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Netzwerk „Integration durch Qualifizierung“ informierte in der Agentur für Arbeit Celle

Auch für den Landkreis Celle gilt, was bundesweit zunehmend im Fokus steht. Auf Grund der demografischen Entwicklung ist Zuwanderung von qualifizierten Arbeitnehmern unverzichtbar. Neben der Zuwanderung müssen aber unbedingt auch die inländischen Potenziale genutzt werden. Viele Migrantinnen und Migranten sind auf Grund ihres nicht anerkannten akademischen oder beruflichen Abschlusses in Deutschland arbeitslos gemeldet, unterwertig beschäftigt oder haben sich in die Stille Reserve zurück gezogen.

Fachkräftebedarf besteht in vielen Branchen, besonders deutlich wird dies bei einem Blick auf die Pflegebranche. Ende Mai suchten Arbeitgeber im Landkreis Celle mit Unterstützung des Arbeitgeberservices der Agentur für Arbeit Celle und des Jobcenters im Landkreis Celle examiniertes Personal für 48 freie Stellen. Als Arbeitsuchend gemeldet waren lediglich 17 Personen.

Als Reaktion auf diesen zunehmenden Bedarf ist Anfang April ein Anerkennungsgesetze in Kraft getreten, das sogenannte Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BQFG), das grundlegende Veränderungen mit sich bringt. Nunmehr haben alle Personen im Zuständigkeitsbereich des Bundes mit einem im Ausland erworbenen Berufsabschluss einen Anspruch auf Überprüfung der Gleichwertigkeit ihrer ausländischen Berufsqualifikation mit einem deutschen Berufsabschluss.

Zu der Frage, wie dies in der Praxis funktioniert, haben die Agentur für Arbeit Celle und das Jobcenter im Landkreis Celle das „Netzwerk Integration durch Qualifizierung (IQ)“ eingeladen. IQ Netzwerke sind bundesweit aktiv und bieten Hilfestellung von der Anerkennung ausländischer Bildungsnachweise über Berufsbezogenes Deutsch bis zum Thema Diversity Management.

Da dieses Thema regional eine hohe Bedeutung hat, fanden sich auf Einladung der Agentur für Arbeit Celle und des Jobcenters im Landkreis Celle eine große Zahl von Partnern am Arbeitsmarkt ein, Stadt- und Landkreis Celle, die IHK Lüneburg Wolfsburg, die Wirtschaftsförderung Celle, die Volkshochschule Celle, die Integrationsbeauftragte der Gemeinde Winsen, die Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft, die Arbeiterwohlfahrt Celle, der Jugendmigrationsdienst Celle und der Jugendclub Celle waren vertreten. Auch die Vermittler der Arbeitsagentur und des Jobcenters ließen sich informieren.

Nach einleitenden Worten des operativen Geschäftsführers der Agentur für Arbeit Celle, Herrn Andreas Geier, der mit Hilfe des Arbeitsmarktmonitors die Fachkräftesituation im Landkreis Celle auszugsweise darstellte, folgten die Präsentation und Erläuterungen von Frau Viola Herrmann vom IQ Netzwerk Lüneburg.

Am Ende der Veranstaltung waren sich alle Beteiligten sicher: Die Anerkennung von ausländischen Bildungs- und Berufsabschlüssen hat ein hohes Potential für den hiesigen Arbeitsmarkt. Migrantinnen und Migranten hierüber zu beraten und bei der Umsetzung zu begleiten wird als gemeinsame Aufgabe gesehen.

Wer sich aktuell zu diesem Thema informieren möchte findet Informationen und konkrete Hilfe in dem Internetportal des Bundesministeriums für Bildung und Forschung www.anerkennung-in-deutschland.de sowie auf dem Portal des Netzwerkes IQ, www.iq-niedersachsen.de/wiki .

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