Streit im Winser Rat: “Otti” gerügt – Junge Union stellt sich hinter SPD-Bürgermeister Oelmann
Die Anzeige gegen Winsens Bürgermeister Dirk Oelmann aus den eigenen Reihen (CelleHeute berichtete) spaltet weiter den Rat. Nach der Missbilligung gegen UWG-Ratsfrau Karin Bußmann durch den Rat wegen Äußerungen in unserer Kommentarrubrik stellt sich heute auch die Junge Union hinter Oelmann. Dieser Kommentar war es auch, der uns dazu veranlasste, die Regeln zu ändern und ab März 2012 nur noch jene mit voller Nennung des Namens zu veröffentlichen.
Ein Bürger ließ seinerzeit nicht locker und wollte in einer Ratssitzung wissen, wer hinter dem Pseudonym “Otti” steckte. Bußmann räumte daraufhin die Urheberschaft ein. An der vergangenen Sitzung, die diesen Fall behandelte, nahm die UWG-Abgeordnete nicht teil und bezeichnete die Sitzung als „Tribunal“. Uns gegenüber hat sie in einem persönlichen Schreiben ihr Verhalten zu erklären versucht. Da sie dieses offenbar auch den Kollegen der CZ sandte, gehen wir nicht weiter von einer Vertraulichkeit aus und geben den Wortlaut wie gewohnt ungekürzt und unkommentiert wieder:
“Gäbe es Scheiterhaufen, ich wäre ein Haufen Asche”
“Die “redselige Ratsherrin” (Anmk. der Red: siehe Bericht) (die zum Zeitpunkt Ihrer “Redseligkeit” noch nicht einmal Ratsherrin war), wurde gerade in einer nichtöffentlichen Ratssitzung in Abwesenheit ihrerselbst von einem Tribunal für ihre Äußerungen in der CelleHeute-Kommentarrubrik gerügt und soll sich beim Rat der Gemeinde entschuldigen (Sie wird es nicht tun!). Warum war die Ratsherrin nicht anwesend? Weil Sie beim Bürgermeister einen Antrag auf eine öffentliche Ratssitzung gestellt hat, damit die Menschen in Winsen wissen, worüber verhandelt wird. Dieser Antrag wurde vom Bürgermeister abgelehnt. Warum? Weil man der Delinquentin keine Plattform bieten wollte. So wurde es mir übermittelt. Das Fernbleiben wurde mit “Feigheit” kommentiert. Das ist wirklich gelebte und erlebte Demokratie in Winsen, da wird man doch vorsichtig, oder? Gäbe es noch Scheiterhaufen wie im Mittelalter, dann wäre ich schon ein Haufen Asche.
Herr Fehlhaber, Sie wissen nicht erst seit gestern, dass ich diese Person bin. Und ich lasse mich auch nicht von Herrn Oelmann oder anderen hörigen Ratsmitgliedern durch solche Artikel und Statements verbiegen. Dann doch lieber ein Haufen Asche.
Vor mehreren Wochen versuchte unsere Gruppe mittels eines Artikels im Winser Mitteilungsblatt über die Vorgänge, die dann zur Anzeige geführt haben, die Winser Bürger zu informieren. Wurde zensiert und nicht zugelassen. Wir sind nun gezwungen, unser Statement in eine teure Annonce umzuwandeln. Das ist die Demokratie in Winsen, auf die Herr Oelmann so große Stücke hält. Wenn Sie uns garantieren können, dass an diesem Papier nichts verändert wird, würde ich es Ihnen zum besseren Verständnis der Situation zukommen lassen, Aber nur persönlich und wenn die Gruppe ihre Zustimmung gibt.
Und nun zum Schluss: Die Unterstellung des Herrn Oelmann und sein Wunschdenken, wir seien verantwortlich für die “Bedrohung seiner Kinder” und das Zerkratzen seines Autos ist eine absolute Sauerei. Diese “Feinde” darf er getrost an anderer Stelle suchen! Dafür sind wir denn doch zu zivilisiert, auch wenn wir im politischen Denken und Handeln in vielen Bereichen völlig konträr sind.”
Hinweis:
Wir haben noch vor der Berichterstattung zur Anzeige bei der Staatsanwaltschaft gegen Oelmann alle vermeintlichen Anzeigenerstatter um eine Stellungnahme gebeten. Außer Karin Bußmann sah sich bis heute niemand in der Lage, schriftlich darauf zu reagieren. Zur Anfrage selbst hat sich auch Bußmann nicht geäußert. Es stimmt nachdenklich, wenn die UWG offenbar bereit ist, mit Mitgliederbeiträgen für eine “teure Annonce” zu bezahlen, obwohl sie genau diesen Inhalt mindestens bei CelleHeute.de kostenlos wiedergeben könnte.
Zum Artikel: Junge Union stellt sich hinter Oelmann
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