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Richtfest Sporthalle Altenhagen *aktualisiert*

Nach sechs Monaten Bauzeit feiert die Goldbeck West GmbH, Bielefeld- Hannover am heutigen Freitag das Richtfest für die neue Sporthalle der berufsbildenden Schulen in Altenhagen. Der Landkreis Celle und die Firma Goldbeck hatten vor Baubeginn einen Vertrag zur Planung, zum Bau und zur Finanzierung des Projekts abgeschlossen.

Auf rd. 2.300 Quadratmetern Fläche entsteht auf dem Platz der ehemaligen Schwimmhalle eine multifunktionale Drei-Feld-Halle mit Wettkampfmaßen und einer Tribüne für knapp 200 Personen. Die Multifunktionalität ist für die Berufsbildende Schule I und die Albrecht-Thaer-Schule besonders wichtig, da sie über keine Aulen verfügen.

Anlässlich des Richtfestes stellte Hilmar Albrecht, Leiter der Hannoveraner Niederlassung der Firma Goldbeck, die von Gegensätzen bestimmte Architektur der Halle vor. Der Rohbau bestehe aus Stahlbetonstützen mit weitgespannten Stahl-Fachwerkträgern, die die Unterkonstruktion für das Pultdach bildeten. Der Sockel, verkleidet mit einer rot-bunten Klinkerverblendung trage – in Anlehnung an die Elbphilharmonie in Hamburg – eine futuristisch anmutende Verkleidung aus Industrieglas. „Der Unterschied”, so Albrecht, sei allerdings, „dass Sie nicht mit drei Jahren Verspätung in das Gebäude einziehen und sich die Kosten dabei vervielfachen.” Seine Firma werde alles versuchen, dass das Gebäude kurz nach den Sommerferien für den Schulsport genutzt werden kann.

Hervorzuheben ist der Beitrag des Projekts für den Klimaschutz. Auf einer Dachfläche von 1.300 Quadratmetern wird eine Photovoltaik-Anlage installiert, die im Jahr rund 60.000 Kilowattstunden Energie produziert. Zudem profitiert der Landkreis davon, dass bis jetzt auch vier Handwerksbetriebe aus dem Landkreis Celle beauftragt wurden, so dass ein Teil der Investitionssumme in unsere Region zurückfließt. Weitere Aufträge werden folgen.

Die Schulleiter der Albrecht-Thaer-Schule und der BBS I, Ute Rahlves und Bernd Habekost, bedankten sich in einem humorvollen Dialog beim Schulträger, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisverwaltung, bei Landrat Klaus Wiswe, bei den beteiligten Kreistagsabgeordneten, den Arbeitern der beauftragten Firmen und den Lehrkräften, die ihren Sachverstand mit eingebracht hätten. Insgesamt würden ca. 2.700 Mitglieder der Sportvereine und Schülerinnen und Schüler die neue Halle nutzen.

Landrat Wiswe betonte, dass der Landkreis Celle als Träger der weiterführenden Schulen Jahr für Jahr viel Geld in seine Bildungseinrichtungen investiere. Das sei eine Investition in die Zukunft unserer Kinder und deshalb gut angelegt. Und er ergänzte: „Auch in diesem Fall wird die Halle unseren Sportvereinen für den Trainings- und Wettkampfbetrieb kostenlos zur Verfügung gestellt”.

Exklusiv in CelleHeute die Reden von Landrat Klaus Wiswe und Schulleiter und Bauherr Hilmar Albrecht von der Firma Goldbeck (mit Hintergrundinfos zum Bau) im Original-Wortlaut.


Rede Klaus Wiswe

Zum Richtfest der neuen Sporthalle hier in Altenhagen begrüße ich Sie ganz herzlich. Gern übermittle ich Ihnen auch die besten Grüße von Kreistag und Kreisverwaltung. Ausdrücklich begrüße ich die Handwerker; denn das Richtfest, das wir heute nach alter Tradition feiern, ist zu allererst ihr Fest. Es ist ein Dankeschön für die geleistete Arbeit und zugleich auch eine Anerkennung für das
Handwerk.

Traditionell markiert das Richtfest den Zeitpunkt, an dem die wichtigsten Arbeiten geschafft und die größten Gefahren überstanden sind. Auch uns ist dies „ein Fest wert“, das wir zusammen mit den Maurern, Zimmerleuten und Bauarbeitern freudig begehen. Glücklicherweise hat sich an dieser Tradition bis heute nichts geändert.

Mit dem heutigen Tag ist für den Bauherrn und für die Bauleute ein großer Schritt getan. Ein wesentlicher Teil der Arbeiten liegt hinter uns, das Gebäude zeigt sich bereits in voller Größe. Alles ist nun unter „Dach und Fach.“ Das heutige Fest schließt somit die erste Bauphase ab und läutet die Phase des Innenausbaus und der technischen Gebäudeausrüstung ein.

Wahrhaftig ein Grund für eine feierliche Veranstaltung! Am 29. September des vergangenen Jahres haben wir beide, Herr Albrecht, den Vertrag unterzeichnet, der auch die Finanzierung dieser neuen Schulsporthalle zum Inhalt hatte. Das Projekt wurde – wie seinerzeit auch der Neubau des Gymnasiums Lachendorf – als ÖPP-Vorhaben ausgeschrieben und beauftragt. Dadurch hat der Landkreis als Betreiber der Halle eine Finanzierungssicherheit bis ins Jahr 2032, wenn die letzte Rate fällig ist.

Hier auf dem Platz der ehemaligen Schwimmhalle entsteht eine Multifunktionshalle mit Wettkampfmaßen und einer Tribüne für knapp 200 Personen. Die Multifunktionalität ist für Sie, liebe Frau Rahlves, lieber Herr Habekost, besonders wichtig; denn Ihre Schulen verfügen über keine Aulen! Hervorheben möchte ich den Beitrag des Projekts für den Klimaschutz. Auf einer Dachfläche von 1.300 Quadratmetern wird eine Photovoltaik-Anlage installiert, die im Jahr rund 60 Tausend Kilowattstunden Energie produziert. Zudem profitiert der Landkreis davon, dass bis jetzt auch vier Handwerksbetriebe aus dem Landkreis Celle beauftragt wurden, so dass ein Teil der Investitionssumme in unsere Region zurückfließt. Weitere Aufträge werden folgen.

Wir investieren als Träger der weiterführenden Schulen Jahr für Jahr viel Geld in die Bildungseinrichtungen unseres Landkreises. Aber wir wissen, dass dieses Geld gut angelegt ist, denn wir investieren in die Zukunft unserer Kinder. Und D auch in diesem Fall wird die Halle unseren Sportvereinen für den Trainings- und Wettkampfbetrieb kostenlos zur Verfügung gestellt.

Ihnen, liebe Handwerker, wünsche ich, dass Sie das Bauvorhaben unfallfrei zum Abschluss bringen können. Die schlüsselfertige Übergabe des Gebäudes ist für den 2. Oktober vereinbart. Dann werden wir uns hier wiedersehen und sicher auch die Schülerinnen und Schüler und die Vereinsvertreter begrüßen können; denn für die unternehmen wir schließlich die ganzen Anstrengungen.

Rede Hilmar Albrecht

Im September 2011 wurde der Startschuss mit der Unterzeichnung des Bauvertrages gegeben. In angenehmer Runde im Celler Kreishaus haben Sie, Herr Wiswe, die langen vertraglichen und planerischen Vorarbeiten mit einem Bau- und Finanzierungsvertrag abgeschlossen. Herr Helmers und Herr Dörner konnten damals nicht teilnehmen, deshalb freut es mich, Sie heute hier zu begrüssen. Ebenso die Vertreter des Architekturbüros Dohle und Lohse, die den Entwurf massgeblich mitbestimmt haben. Mit der Unterzeichnung konnte die Abwicklung des Bauvorhabens beginnen.

Das besondere des Bauvorhabens ist, dass wir neben dem Bau auch die Finanzierung des Objektes mit begleiteten und mit der WL Bank einen zuverlässigen Partner gefunden haben.
Nach Abriss der ehemaligen Schwimmhalle haben wir im November mit den Arbeiten auf der Baustelle begonnen. Herr Felsberg hatte durch das gleichzeitig laufende Genehmigungsverfahren für die Hauptfeuerwache in Celle noch andere Brände sportlich zu löschen. Daher konnte die Baugenehmigung nicht komplett zum vereinbarten Termin erteilt werden. Dies und der erst milde dann aber strenge Winter haben uns dann terminlich Schwierigkeiten gemacht. Wir werden alles versuchen, dass Sie kurz nach den Sommerferien dieses Gebäude für den Schulsport nutzen können.
Die Formen des Gebäudes sind jetzt schon gut zu erkennen: Es handelt sich um eine Dreifeldsporthalle, die insgesamt 199 Zuschauern Platz bietet. Diese Zahl ist bestimmt durch Verordnungen. Wäre es ein Zuschauer mehr, gelten verschärfte Bestimmungen des Baurechts, die das Gebäude verteuert hätten.

Der Rohbau besteht aus Stahlbetonstützen mit weitgespannten Stahl-Fachwerkträgern, die die Unterkonstruktion für das Pultdach bilden. Die Architektur wird von Gegensätzen bestimmt. Der Sockel, verkleidet mit einer rot-bunten Klinkerverblendung trägt eine futuristisch anmutende Verkleidung aus Industrieglas. Kommt Ihnen bekannt das bekannt vor? Auch die Elbphilarmonie in Hamburg ist so konzipiert (Der Sockel (ehemaliger Speicher) verklinkert und Glasdach. Der Unterschied ist allerdings der, dass Sie nicht mit 3 Jahren Verspätung in das Gebäude einziehen und sich die Kosten dabei vervielfachen.

Der Haupteingang der Sporthalle wird dominiert durch das weit auskragende Vordach, dass ohne Stütze auskommt. Dieser architektonische Wunsch hat uns bei der Bauabwicklung Schwierigkeiten bereitet, die wir aber, wie Sie jetzt sehen, gelöst haben.

Die Gebäudehülle ist seit heute dicht,. Das Mauerwerk und Betonsohle wurden fertiggestellt, die Installation der Gebäudetechnik ist im Gange. Die Innenausbauarbeiten laufen, die Arbeiten, die eine Sporthalle ausmachen, kommen fast zum Ende. Der Sportboden beginnt im Juli, Trennwände und Prallwände kurz danach.

Insgesamt bauen wir eine Gebäudefläche von ca. 2.300 m² mit ca. 800 m² versiegelten Aussenanlagen.
Als Vertreter der ausführenden Baufirma bedanke ich mich zuallererst bei meinen Mitarbeitern, dem Projektleiter Robert Wagner und dem Bauleiter Peter Helmbrecht sowie den Architekten…. Nachdem die Baugenehmigung erteilt wurde, höre ich von dem Bauvorhaben relativ wenig, was immer ein gutes Zeichen für einen reibungslosen Bauablauf ist.

Danke allen beteiligten Handwerkern, dem Hausmeister Herrn Brandt, der für Fragen und Klärungen immer ein offenes Ohr hat, Lehrern und Schülern, für das Verständnis für Behinderungen durch die Bauarbeiten. Durch die vorgefertigte Bauweise, müssten sich diese aber im Rahmen halten.
Ich wünsche allen Beteiligten noch eine partnerschaftliche und gute restliche Bauzeit. nd wir uns hier imSeptember 2012 zu einer erfolgreichen Einweihung wieder treffen.

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