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WG zur Schulreform

Zum Schulkompromiss erklären Ulrich Kaiser und Torsten Schoeps von den Wählergemeinschaften Stadt und Land, ungekürzt und unkommentiert:

Mit der Vereinbarung zwischen Stadt und Landkreis Celle zur kreisweiten Einführung der Oberschulen zum Schuljahr 2012/2013 sowie einer Integrierten Gesamtschule im Stadtbereich zum Schuljahr 2014/2015 konnte die Forderung der WG Landkreis Fraktion früher als erwartet umgesetzt werden. Die zeitnahe Einführung einer IGS war Gegenstand der Gruppenvereinbarung mit der CDU für die Kreistagsperiode 2011-2015.

Die WG Landkreis sieht darin einen zusätzlichen wichtigen Beitrag zur Vielfalt des schulischen Angebots für Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Begabungen und Neigungen. Gemeinsames Arbeiten und Lernen in der Schule sind weitere nicht zu unterschätzende Stärken der IGS. Dass die Entscheidung im Zusammenhang mit der Kompromisslösung zwischen Stadt und Landkreis getroffen werden musste, ist eine Randnotiz des (kreis-)poltischen Alltags und hat lediglich zu einer schnelleren Entscheidung geführt.

Allerdings sieht die WG Landkreis in der IGS nach wie vor keine Regelschule und wird auch zukünftig den Erhalt und die Förderung der Gymnasien unterstützen. Jetzt sind alle Beteiligten im Interesse unserer Kinder gefordert, gemeinsam und konstruktiv die Einführung der Oberschulen umzusetzen. Die Landesschulbehörde und der Landkreis als Schulträger sind nun in der Pflicht, diesen Prozess aktiv zu begleiten und dabei Eltern und Lehrer umfassend zu informieren und alle nur erdenkliche Hilfestellung zu geben. Das Zeitfenster ist denkbar knapp und wird bei Eltern und Lehrern nicht ganz zu unrecht kritisch betrachtet. Die demografische Entwicklung und die Gesamtverantwortung für alle Kommunen im Landkreis lassen uns jedoch kaum eine Alternative.
Allerdings ist die Politik nach Auffassung der WG Landkreis noch stärker als bisher in der Pflicht, die Bildungslandschaft dauerhaft zu fördern. Der jetzige Reformschritt darf nicht dazu führen, anschließend in den alten Trott zu verfallen und dringend notwendige Investitionen in die Bildung unserer Kinder mit dem Hinweis auf angeblich leere Kassen zu verweigern. Geld ist genügend vorhanden, wir müssen nur lernen, Prioritäten zu setzen. Bildung hat höchste Priorität. Dazu gehören auch die Rahmenbedingung wie eine optimale Schülerbeförderung, Sachausstattung und genügend qualifiziertes Lehrpersonal. Starten wir also die Bildungsoffensive Celler Land und verlassen uns nicht allein auf die Landesschulpolitik. Bildungsvielfalt ist Lebensqualität.

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