrolliert und zum Teil beschnitten werden, um die Dämme stabil zu halten. Die Wasserhöhe der Teiche muss weiterhin regelmäßig kontrolliert werden, um zum Beispiel im Herbst ziehenden Vögeln Rastzonen zu bieten.
Kürzlich wurde der Fischbesatz in einem der Teiche kontrolliert. Hierzu wurde das Wasser des einen Teiches vorsichtig abgelassen, um in dem über ein Rohr verbundenen anderen Teich die Fische abzufangen und nach Art und Größe einzuordnen. „Die vielen kleineren Fische dienen als Nahrungsgrundlage für Rothalstaucher, Eisvogel, Grau- und Silberreiher, die größeren für Fischotter “, so der NABU. Gleichzeitig müsse durch eine optimale Stauhöhe in den Teichen der Wuchs von Schilf begünstigt werden. Im Schilf können Amphibien ihren Laich ablegen, der sich dort ungestört entwickeln kann.
Am gleichen Tag wurde auch die Ansiedlung der Schellente gefördert. In einem landesweiten Projekt hängte ein Mitarbeiter des NABU Niedersachsen Nistkästen für die Schellente am Rande der Teiche auf. Bisher konnten die Ehrenamtlichen diesen Wasservogel schon oft beobachten, aber ein Bruterfolg wurde bisher noch nicht nachgewiesen. Dieses soll sich mit dem Anbringen der Nistkästen nun ändern.
Auch für andere Tierarten wie Fledermäuse werde etwas unternommen. So hat der Eigentümer der Teiche, das Land Niedersachsen, das Teichgebäude renoviert. Im Zuge dieser Instandsetzung wurde eine Außenwand so mit Holz verschalt, dass sich in den Zwischenwänden Fledermäuse zum Schlafen niederlassen können.
„Auch im neunten Jahr unserer Betreuung haben wir viel vor,“ so Brüsewitz. Im Frühjahr veranstaltet der NABU wieder Führungen in das Teichgebiet, um interessierten Bürgern die Schönheit des Teichgebietes näher zu bringen.



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