Am vergangenen Wochenende vertraten vier Spieler des jungen Celler Zweitligateams die Celler Farben beim Qualifikationsrunde des Deutschen Tischtennispokals in Hagen. Da im DTTB-Pokal eine Mannschaft wie in der 1. Bundesliga nur aus drei Spielern besteht, nominierte Trainer Dirk Diefenbach für diesen Wettbewerb mit Hermann Mühlbach, Arne Hölter, Lars Petersen und zur Sicherheit als vierten Spieler Pascal Tröger.
Neben den Cellern nahmen der SV Siek, TTS Borsum, TTC Hagen, TTC GW Bad Hamm und der 1. FC Köln an dieser Qualifikationsrunde teil. Da sich nur der Sieger der Qualifikation am Ende für die DTTB-Pokal-Hauptrunde qualifiziert, machten sich die Celler keine allzu großen Hoffnungen, zumal man mit dem SV Siek auch gleich einen der Meisterschaftsfavoriten der 2. Bundesliga zugelost bekommen hatte.
Ziel der Celler war es, sich so gut wie möglich zu präsentieren und eine kleine Standortbestimmung vorzunehmen. Für Trainer Dirk Diefenbach diente diese Pokalqualifikation auch dazu, einige Spieler der Punktspielkonkurrenten zu beobachten.
Das Spiel gegen Siek begann erwartungsgemäß mit einer klaren Niederlage von Hermann Mühlbach gegen Sieks Nummer 1, Yansheng Wang. Mit 1:3 schlug sich anschließend Pascal Tröger gegen den amtierenden Norddeutschen Meister Deniz Aydin recht gut. Der dritte Punkt und damit das Ende des Spiels schien nur noch eine Formsache zu sein – aber so schnell wollte Celles Neuzugang Arne Hölter die Pokalbegegnung noch nicht beenden, denn ein 3:1 Erfolg gegen Sieks Polen Andrzej Makowski hielt die Celler im Spiel. Als auch noch Hermann Mühlbach Deniz Aydin mit 3:1 besiegte, schien sich eine Überraschung anzubahnen. In einem hochklassigen und spannungsgeladenen Entscheidungsdoppel machte das neuformierte Celler Doppel Hölter/Petersen die Überraschung perfekt: mit 21:19! Im vierten Satz sicherten sie den 3:2 Erfolg gegen Wang/Makowski und warfen die Sieker, sicher früher als sie gedacht hatten, aus dem Pokalwettbewerb.
Im Halbfinale der Pokalqualifikation trafen die Celler im zweiten Spiel auf den TTC GW Bad Hamm. Diese Begegnung war fast eine Kopie des Spiels gegen Siek, denn wieder lagen die Celler nach den ersten beiden Einzel mit 0:2 zurück. Wieder war es Jugendnationalspieler Arne Hölter, der sein Team „am Leben“ hielt. In einem Kraftakt gewann er seine Partie gegen den Holländer Henk van Spanje knapp mit 11:8 im fünften Satz und wieder war es Hermann Mühlbach, der durch einen Sieg im zweiten Spiel die Entscheidung in das letzte Doppel vertagte. Leider agierten aber diesmal Hölter/Petersen nicht so erfolgreich wie in der ersten Partie. Obwohl die Sätze mit 14:16, 9:11, 9:11 gegen ihre Konkurrenten Doran/Tran Le denkbar knapp waren, stand am Ende doch eine 2:3 Niederlage zu Buche.
Das Fazit der Qualifikationsrunde: Man hat gezeigt, dass man auf Augenhöhe mit den anderen Teams spielt und dass man nach den gezeigten Leistungen mit Selbstvertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit in die neue Saison gehen kann.

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