CelleHeuteTV: Stephan Weil – “Biorhythmusmäßig” beim SPD-Neujahrsempfang

Keine zwei Tage vorher mit über 95 Prozent zum Spitzenkandidaten gekürt, schon zum “Antrittsbesuch” beim Neujahrsempfang der Celler SPD in Nienhagen. Stephan Weil will in fast genau einem Jahr niedersächsischer Ministerpräsident werden – und Gäste und Genossen scheinen daran keinen Zweifel zu haben.

“Ein Grußwort ist ein Wort des Grußes” – an diese vom designierten SPD-Landtagskandidaten Maximilian Schmidt vermittelte überraschend einfache Logik hielten sich erfrischend kurz alle Grußredner. Ob Celles OB Dirk-Ulrich Mende, Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann, Unterbezirksvorsitzender Rolf Meyer oder eben Schmidt – sie wollten die rund 100 Gäste nicht lange auf die Rede Weils warten lassen.

“Es gehört allmählich zu meinem Biorhythmus, beim Jahresauftakt der Celler Sozialdemokraten dabei zu sein”, scherzte Weil und versprach, auch im nächsten zu kommen – wenn das Treffen nach der Landtagswahl sein sollte. Da hofft er sicherlich, als Ministerpräsident zu den GenossInnen zu reden.

Weil blieb so nah am Geschehen keine Chance, nicht über den “galoppierenden Ansehensverlust der Politik” zu reden. Während Finanzminister Hartmut Möllring im Landtag betonte, “alles sei in Butter”, gab es eine Razzia durch die Staatsanwaltschaft. Weil möchte in Niedersachsen wieder “für saubere Verhältnisse sorgen“. Als ehemaliger Amtsleiter der hannoverschen Behörde, die tatsächlich “Recht und Ordnung” heißt, will ihm das im Hagensaal jeder abnehmen.

Mehr sehen Sie in Kürze in CelleHeuteTV. Vorab schon einmal die Rede von Maximilian Schmidt im Original-Wortlaut:

“Von Rüdiger von Borcke habe ich gelernt, wie ein hinreichend langes Grußwort geht. Ein Grußwort ist ein Wort des Grußes. Ich grüße Sie! Das war mein Grußwort.

Zwei kurze Bemerkungen möchte ich anschließen, einmal zu meinem Vorredner, und dann zu dem Mann, der nach mir spricht.

Erstens: Ich darf Dirk-Ulrich Mende und allen anderen danken, die dabei mitgeholfen haben, dass wir diese Schulreform jetzt unter Dach und Fach bekommen. Es ist ja wahrlich historisch: Der Landkreis Celle bekommt eine Gesamtschule. Niemand braucht davor Angst zu haben, im Gegenteil, bald gibt es endlich echte Wahlfreiheit für die Eltern im Landkreis Celle. Die Elternbefragung gilt für die Eltern zukünftiger Schulkinder, sie haben die Wahl. Für die SPD-Kreistagsfraktion darf ich sagen: Wir werden uns alle Mühe geben, dass über die neuen Schulformen ordentlich und umfassend informiert wird.

Zweitens: Es wird Zeit, dass wir eine sozialdemokratische Landesregierung mit Stephan Weil als Ministerpräsident bekommen. Dann hätten wir diesen nervigen Schulstreit nämlich nicht. Wir wollen eine gesetzliche Grundlage, die es den Schulträgern ermöglicht, frei und nach ihren Bedürfnissen zu entscheiden. Dieser Politikansatz zeichnet Stephan Weil aus: sachlich, pragmatisch, bürgernah. Ich habe gern einen kleinen Teil beigetragen, dass er unser Spitzenkandidat geworden ist. Und das es mir eine Freude wäre, ihn in anderer Funktion nächstes Jahr mit zum Ministerpräsidenten zu wählen, hat sich wohl schon rumgesprochen.”

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