Auf ihrem SPD-Unterbezirksparteitag haben die Delegierten mit nur wenigen Enthaltungen einen Antrag des SPD- Ortsvereins Celle zur Verbraucher- und Landwirtschaftspolitik angenommen, der von einem Facharbeitskreis mit dem Celler Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende ausgearbeitet worden ist. Hier lesen Sie den Beschluss im Original:
Verbraucherpolitik stärken für gute und sichere Lebensmittel
Vor dem Hintergrund aktueller Ereignisse, insbesondere aus dem Dioxinskandal, bei dem in Niedersachsen die eklatanten Mängel im Kontrollsystem und im Informationsfluss der zuständigen Behörden untereinander einerseits und zum Verbraucher andererseits sichtbar wurden, muss die Verbraucherpolitik durch eine Stärkung der Verbraucherrechte und Verbraucherinformationen ausgebaut werden. Verbraucherpolitik in Niedersachsen muss sich an Kriterien von Qualität, Transparenz und Sicherheit messen lassen.
Auf der Klausurtagung des SPD Landesvorstandes mit dem Fraktionsvorstand der Landtagsfraktion und den Bundestagsabgeordneten vom 03. bis 05. Februar 2011 wurde der Beschluss gefasst, eine Arbeitsgruppe unter dem Arbeitstitel „Gesunde Ernährung – gesunde Landwirtschaft“ einzurichten mit dem Ziel, eine Positionsbestimmung der SPD zur Verbraucher- und Landwirtschaftspolitik für das Landeswahlprogramm zu entwickeln.
Der UB Celle mischt sich mit diesem Antrag in die Debatte der Arbeitsgruppe ein:
Unser Leitbild ist die/der aufgeklärte und selbstbewusste Verbraucherin/Verbraucher, die/der selbst bestimmt, welches Produkt sie/er kaufen will und dabei gute Möglichkeiten hat, sich über die Beschaffenheit, Herkunft und Produktionsbedingungen zu informieren. Mit ihrer Kaufentscheidung gestalten Verbraucherinnen und Verbraucher den Markt aktiv mit. In diesem Sinne ist Verbraucherpolitik eine von der Nachfrageseite her betrachtete Wirtschaftspolitik.
I.) Sichere Lebensmittel – Informierte Verbraucherinnen und Verbraucher
Völlig zu Recht haben Verbraucherinnen und Verbraucher Ansprüche an die Produkte ihrer Wahl. In ihrer Rolle als Beteiligte im Wirtschaftskreislauf bestimmen sie durch ihr Kaufverhalten auch die Angebotsseite mit. Sie haben zu Recht Ansprüche nach gesunden, sicheren und bezahlbaren Lebensmitteln, formulieren aber auch ethische Kriterien an die Erzeugung und Produktion von Lebensmitteln in Bezug auf den Tierschutz oder die Arbeitsbedingungen. Mangelnde Informationen über die Qualität und die Beschaffenheit eines Produktes kann Dumpingpreisen Vorschub leisten, wenn der Preis das einzig entscheidende Kriterium ist, weil man die anderen Kriterien nicht kennt. Hier gilt es, durch eine offensive Bewerbung von Qualitätskriterien die Verbraucherinnen und Verbraucher in die Lage zu versetzen, mehr als nur den Preis in die Kaufentscheidung einzubeziehen und Kriterien der guten Arbeit mit fairen Löhnen (von der Produktionsstätte bis in den Einzelhandel) und Kriterien des Tierschutzes sichtbar zu machen.
I.I. Lebensmittelkontrollen
Die SPD wird die Lebensmittelsicherheit in Niedersachsen deutlich verbessern und ausbauen, indem sie
a. die staatlichen Kontrollen durch die Landesbehörde für Lebensmittelsicherung (LAVES) verbessert. Dies wird sowohl quantitativ wie qualitativ geschehen. Entsprechende Standards für Kontrollen und ihre Veröffentlichung sind sicherzustellen. Zur Finanzierung müssen Betriebe Gebühren entrichten, die aus einer zu erstellenden Gebührenordnung hervorgehen.
b. die Kommunen bei der Umsetzung ihrer Kontrollarbeit in den Gewerbeaufsichtsämtern unterstützt durch intensive Beratungen durch das LAVES.
c. eine regelmäßige Berichterstattung über Umfang und Ergebnisse der Kontrollen sowohl auf der Landes, wie auch auf der Kommunalen Ebene einführen wird.
I.II. Nachhaltiger Konsum
Die SPD setzt sich für einen nachhaltigen Konsum ein, bei dem Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Kaufentscheidung an qualitativen Standards festmachen können wie
a. Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in der Landwirtschaft, der Lebensmittelproduktion und der Lebensmittelketten in Bezug auf angemessene Bezahlung und Tarifstrukturen, aber auch an Bedingungen des Gesundheitsschutzes (waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Produktion schädlichen Stoffen ausgesetzt)
b. Umweltauswirkungen der Produkte (CO2-Emissionen, Transportwege, Herstellungsmethoden)
I.III. Verbraucherinnen- und Verbraucherinformation
Die SPD wird die Information für Verbraucherinnen und Verbraucher ausbauen mit dem Ziel einer umfangreichen Nachvollziehbarkeit von Produkten und Testergebnissen. Hierzu werden wir
a. im Rahmen des Verbraucherinformationsgesetzes (VIG) die Veröffentlichungspflichten festschreiben und eine Veröffentlichung eines jeden Testes unabhängig vom Ergebnis einer Prüfung in Lebensmittelbetrieben, der Landwirtschaft, in Lebensmittelmärkten, aber auch der Gastronomie etc. vornehmen. Ferner eine bundesweite Warnplattform fordern.
b. die sog. Smiley-Kennzeichnung an Gaststätten und Restaurants als sichtbares Kontrollergebnis für die Verbraucherinnen und Verbraucher einführen
c. die Verbraucherzentrale Niedersachsen finanziell so ausstatten, dass sie dem anfallenden Beratungsbedarf und den Beratungsthemen gerecht werden kann. Diese Aufstockung soll durch die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz und durch Bußgelderlöse und Kartellstrafen im Lebensmittelbereich erfolgen.
I.IV. Verbraucherinnen- und Verbraucherbildung
Die SPD wird eine gezielte Verbraucherbildung entwickeln und einführen, indem sie
a. die Verbraucherzentrale und andere Akteure mit der Entwicklung und Durchführung von Kampagnen zur Aufklärung beauftragen.
b. die Einführung eines Schulfaches „Verbraucherbildung“ prüft, in dem es neben dem Erlernen von gesunder Ernährung, Herkunft und Gebrauch von Lebensmitteln oder dem Besuch von Produktionsstätten, auch um Inhalte eines ökonomischen Verständnisses (Vertragswesen, Datenschutz, Finanzgrundkenntnisse, Versicherungswesen, etc.) gehen wird.
c. die Gewerkschaften in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale Beratungs- und Fortbildungsangebote zur Verbraucherbildung in Betrieben entwickeln lässt. Diese sollen u.a. im Bereich der Altersvorsorge, Schuldnerberatung, Ernährungsberatung, etc. sein.
II.) Landwirtschaft der Zukunft
Aus unserem Leitbild Verbraucherpolitik lässt sich auch die Zukunft der Landwirtschaft ableiten. Wie muss eine Landwirtschaft aussehen, die die von Verbraucherinnen und Verbraucher nachgefragten Produkte liefern kann? Eine an der Nachhaltigkeit orientierte Landwirtschaft kann nicht in Intensivtierhaltung, die eine artgerechten Haltungsform unmöglich macht, gelingen. Eine solche Massentierhaltung führt zu überdüngten Böden und massiven Umweltproblemen (u.a. Nitrat und Pestizide im Grundwasser). Eine industrielle Landwirtschaft schafft auch keine erstrebenswerten Arbeitsplätze, sondern wird zumindest teilweise mit Dumpinglöhnen umgesetzt. Eine Landwirtschaft der Zukunft muss den Landwirten eine auskömmliche Existenz sichern, den Tierschutz in den Mittelpunkt der Tierhaltung stellen und muss ihren Anteil an der Entwicklung der ländlichen Räume und der Gestaltung der Lebensqualität auch außerhalb der Landwirtschaft Rechnung tragen.
Die SPD wird daher bewusst der Entwicklung ländlicher Räume eine Priorität einräumen und eine Landwirtschaft der Zukunft gezielt durch Gesetzesänderungen zur Eindämmung von Intensivtierhaltungsanlagen, zur Verbesserung des Tierschutzes, zur Einkommenssituation von Landwirten und zur besseren Unterstützung der bäuerlichen Landwirtschaft gestalten, indem sie
a. für die bäuerliche Landwirtschaft angemessene Obergrenzen für die Nutztierhaltung festlegt, Raumordnungsverfahen gegen eine zu hohe Dichte von Tierställen zur Pflicht macht und Großschlachthöfe, die unerwünschte Massentierhaltung nach sich ziehen (wie z.B. in Wietze), nicht mehr genehmigen lässt.
a. Änderungen am Baugesetzes im § 35 I Ziff. 1und 4 vornimmt und Massentierhaltungsanlagen von der Privilegierung ausschließt.
b. im Immissionsschutzgesetz die Bestandsobergrenzen an Mastplätzen für die Genehmigung deutlich senkt und die VDI-Richtlinie 4250 (Bioaerosole, Keime) stärker Berücksichtigung findet kann.
c. das Tierschutzgesetz und die Nutztierhalteverordnung weiterentwickelt und Standards im Hinblick auf die Tiergesundheit (Schwänze kupieren bei Schweinen, Enthornung, Medikamenteneinsatz, Schnäbel kupieren, Qualzucht, etc.) und das Tierverhalten (Verhaltensstörungen wie Kannibalismus, nicht-tiergerechte Haltungsverfahren wie Vollspaltenböden oder Käfige etc.) setzt.
d. sich dafür einsetzt, dass die Subventionspolitik auf EU-Ebene, Bundes- und Landesebene sich an Kriterien bemisst, die einer flächendeckend wirtschaftenden und multifunktional ausgerichteten Landwirtschaft, die dem Ziel einer ressourcenschonenden Produktionsweise im Sinne des Nachhaltigkeitsprinzips verpflichtet ist.
e. die bäuerliche Landwirtschaft und der Ausbau des Ökolandbaus, die in möglichst hofnahen Kreisläufen wirtschaften und in die Region eingebunden sind, deutlich vorantreibt.
f. dafür Sorge trägt, dass den Landwirten mehr Anteile an den Verkaufserlösen ihrer Produkte zugutekommen.
Begründung:
Jede Bürgerin / jeder Bürger ist eine Verbraucherin bzw. ein Verbraucher. Die Anforderungen an eine moderne, partizipative und nachhaltige Verbraucherpolitik muss sich deshalb an den steigenden Bedürfnissen nach Sicherheits- und Gesundheitskriterien, Aufklärung und Information ausrichten. Verbraucherinnen und Verbraucher fragen zunehmend kritisch mit vollem Recht nach der Herkunft, der Produktion und den Inhalten von Lebensmitteln. Im Lebensmittelbereich, aber auch in anderen Bereichen der Verbraucherpolitik, etwa dem Finanz- und Versicherungsbereich, dem Gesundheitsbereich oder dem Datenschutz können wir heute nicht mehr vom aufgeklärten Verbraucher / von der aufgeklärten Verbraucherin ausgehen, hier herrscht hohe Verunsicherung und Unwissenheit. Deshalb muss der Aufklärung, Information und Bildung auch eine neue Rolle zukommen. Mit der Positionsbestimmung der SPD für Niedersachsen wird diese Herausforderung in ein klares Zukunftskonzept gebracht. Die Aufzählungen des Antragstextes bilden keine abschließende Benennung, sondern sind ein erster Anhaltspunkt im Rahmen der Debatte in der zu gründenden AG auf Landesebene.
Der Dioxin-Skandal der letzten Wochen hat gezeigt, dass Niedersachsen deutliche Lücken im Kontrollsystem hat und dieses nur unzureichend funktioniert. Deshalb muss sich eine künftige Lebensmittelkontrolle an klaren Risikokriterien orientieren und muss Standards der Beprobungen entwickeln und veröffentlichen. Hierzu bedarf es auch einer Ausweitung der staatlichen Kontrollen, die das Eigenkontrollsystem der Unternehmen ergänzen und auch kontrollieren. Die Gewerbeaufsichtsämter sind in die Standardisierung mit einzubinden und zu beraten und fortzubilden. Eine gemeinsame nach klaren Indikatoren festgeschriebene regelmäßige Berichterstattung soll Auskunft über Kontrollergebnisse und mögliche Mängel aufzeigen.
Nachhaltig konsumieren heißt, bewusst zu konsumieren und sich die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Aspekte des Konsums bewusst zu machen. Unter welchen Bedingungen wurden beispielsweise die Kleidung oder der Computer hergestellt? Sind die Arbeiterinnen und Arbeiter angemessen bezahlt worden? Waren sie bei der Produktion schädlichen Stoffen ausgesetzt? Und wie sehen die Umweltauswirkungen der Produkte aus? Welche Produkte von welchem Unternehmen möchte ich mit meinem Einkauf nachfragen? Wie viel Geld habe ich zur Verfügung und wofür kann ich es ausgeben? Nachhaltiger Konsum ist eine Alternative zu Konsumstilen, die keine Rücksicht auf Ressourcenverbrauch oder gesellschaftliche Auswirkungen von Produkten nehmen.
Jede Verbraucherin und jeder Verbraucher muss die Möglichkeit haben, sich auf einer Internetseite über Kontrollen und deren Ergebnisse in seiner Nähe oder nach seinem Interesse zu erfahren und zwar unabhängig von Grenzwertüberschreitungen oder anderen Kontrollergebnissen. Dies schützt die Betriebe, die ohne Beanstandungen geprüft wurden und erhöht den Druck auf diejenigen, die im Wissen um geringe Bußgeld- und Ordnungswidrigkeitsanzeigen eine Geldzahlung der schnellen Abhilfe vorziehen. Mit dem Smiley-System, dass als Aufkleber an die Türen von Gaststätten und Restaurants den Kundinnen und Kunden einen schnellen Blick auf ein Testergebnis gibt, ist in Dänemark und Teilen Berlins eine Welle deutlich verbesserter Kontrollergebnisse erzeugt worden. Dieses System wollen wir auch in Niedersachsen einführen. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen ist in den letzten Jahren finanzielle ausgeblutet worden und kann ihre Aufgaben nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt erledigen. Dies zeigen auch deutlich Vergleichsergebnisse mit anderen Bundesländern. Die Verbraucherzentrale genießt bei Verbraucherinnen und Verbrauchern einen guten Ruf, ist bekannt und wird in vielen Fragen der Lebensmittelsicherheit, aber auch anderer Themenbereiche intensiv kontaktiert. Eine gute Ausstattung ist deshalb erforderlich.
Das Wissen und das Erkennen von Zusammenhängen im Lebensmittelbereich (gesunde Ernährung, Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker, fairer Handel, Grenzwerte und Kennzeichnungen), aber auch in anderen verbraucherpolitischen Themen (Finanzdienstleistungen, Gesundheit, Datenschutz, Alterssicherung, etc.) ist in der Regel nicht automatisch bei Verbraucherinnen und Verbrauchern vorhanden. Häufig ist auch eine erhebliche Überforderung festzustellen. Wer möchte, dass Verbraucherinnen und Verbrauchen bewusste Kaufentscheidungen treffen können und sich ihrer Verbraucherrechte als Kundin oder Kunde, als Anlegerin oder Anleger, als Patientin oder Patient, als Internetnutzerin oder Internetnutzer, als Versicherungsnehmerin oder Versicherungsnehmer bewusst sind, muss die Verbraucherbildung stärken. Schleswig-Holstein ist das erste Bundesland, das das Schulfach „Ökonomische Bildung“ in die Lehrpläne mit aufgenommen hat. Schülerinnen und Schüler lernen heute nicht mehr selbstverständlich im Elternhaus, was eine bewusste und gesunde Ernährung ist, was ein Vertragsabschluss z.B. eines Handys bedeutet, was im Internet datenschutzrechtlich zu bedenken ist oder welche Patientenrechte ihnen zustehen. Auch die Beratung und Weiterbildung in Betrieben muss ausgebaut werden. Gewerkschaften und Verbraucherorganisationen können hier gemeinsam agieren und konzipieren.
Die Veränderungen in der Landwirtschaft der letzten Jahrzehnte führten insbesondere in Niedersachsen zu erheblichen Strukturveränderungen. Die Zahl der Bauernhöfe ist fast halbiert worden und durch eine industrielle Landwirtschaft mit Massentierhaltung und Fließbandproduktion ersetzt worden. Unterstützt wurde diese Entwicklung durch eine fehlgeleitete Subventionierung durch die EU, aber auch durch Bundes- und Landespolitische Förderprogramme. Einher geht mit diesen Agrarfabriken eine zunehmende gesundheitliche Belastung des Menschen, eine Belastung der Umwelt und eine Tierhaltung, die nicht mehr artgerechten Kriterien genügt. Hinzu kommen katastrophale Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten der Produktionsstätten (Schlachthöfe, Lebensmittelverwertung, Futtermittelherstellung). Dieser Entwicklung wollen wir stoppen und verändern.

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Ach ist das wieder schön!! Endlich kann man an den Berichten wieder erkennen das Wahljahr ist!
-Wo war denn die SPD als in Wietze über die Ansiedlung des Schlachthofes abgestimmt wurde? Einstimmig zugestimmt hat sie!
Wie verhält sich die SPD denn, wenn in den Gemeinderäten über Bebauungspläne für Mastställe abgestimmt wird? Mit grosser Mehrheit dafür gestimmt!
Was hat denn die Stadt SPD mit unserem ach so aktiven OB getan, als der Wasservertrag zwichen der Stadt Celle und der SVO verlängert wurde. Gar nichts hat sie getan sondern einstimmig zugestimmt.
Man muss sich nur ein zweimal auf einer Ratssitzung sehen lassen um genau zu wissen wie die beiden angeblichen Volksparteien sich bei Abstimmungen verhalten.
Das plötzliche angebliche Umschwenken nach dem ach wievielten Lebensmittelskandal ist schon mehr als lächerlich.
Gruss, Christian Brandes
Nee, nee liebe SPD: SOOO NICHT!
Das sich die SPD auf Landes- und Bundesebene selbst regelmäßig ins Abseits stellt ist mittlerweile normal aber man muss sich ganz ernsthaft fragen: Will sich die SPD jetzt auch endgültig auf Kreisebende disqualifizieren?
Meint es die SPD wirklich ernst? Nein!
Die SPD versucht sich lediglich an die Spitze des Protestes zu setzen, um scheinbar ein Paar Wählerstimmen zu erhaschen, denn als das Thema Schlachthof mit allen sich daraus ergebenden Folgen in die Gänge kam hat die SPD im Kreistag und im Gemeinderat Wietze den Schlachthof durchgewunken und jetzt kommt die SPD als “Retter des Anstandes” mit einer Dagegenposition?
Das ist lächerlich und hat mit verantwortungsvoller Politik nichts zu tun!
Liebe SPD,
so ein falsches Spiel lassen wir nicht durchgehen!
Gruß,
Jörn Schepelmann
Die etablierten Parteien sind Erfüllungsgehilfen der Wirtschaft und des Kapitals. Wer das als Bürger immer noch nicht begriffen hat, der tut mir echt sehr leid und dem ist nicht mehr zu helfen !
Leider wird man ohne geändertes Wahlverhalten an dieser Politik gegen den Bürger nichts ändern können.
Es gibt genügend Alternativen auf den Wahlzetteln und da sollte man vielleicht endlich mal den Mut beweisen und kleine unbekannte Gruppierungen wählen, die ein Programm für den Bürger anbieten und “noch” nicht vom Kapital gesteuert sind ! Fangen wir doch bereits bei der bevorstehenden Kommunalwahl im September damit an. Ein Weiter wie bisher darf es nicht geben und kostet uns in der nahen Zukunft den kompletten Ruin.
Zum Schlachthof Wietze:
es ist ein Trauerspiel, das die Politik dieses Projekt durchgewunken hat. Ein weiteres “KZ” für Geflügel, das von der Straße aus betrachtet wie ein Gefängnis bewacht wird und auch so aussieht.
Was will die SPD nun noch ändern ?
Ich als Bürger habe auf jeden Fall schon seit Längerem mein Essverhalten geändert und konsumiere sehr viel weniger Fleisch und Geflügel , denn nur so ist der Massentierhaltungs-Industrie beizukommen. Der fallende Umsatz muss diese Barone ruinieren ! Leider tun es zu wenige Bürger und schädigen sich selbst mit minderwertigen Erzeugnissen, die chemisch-medizinisch belastet sind…
Jetzt ist die ganze Aktion noch lächerlicher!
Soeben wurde der Artikel nochmal schnell nebst Überschrift umformuliert, damit alles etwas “schöner” klingt…
Liebe SPD,
dazu fällt mir gar nichts mehr ein! Zum Glück ist CelleHeute ein sehr gutes, eigenständiges Onlineportal. Ansonsten könnte man ja fast von einem Wunder sprechen, dass die bisherigen Kommentare nicht gelöscht wurden. Spätestens nach dem heutigen Artikel weiß jeder ganz genau, mit welch Doppelzüngigkeit die SPD bei den Diskussionsrunden zum Thema “Geflügelschlachthof/Mastställe” auftritt. Wahlkampf der billigsten Art. Nichts anderes ist das!
Gruß,
Jörn Schepelmann
Lieber Herr Schepelmann,
bei der Änderung ging es nicht darum, dass etwas schöner klingen soll, sondern der Text des Entschlusses vom Unterbezirksparteitag der SPD wurde von der Person, die diese Meldung eingereicht hat, verfälscht. Leider kommt so etwas vor. Da dieser Text so von der Parteibasis nicht beschlossen wurde, hat der Vorstand gleich nach Erscheinen die richtige Version eingereicht. Dieser eine, hinzugefügte Satz war leider auch Grundlage der Überschrift. Somit wurde diese der Richtigkeit halber auch abgeändert.
Wir bedauern das Versehen und bedanken uns bei Peter Fehlhaber und den Lesern für das Missverständnis.
Gruß
Angela Hohmann
Schriftführerin geschäftsf. Vorstand des SPD-Unterbezirks
Ergänzung:
übrigens ist ein neuer Maststall (Geflügel) in Neustadt-Garbsen in den Startlöchern und Wasserverband, Umweltschützer etc. haben die Befürchtung, dass das Wasserschutzgebiet in Mitleidenschaft gezogen wird !
Wiederum eine schlechte Nachricht für die Bürger der umliegenden Gemeinden. Mal sehen, was die SPD dazu zum besten gibt…
Guten Morgen,
immer wieder herrlich so etwas zu lesen.
Die Schriftführerin des SPD Unterbezirks BEDANKT sich bei Herrn Fehlhaber und den Lesern für das Missverständniss………… Ich dachte immer man bedankt sich für ein entgegengebrachtes Verständniss. Aber dafür braucht sich Frau Hohmann auch nicht bedanken. Der Vorsitzende der SPD Celle hat es schon alleine geschafft sich auf der Info Veranstanltung der BI Flotwedel in Wienhausen als in dieser Sache unglaubwürdig darzustellen.
mit freundlichen Grüssen Christian Brandes
Für uns Wietzer Bürger findet sich der wichtigste Satz des Antrags in Absatz II (Landwirtschaft der Zukunft): ‘Grossschlachthöfe wie den in Wietze, die eine agrarindustrielle Massentierhaltung nach sich ziehen, lehnen wir daher ab’. Nachzulesen auf der Website ‘www.spd-celle-stadt.de’. In dem von der Presse veröffentlichten Text fehlt dieser Satz, leider. Wer im SPD- Ortsverein Celle ist für diese ‘Korrektur’ verantwortlich?
Gerade dieser Satz zeigt den Dumpfbacken der SPD- Fraktion im Wietzer Gemeinderat wie falsch ihr Abstimmungsverhalten zum Bau der Rothkötterschen Mega- Schlachtanlage war. Das ist kaum noch zu korrigieren, lediglich bei der Akzeptanz der Mastanlagen gibt es in den ‘Rothkötter- und Wiesenhof- Claims’ in unserer Region noch Chancen diesen Wahnsinn zu stoppen. Dazu bedarf es aber einer klaren und verlässlichen Richtungsänderung der hiesigen SPD, Grüne und Linke allein werden es nicht schaffen.
Wer es vergessen habe sollte: am 11.09. sind Kommunalwahlen!
Der veröffentlichte Text ist bis auf einen Satz vollständig, wie auch schon Herr Schlegel feststellt. Der Ortsverein Celle, nicht der Unterbezirk Celle, hat diesen Antrag gestellt, und er wurde auch vollständig auf dem SPD-UB-Parteitag verabschiedet. Der fehlende Satz lautet: “Großschlachthöfe wie den in Wietze, die eine agrarindustrielle Massentierhaltung nach sich ziehen, lehnen wir daher ab.” Er gehört hinter ………Pestizide im Grundwasser……im Teil II.). Es ist dem Ortsverein wichtig, festzustellen, dass der Antrag, so wie ihn die Mitglieder des Ortsvereins beschlossen haben, auch vom Unterbezirk beschlossen wurde und an den Landesparteitag der SPD weitergeleitet wird.
Jürgen Rentsch
Vorsitzender SPD Ortsverein Celle