Ein Bettler mit himmelblauen Augen, eine herumstreunende Katze, die herbstlich nackten Zweige des Weidenbäumchens – Rajzel Zychlinskis Gedichte, die in der jiddischen Literatur eine herausragende Stellung einnehmen, gelten dem Blick auf das Alltägliche, den manchmal schäbigen Randerscheinungen – und der ihnen innewohnenden Größe und Kraft.
Das Duo „Schmarowotsnik“, das vor drei Jahren die Werke von Rajzel Zychlinski für seine Arbeit entdeckte, stellt eigene
Vertonungen unter dem Titel „lider“ (jidd. für „Gedichte“) vor.
Christine v. Bülow (Oboe, Englischhorn) und Martin Quetsche (Akkordeon) beschäftigen sich seit rund 15 Jahren mit der osteuropäisch-jüdischen Klesmermusik und arbeiten mit verschiedenen Gruppen (u.a. Di Chuzpenics) und Stilen. Beide singen auf jiddisch, komponieren und arrangieren alle Lieder selbst.
Sa. 4. Februar, um 20 Uhr,
bei Gajah, Schuhstraße 23, info@gajah.de

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