Orgelprüfung erfolgreich bestanden
Mit dem Beginn der Sommerferien konnte der 16jährige Hinrich Mahler aus Nienhagen noch nicht wie andere Mitschüler auf den „Urlaubsmodus“ umschalten. Ihm stand in der zweiten Ferienwoche eine Prüfung bevor, auf die er fast drei Jahre hingearbeitet hat: Die sogenannte D-Prüfung, die Eingangsprüfung für Orgel.
Orgellehrerin Claudia Griesser war fast ebenso aufgeregt wie ihr Orgelschüler Hinrich Mahler, als die Prüfung durch Kirchenmusikdirektor Martin Winkler von der Stadtkirche Celle begann. Durchaus umfangreich ist nämlich der Wissensstoff, der schon in der Eingangsprüfung von den Orgelschülern abgefragt wird. Natürlich steht das Orgelspielen im Zentrum der Ausbildung, aber daneben müssen die Schüler sich auch musiktheoretische Kenntnisse aneignen und sich sicher im evangelischen Gottesdienst wie im Gesangbuch auskennen. Auch Grundkenntnisse im Orgelbau gehören dazu. Hinrich Mahler: „Meine einzige Schwierigkeit lag im Singen, das ist nicht so meine Stärke!“ Trotzdem, so sein Lehrerin Claudia Griesser, konnte ihr Schützling die Prüfung mit einer glatten eins oder 14 Punkten abschließen.
Die Landeskirche Hannovers, der Kirchenkreis und Kirchengemeinden fördern durch Stipendien die Ausbildung von jungen Organisten. Kirchenkreiskantorin Almut Höner zu Guntenhausen informiert gerne über Möglichkeiten der Ausbildung und Fortbildung, aber auch Pastorinnen und Pastoren vermitteln die notwendigen Kontakte. Nicht ganz uninteressant für junge Menschen ist die Tatsache, dass das Orgelspiel in Gottesdiensten, bei Trauerfeiern und anderen Anlässen natürlich vergütet wird. Mancher Student konnte mit seiner Orgelausbildung durchaus einen guten Teil seines Studiums verdienen. Nach den Sommerferien wird Hinrich Mahler in der Laurentiusgemeinde Nienhagen hin und wieder auf der Orgelbank sitzen und mit musikalischen Fertigkeiten die Gottesdienste in der Kirche bereichern.
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