SPD will Gesundheitswegweiser für MigrantInnen
Köln, Bonn, Essen, Mülheim an der Ruhr, Düren, Gießen haben ihn, und die Liste ließe sich fortführen: einen Gesundheitswegweiser für MigrantInnen. Celle soll ihn bekommen. Das findet die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Celle.
„Menschen aus anderen Kulturkreisen haben nicht nur sprachliche Barrieren, wenn sie auf ärztliche Hilfe angewiesen sind. Auch unterschiedliche Umgangsweisen und Traditionen von Gesundheit, Krankheit und mit dem Körper verwehren diesen Menschen den Zugang zu den vorhandenen Versorgungsangeboten“, stellt Katja Hufschmidt-Bergmann fest. Die Fraktionsgeschäftsführerin recherchierte, wie andere Städte ihre MigranntInnen unterstützen. Ein Wegweiser enthält Informationen darüber, in welchen medizinischen Einrichtungen welche Fremdsprachen gesprochen werden.
„In der umfangreichen Adressenliste sind die Sprachkenntnisse von Fachleuten einzeln aufgeführt. Damit finden sie bei gesundheitlichen Problemen im Wegweiser Arztpraxen, Krankenhäusern, Beratungsstellen und weitere Einrichtungen mit Ansprechpartnern, die sie verstehen“, erläutert Hufschmidt-Bergmann das Konzept. Die Versorgungsangebote können optimal genutzt werden und die Menschen können mehr Verantwortung für die eigene Gesundheit entwickeln.
Auch wenn wir erwarten, dass Menschen, die zu uns kommen, die deutsche Sprache erlernen, sind es doch überwiegend ältere Menschen, die die Sprache nicht mehr lernen. „Medizinische Sachverhalte in einer fremden Sprache trotz guter Kenntnisse zu erfassen ist zudem nicht immer gegeben“, begründet Hufschmidt-Bergmann diesen Antrag. Auch der Integrationsausschuss hat bei seinem Workshop das Ziel formuliert, die Gesundheitsvorsorge sowie die Pflege im Alter ins Blickfeld zu nehmen. „Da ist ein Gesundheitswegweiser der erste Schritt in diese Richtung“, ist sich die SPD-Fraktion sicher.
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