ÖDP kritisiert Tierschutzplan

Der niedersächsische Landwirtschaftsminister schlägt für eine Verbesserung der Rinderviehhaltung u.a. Auslaufställe zur Vermeidung der ganzjährigen Anbindung der Tiere und das Verbot des betäubungslosen Enthornens von Kälbern vor.

Auch das Schnabelkürzen bei Puten sowie die betäubungslose Kastration bei Ferkeln moniert er in einem am 30. Januar 2012 in Echem bei Lüneburg vorgestellten Plan.

Dazu der Landesvorsitzende der Ökologisch-Demokratischen Partei Niedersachsen, Michael Falke:
„Sicher zeigt Herr Lindemann mit seinen Vorschlägen den Willen, die grausamen und nach wie vor von der Landesregierung tolerierten Praktiken der Massentierhaltung zu mildern. Gleichzeitig ist aber aus seinem Vortrag erkennbar, auf welchem Stand der Tierschutz in Deutschland steht: Tiere werden weiterhin wie Sachen behandelt, das Zufügen von Schmerzen stellt bestenfalls eine Sachbeschädigung, wenn auch nicht im strafrechtlichen Sinne, dar. Die ÖDP fordert Herrn Lindemann auf, die guten Ansätze seiner Vorschläge in Gesetze zu fassen bzw. auf ein entsprechendes Gesetzgebungsverfahren hinzuwirken. Jede Verzögerung bedeutet Tag für Tag unendliches Leid für die Tiere in den Tierfabriken, das nur mit Rücksicht auf eine starke Lobby der fleischproduzierenden Industrie gebilligt wird. Letztlich auch auf Kosten der Landwirte.“

Fazit der Öko-Demokraten: Wenn mehr Landwirte mit den Tieren so schonend umgehen würden wie Lindemann mit den Landwirten, dann wäre für den Tierschutz schon viel gewonnen.

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