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“Warnstreik”

Der Fluglotsen-Streit ist beendet: Bis zu 70 Prozent mehr Lohn wurden gefordert – was genau herauskam, wird diese Tage veröffentlicht. Der öffentliche Dienst streikt derzeit für im Verhältnis dazu geradezu lächerliche sechs Prozent. Viele haben dafür dennoch kein Verständnis: Pendler, die nicht pünktlich zur Arbeit kommen, Reisende, die nun der Ölmulti-Abzocke alternativlos ausgeliefert sind und Alleinerziehende, die ihr Kind nicht in einer Kita unterbringen können. „Ich kann schließlich auch nicht streiken“, ruft eine verzweifelte Mutter einem Reporter zu.

In diesem Moment fühle ich mich als Redakteur dieser Mutter ganz nah: Auch ich kann nicht streiken. Hat sie recht? Warum kann sie nicht streiken? Warum kann ich nicht streiken? Auch Mitarbeiter der örtlichen Printpresse haben kürzlich gestreikt, für gut drei Prozent mehr Gehalt – hat zwar nicht jeder gemerkt, aber getan haben sie‘s.

Warum dürfen alle, nur ich nicht? Eben – es gibt keinen vernünftigen Grund dagegen, wenn man – wie man das seit der Kommunalwahl in Celle gerne nennt – „Zeichen setzen will“. Dabei geht es nicht um 70, nicht um sechs oder drei Prozent – nein, sondern hochgerechnet vielleicht um 0,3% – nicht einmal direkt für uns, sondern am Ende für Sie!

Warnstreik: “0,3% mehr!”

Bitte nehmen Sie sich doch vielleicht 0,3% des Tages Zeit, um die Beweggründe zu erfahren:

CelleHeute ist in diesen Tagen gut zwei Jahre auf dem Markt. Zeichen setzen war von Anfang an auch unser Ziel – Zeichen, dass es zu jedem Thema mindestens zwei Meinungen gibt. Zeichen, dass jeder ungekürzt und unzensiert zu Wort kommen kann. Zeichen, dass freie Meinung ein kostbares Gut der Demokratie ist und jedermann rund um die Uhr zugänglich sein sollte.

  • Nur bei uns können Sie alle verfügbaren Unterlagen komplett einsehen.
  • Nur bei uns können Sie alle verfügbaren gehaltene Reden im Original-Wortlaut nachlesen.
  • Nur bei uns haben Sie Zeitung, Podcast und Videos in TV-Qualität aus einer Hand (Kennen Sie übrigens schon CelleHeute.TV?).
  • Nur bei uns kann jede(r) Leser(in) ungekürzt zu Wort kommen (Für alles gilt natürlich: Bei Bewahren des Anstandes und gewissen Regeln, siehe unser “Credo“).
  • Nur bei uns haben Sie Bildergalerien in solchen Dimensionen
  • Nur bei uns haben Sie ein uneingeschränktes Archiv

Und dass Sie trotz des “Streikes” Artikel von gestern lesen können, die Sie erst heute oder morgen oder gar nicht woanders erfahren – was wollen Sie eigentlich mehr?

Zeichen, die viele Sympathisanten und naturgegeben auch einige Neider auf den Plan holte. Zeichen, die manchem Roten zu schwarz und manchem Schwarzen zu rot erscheinen. Zeichen, die manche gar dazu verleitete, uns zu verklagen und mit einigen dreistelligen Beträgen Rechtsanwälte und Gerichte reich machten – die Klagebegründungen selbst jedoch armselig blieben.

“It’s still Day One”

CelleHeutePODCAST

Wir bzw. ich als persönlich Haftender mache das sehr gern, weil ich als Journalist weiß, dass Meinungsfreiheit seinen Preis im wörtlichen und übertragenen Sinn hat. Geholfen haben dabei Sie als Leserin und Leser mit Ihrem Zuspruch. Von anfänglich gut 250 „Klicks“ am Tag sind es nun zeitweise bis zu 5000 und mehr Zugriffe. Unsere Leistung: Über 12000 Artikel bisher, an sieben Tagen die Woche, manchmal mit mehren Leitartikeln am Tag. Das können wir und Sie nur, weil einige wenige Werbekunden die Zeichen der Zeit erkannt haben und durch innovative Anzeigeformen neue Zielgruppen erschlossen und alte gepflegt haben.

Zugegeben, CelleHeute ist nicht immer spannend und leider wenig reißerisch – wir machen schließlich keine Nachrichten oder suchen verkrampft nach dem Stopfen von Sommerlöchern, sondern geben das so sachlich und original getreu wie möglich wieder, was tatsächlich geschieht.

Seit einiger Zeit befindet sich CelleHeute in einer „interessanten Phase“: Während etliche Nutzer drei Mal täglich und mehr nach neuen Artikeln Ausschau halten, hat eine Art „Parallelgesellschaft“ noch nie was von uns gehört. Dabei ist das Onlineverhalten keine Frage des Alters – nein, offenbar definiert auch Amazon nicht ohne Grund das Internet mit „It‘s still Day One“.

Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit-ung

Beide Seiten können nicht verschweigen: So gern man auch Papier in der Hand hat – Das Zeitungssterben ist unaufhaltsam und wird vom Internet abgelöst. Spätestens seit dem Fall Guttenberg weiß jeder, dass die BILD längst nicht mehr die Macht hat, die ihr zugesprochen wird. Es ist der „Smart Mob“ hinter den Bildschirmen, der die Meinung bildet (siehe dazu der Gastbeitrag vom stern.de-Nachrichtenchef Dirk Benninghoff für CelleHeute).
Trotzdem: Sie können sich CelleHeute sogar täglich ausdrucken – den Button dazu haben Sie sicher schon längst gesehen.

CelleHeute.TV

Lange Rede, tiefer Sinn: Die wenigen Anzeigenkunden können längst nicht mehr Ihren berechtigten Anspruch nach Informationsfreiheit alleine tragen. Schon jetzt müssen wir viele Termine absagen bzw. können sie erst gar nicht aufnehmen, weil uns schlichtweg die Kapazitäten fehlen. CelleHeute ist quasi eine „One-Man-Show“ mit sporadischer Unterstützung. Das haut ins Konto(r), auf die Gesundheit und Lebensqualität. Aber für “Burn-out” habe ich nun echt keine Zeit.

CelleHeute – auch morgen?

CelleHeute wird es auch künftig geben, aber in welcher Form, haben Sie in der Hand. Wir möchten Ihnen mindestens dieses Wochenende Zeit geben, einmal in sich zu gehen: Mit dem Anzeigenvolumen, das Wirtschaft, Institutionen und Politik in den heimischen Printmedien für einen Tag investieren, käme CelleHeute ein Jahr lang aus – übersetzt: Wir fordern 0,3% „mehr Lohn“. Bei Zugriffszahlen von bis zu 180000 im Monat sind wir wir wahrlich kein „Bittsteller“, sondern machen Ihnen vielmehr ein attraktives Angebot.

Wir gestehen Ihnen sehr wohl ein, dass Sie die neuen Möglichkeiten vielleicht noch nicht erkannt und entdeckt haben und machen wirklich keinen Vorwurf - it‘s still Day one – darum beraten wir Sie gern, wie wir am Ende als gemeinsame Gewinner aus diesem „Warnstreik“ herausgehen. Und das unterscheidet diese Aktion dann doch von den Protesten auf der Straße.

Fordern Sie HIER gern unsere Mediadaten an. Für Kurzentschlossene gibt’s natürlich attraktive Sonderkonditionen.

P.S.Danke für Ihr Verständnis – und für alle, die keins haben: Dafür verzeihe ich Ihnen auch, dass Sie uns immer noch mit TVCelle verwechseln oder meinen geschätzten Kollegen Bernd Franke für meinen Mitarbeiter halten. 

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Über den Autor

Peter Fehlhaber

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