„Die Prinzen“ sind unser Geschenk an Celle - Celler Kirchenkreis holt Landeskirche mit ins Boot und strickt Programm für den Niedersachsentag unter dem Moto „Wo mein Herz schlägt“
„Wir haben uns ins Zeug gelegt, damit wir zum Gelingen eines tollen Niedersachsentages in Celle beitragen können!“ Mit diesen Worten umschreibt Celles Superintendent Dr. Hans-Georg Sundermann das Engagement des Celler Kirchenkreises für den Megaevent im Juni. Mit der Präsentation der Popgruppe „Die Prinzen“ auf der Celle-Bühne vor der Stadtkirche am Samstag sollen auch von auswärts vor allem jüngere Leute nach Celle gelockt werden.
Celles Superintendent Sundermann ist es gelungen, die Leitung der Hannoverschen Landeskirche für den Niedersachsentag zu interessieren. Bisher haben die ev.-luth. Kirchengemeinden vor Ort die fast 3 Millionen Mitglieder starke evangelische Landeskirche auf dem Landestag der Niedersachsen präsentiert. Sundermann: „Durch die Rückendeckung aus Hannover ist uns nun möglich, endlich einmal ein Programm auf einer der Hauptbühnen zu präsentieren. Das zeigt auch an, dass wir uns mit unserem kulturellen, karitativen und geistlichen Wirken in Stadt und Land nicht zu verstecken brauchen.“
Besonders freut sich Sundermann, dass das fünfstündige rogramm auf der Bühne von Gebärdendolmetschern begleitet wird. „Wir wollen damit sichtbar machen, dass Mensch mit Behinderungen in unserer Mitte leben, die wir nicht vergessen dürfen.“
Am Freitag, dem 18. Juni präsentieren sich ab 16.00 Uhr in und um die Stadtkirche verschiedene Arbeitsbereiche und Institutionen im Bereich der Landeskirche: So wird in der Stadtkirche zum Beispiel der Pilgerweg Loccum-Volkenroda vorgestellt oder das Michaeliskloster, das in diesem Jahr auf seine 1000jährige Geschichte zurückblickt. Neben der Diakonie wird auch das Evangelisch-lutherische Missionswerk in Niedersachsen auf zwei Projekte aufmerksam machen: den „Club der Guten Hoffnung“, ein auf Gewaltprävention abzielendes Fußball-Projekt in Südafrika, und das Freiwilligenprogramm für junge Menschen, die für eine bestimmte Zeit im Ausland in kirchlichen und sozialen Einrich-tungen arbeiten möchten. Nach Aussagen des Missionswerkes in Hermannsburg entwickelt sich dieser Arbeitsbereich langsam zu einem „Renner“ für junge Menschen.
Zwischen der Stadtkirche und dem Gemeindhaus wird das „Café Herzschlag“ lokalisiert sein, das bis zu 100 Gästen Platz zum Ausruhen bieten wird. Gemeinsam mit dem Christlichen Jugenddorf Celle (CJD) bietet der Ev.-luth Kirchenkreis Erfrischungen und kleine Snacks bis in die Abendstunden an. Das Café Herzschlag wird auch den ganzen Samstag bis 22.00 Uhr geöffnet sein und in den Stunden nach dem Gottesdienst am Sonntag.
Am Samstag, den 19. Juni, auf der Bühne vor der Stadtkirche ab 11 Uhr ein fünfstündiges Programm. Kirchenfunk-Moderator Tobias Glawion interviewt Personen und Persönlichkeiten aus Niedersachsen – und fragt danach, wo „ihr Herz schlägt“. Die Gebärendendolmetscher, die auf der Bühne die Wortbeiträge für gehörlose Menschen übersetzen, kommen dabei ebenso zu Wort wie Politiker oder die Konfirmanden, die sich am ffn-Bibelquiz beteiligen. Auch der Braunschweiger Landesbischof Friedrich Weber wird dabei ein. Zahlreiche musikalische Beiträge lassen die Herzen höher schlagen.
Posau-nen, Gospel und Jazz – vielfältig ist das Angebot.
Top-act des Tages wird die Pop-Gesangsgruppe „Die Prinzen“ sein, die von 14.00 bis 15.00 Uhr auf der Bühne stehen wird. Eine Stunde lang werden „Die Prinzen“ davon singen, wo ihr Herz schlägt – mehr als nur eine Einstimmung auf die Kirchentournee, die in diesem Jahr deutschlandweit – auch in der Celler Stadtkirche – läuft.
Vor und nach den Prinzen tritt die südafrikanische Gruppe „DUBE“ auf – eine Gelegenheit, um im Jahr der WM 2010 die Aktion „Club der guten Hoffnung“ kennenzulernen, die vom Evangelisch-Lutherischen Missionswerk in Hermannsburg initiiert wurde. Mit diesem Beitrag will die Evangelische Kirche deutlich machen, dass die Verantwortung nicht vor der Haustür endet.
In der Stadtkirche geht es ruhiger zu. Durch kurze Orgelmusiken unterbrochen, können die Besucher einen Moment ausruhen oder sich an verschiedenen Punkten in der Kirche über kirchliche Angebote in Niedersachen informieren. Am Samstag findet gegen 12.00 Uhr die „Mittagszeit“ statt, eine kleine, meditative Andacht mit Orgelmusik.
Ab in die Höhe: Der Kirchturm der Stadtkirche ermöglicht den besten Ausblick über die historische Altstadt – das müssen die Besucher des Niedersachsentages erlebt haben!
Der ökumenische Gottesdienst am Sonntag um 10.00 Uhr – auf der Celle Bühne vor der Stadtkirche – gehört traditionell zum festen Bestandteil eines Niedersachsentages und zeigt, wie geerdet und lebendig der christliche Glaube ist. Die Predigt wir der Geistliche Vizepräsident des Landeskirchenamtes, Arend de Vries, halten. Die Celler Lokalmatadoren im Bereich christlicher Rockmusik Alpha & Omega sowie der
Kirchenkreisposaunenchor werden für die musikalische Komponente sorgen.
Ökumenische Andachten in der Ludwigskirche: Auch ein Besuch der katholischen Ludwigskirche lohnt sich. In der am Rande des Französischen Gartens gelegenen Kirche werden am Samstag stündlich kurze Andachten, die von den verschiedenen Kirchenge-meinden in Celle verantwortet werden – Zeit zum Innehalten mitten im Trubel des Niedersachsentages.

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