„Wir freuen uns, dass wir mit der Errichtung des Storchenstandortes in Scharnebeck nahe Hermannsburg einen weiteren wichtigen Beitrag zum Thema Vogelschutz leisten können“, sagt SVO-Sprecher Andreas Gerow. „Die SVO Energie engagiert sich bekanntlich seit längerem in hohem Maße für den Vogelschutz in der Region. So haben wir dem zuständigen Weißstorchbetreuer für Celle und Gifhorn, Hans Jürgen Behrmann, auch spontan unsere Hilfe zugesagt, um ihm bei seinem Vorhaben, Störchen ein neues Zuhause zu ermöglichen, zu unterstützen“, so Gerow weiter. Der Energieversorger stellt hierfür extra einen neuen Strommasten zur Verfügung und übernimmt den Transport und die Montage.
Vorausgegangen war der Aktion die Anfrage des Weißstorchbetreuers Hans Jürgen Behrmann mit der Bitte um Aufstellung eines Storchennestes in Scharnebeck nahe Hermannsburg. In der Bereitstellung von Nistplätzen arbeitet die SVO bereits seit Anfang der 90er Jahre mit Hans Jürgen Behrmann zusammen und so wurden bereits in den Orten Jeversen, Bannetze,
Ummern und Becklingen Storchennester aufgestellt. In Jeversen und Ummern sind dabei zwei Wiederansiedlungsversuche für den Weißstorch geglückt und an beiden Standorten konnten 2010 je zwei Jungstörche im Nest beringt werden.
Da die Gemarkung einen relativ hohen Grünlandanteil aufweist, besteht auch für Scharnehorst die Möglichkeit, dass sich dort Störche niederlassen. Das Nest wird auf einem Gelände im Bereich der Örtze aufgestellt. Die SVO Energie GmbH betreibt seit mehreren Jahren aktiv Vogelschutz. So hat sie die stromführenden Teile ihrer Überlandmasten mit hohem Aufwand für heimische Vögel sicher gemacht und dazu rund eine Million Euro in den Schutz der Tiere investiert. In Abstimmung mit den zuständigen Landkreisen Celle und Uelzen sind alle Masten der SVO bzw. die gesamten 400 Kilometer Freileitung mit Sicherungsvorrichtungen ausgerüstet worden.
In Hermannsburg fand zuletzt 1965 eine erfolgreiche Storchenbrut statt, in Oldendorf 1987. Danach blieben die Nester verwaist, und auch neue Nisthilfen in beiden Orten wurden nicht mehr angenommen. In den letzten Jahren ist der Storchenbestand in den alten Bundesländern spürbar angestiegen.
In Niedersachsen wurde 2011 mit 495 Paaren ein Bestand wie zuletzt vor 40 Jahren erreicht. Die Störche besiedeln auch wieder Standorte, in denen sie seit Jahrzehnten nicht mehr gebrütet hatten. Dieser neuen Situation Rechnung tragend macht es nach Ansicht von Experten Sinn, nun auch wieder im Bereich Hermannsburg-Oldendorf eine Nisthilfe anzubieten.
Die Entscheidung fiel für den Standort Scharnebecks Mühle. Er liegt zwischen beiden Orten mitten drin im Storchen- Nahrungsrevier Oertzeauen. Heute wurde dort auf einer angrenzenden Wiese eine Nisthilfe errichtet. Die Standfläche wird von Günter Bechlarz (Pension Scharnebecks Mühle) zur Verfügung gestellt. Die SVO spendete den 12 Meter langen Mast und übernahm auch das Einsetzen. Die NABU Gruppe Hermannsburg trägt die Kosten in Höhe von 300 Euro für das von der Ornithologischen AG Barnbruch gefertigte und auf dem Mast montierte stabile Nest.

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